10. Schwangerschaftswoche: Infos zur Entwicklung des Fötus, Ultraschalluntersuchung & Veränderungen der Mutter

Bereits zu Beginn der 10. Schwangerschaftswoche hat sich euer Embryo zu einem Fötus entwickelt. Jetzt beginnt die sogenannte Fetalperiode. Von nun an wächst euer Baby noch rasanter heran als es bisher der Fall war. In der ersten großen Ultraschalluntersuchung ist sogar schon ein richtiger Mini-Mensch zu sehen. Auch bei der werdenden Mutter verändert sich einiges: Sind die Schwangerschaftssymptome noch nicht ganz abgeklungen oder haben sie erst ihren Höhepunkt erreicht, stehen die Chancen gut, dass sie nach und nach verschwinden und spätestens nach der <LINK>12. Schwangerschaftswoche fast vollständig aufhören. Welche körperlichen Veränderungen ihr im fortschreitenden 3. Schwangerschaftsmonat wahrnehmt und inwiefern sich euer Baby in SSW 10 weiterentwickelt, erfahrt ihr hier.

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Die Entwicklung des Babys in der 10. Schwangerschaftswoche

Von jetzt an Fötus: Am Ende der 10. SSW ist euer Baby etwa acht Wochen alt und hat die Anlagen für alle wichtigen Organe gebildet. Damit ist die Embryonalphase abgeschlossen und die Fetalperiode beginnt – den Embryo bezeichnen Ärztinnen und Ärzte jetzt bis zur Geburt als Fötus.

Erste messbare Herztöne: Das Herz eueres Babys schlägt schon seit über einem Monat, aber nun sind die Herztöne erstmals auch messbar, ganz leicht aber wesentlich schneller als die der Mutter.

Finger und Zehen bilden sich aus: In der 10. Schwangerschaftswoche bilden sich die Schwimmhäute an Händen und Füßen vollständig zurück und die einzelnen Finger und Zehen entwickeln sich. Schon jetzt sind die unverwechselbaren Hand- und Fußlinien des neuen kleinen Menschen vorhanden – sie bleiben bis zum Lebensende unverändert. Auch die Ellbogen und Knie an Armen und Beinen sind in SSW 10 inzwischen deutlich erkennbar.

Gesichtszüge bilden sich: Die Ohren und die Nase wachsen in der 10. Schwangerschaftswoche weiter, die Augenlider sind allerdings noch nicht voll ausgebildet: Das Baby hat die Augen im Mutterleib vollständig offen. Den Mund kann der Fötus bereits öffnen und schließen. Zudem entstehen die ersten Zahnknospen und auf der Zunge wachsen die ersten Geschmacksknospen.

Fortschreitende Sinneswahrnehmung: Weil sich in der 10. Schwangerschaftswoche immer mehr neue Gehirnzellen bilden und sich das Nervensystem stetig weiterentwickelt, sind die Sinne eures Babys deutlicher schärfer als noch vor einer Woche.

Viel Bewegung: Im 3. Monat ist der Fötus schon ziemlich bewegungsfreudig – er bewegt Hände und Füße und beginnt zu „strampeln“. Meist spürt ihr die Bewegungen in SSW 10 noch nicht in eurem Bauch – das kommt mit voranschreitender Schwangerschaft.

Was passiert bei der Ultraschalluntersuchung im 1. Trimester?

Zwischen der 9. und 12. Schwangerschaftswoche wird der Ersttrimester-Ultraschall von eurer Ärztin oder eurem Arzt durchgeführt. Jetzt untersucht sie oder er die Größe und den Entwicklungsstand eures Babys und erfragt euren Gesundheitszustand und mögliche Beschwerden. Das Wichtigste: Als werdende Eltern könnt ihr das erste Mal ein Ultraschallbild eures Babys mit nach Hause nehmen. Dieses Bild ist meist auch ein Anlass, Familie und Freunde über die Schwangerschaft zu informieren. Hier erhaltet ihr einen Überblick über alles, was in der Untersuchung stattfindet.

Ultraschall-Untersuchung des Babys: Mittels Ultraschall misst die Frauenärztin oder der Frauenarzt die Länge eures Babys vom Scheitel bis zum Steißbein. Die Größe wird mit dem errechneten Geburtstermin abgeglichen und dieser ggf. angepasst. Anhand des Ultraschallbilds beurteilt die Ärztin oder der Arzt auch die körperliche Entwicklung des Fötus sowie Vorhandensein und Lage der inneren Organe. In der Regel bekommt ihr einige Ultraschallaufnahmen eures Babys ausgehändigt.

Ein Ultraschall pro Trimester: Die erste Ultraschalluntersuchung ist eine von insgesamt drei Ultraschall-Terminen während der Schwangerschaft. Ultraschall-Termine finden jeweils zum Ende des 1., 2. und 3. Trimesters statt und dienen der Vorsorge, um zu sehen, ob sich das Baby gesund entwickelt und ob Gesundheitsrisiken für die Mutter bestehen.

Daten und Werte der Mutter: Bei der Mutter werden Blutdruck, Gewicht, Urinwerte und Blutwerte, dabei insbesondere die Zucker- und Eisenwerte im Blut, untersucht. Ein spezieller Diabetes-Test folgt später in der Schwangerschaft. Zudem untersucht die Ärztin oder der Arzt die Lage von Gebärmutter und Muttermund und fragt mögliche Beschwerden ab.

Das ist auf dem Ultraschallbild zu sehen

In der 10. Schwangerschaftswoche ist der Fötus 2,5 bis 3,2 cm lang und 4 Gramm schwer – das ist fast doppelt so viel Gewicht wie noch in der <LINK>9. Schwangerschaftswoche. Die Größe entspricht in etwa der einer Erdbeere. Das wirkt sich auch auf euren Ultraschall positiv aus: Jetzt sind Lippen und Nase deutlich erkennbar und auch die Augen und Ohren haben schon fast ihre endgültige Form, die sich offensichtlich abzeichnet.

Körperliche Veränderungen – was passiert bei der Mutter in SSW 10?

Neben den üblichen ersten Schwangerschaftsbeschwerden der vergangenen Wochen, wie Müdigkeit, ein intensivierter Geschmackssinn und ein Ziehen im Unterleib, kommen in der 10. Schwangerschaftswoche glücklicherweise kaum neue Symptome hinzu. Körperliche Veränderungen finden dennoch statt. So steht in eurem Inneren auch weiterhin alles im Zeichen der Vorbereitung auf euer kleines Wunder. Von wachsenden Brüsten bis hin zu Haut- und Haarveränderungen findet ihr hier einen Überblick:

Gebärmutter und Brüste wachsen: Die Gebärmutter ist in der 10. Schwangerschaftswoche etwa so groß wie eine Grapefruit, von außen ist die Schwangerschaft damit meistens noch nicht sichtbar. Dennoch merken manche werdende Mütter, dass sie den Hosenknopf nicht mehr ganz zubekommen. Grund dafür ist euer Becken, das sich in der 10. SSW weitet, um dem Baby genug Platz zu bieten. Was vielen Frauen – und vielleicht auch dem engsten Umfeld – auffällt, sind die wachsenden Brüste als erstes deutliches Anzeichen eurer körperlichen Veränderung.

Kurzatmigkeit: Bereits im 1. Schwangerschaftsdrittel ist es nicht unüblich, dass sich Kurzatmigkeit bemerkbar macht. Euer Körper benötigt mehr Sauerstoff, um die Versorgung eures Fötus zu sichern. Die Lunge wird oftmals mit dem Wachstum des Babys eingeengt, was sich in einem schweren Atmen bemerkbar macht.

Vermehrter Speichelfluss: In der 10. Schwangerschaftswoche kommt es oft zu vermehrtem Speichelfluss. Dieser enthält meist mehr Säure als üblich – nicht selten liegt dies an der Übelkeit, die ebenfalls ein sehr häufig vorkommendes Schwangerschaftssymptom im 1. Trimester darstellt.

Verstopfung: Der Anstieg des Progesteronspiegels im Körper der Frau bewirkt häufig Verstopfung, die auch über die 10. SSW hinaus anhalten kann. Neben einer ballaststoffreichen <LINK>Ernährung in der Schwangerschaft und viel Flüssigkeit hilft auch Bewegung – übrigens auch ein guter Tipp, um die bleierne Müdigkeit der ersten Monate zu vertreiben.

Haut und Haar: Vom typischen „Strahlen" schwangerer Frauen haben alle schon einmal gehört und tatsächlich bewirkt die Hormonumstellung und eine stärkere Durchblutung bei vielen Schwangeren, dass ihr Haar voller und glänzender aussieht und die Haut ein gesundes, rosiges Aussehen bekommt. Einige Frauen reagieren auf die hormonellen Veränderungen aber auch andersherum und bekommen unreine Haut und strähnige Haare. Darüber hinaus können Pigmentflecken auftreten.

Tipps zum Wohlfühlen in SSW 10: Das ist jetzt wichtig

  • Mundhygiene verstärkt berücksichtigen: Die 10. Schwangerschaftswoche ist der perfekte Zeitpunkt für den 1. von zwei Zahnarzt-Terminen während der Schwangerschaft (den 2. Termin plant ihr am besten um die 30. Schwangerschaftswoche ein). Denn auch, wenn ihr eure Mundhygiene nie vernachlässigt und bisher immer gute Zähne hattet, können durch das Hormon Progesteron und dem höheren Säuregehalt des Speichels leichte Veränderungen auftreten. Daher ist es ratsam, dass ihr vorsorglich zumindest die Plaque (Zahnbelag) entfernen und eure Zähne auf Karies prüfen lasst. Durch den hohen Progesteronspiegel sind Zahnfleisch und Mundschleimhaut stärker durchblutet, sodass das Gewebe leichter anschwillt und sich lockert. Plaquebakterien haben es so leichter, um Entzündungen zu verursachen. Mit dem Vorsorgetermin bei eurer Zahnärztin oder eurem Zahnarzt beugt ihr solchen Unannehmlichkeiten vor.

  • Durchblutung fördern: Um eure Durchblutung zu verbessern und später auftretende Krampfadern vorzubeugen, ist Bewegung das A und O. Bereits tägliche Spaziergänge sind ausreichend und helfen euch zudem, einen klaren Kopf zu bekommen.

  • Neue Wäsche kaufen: Auch, wenn der Bauch noch ganz flach ist, spüren viele Frauen, dass ihre Brüste jetzt deutlich wachsen und eventuell spannen. Es muss noch kein Still-BH sein, aber ein größeres Körbchen mit breiten Trägern und bequemem Sitz kann viel dazu beitragen, dass ihr euch tagsüber deutlich wohler fühlt.

  • Pflegemassagen einplanen: Schon bevor der Bauch wächst, könnt ihr die Haut auf die zusätzliche Belastung vorbereiten und Dehnungsstreifen vorbeugen. Gewöhnt euch an, morgens oder abends nach dem Duschen die Haut an Bauch, Po und Oberschenkeln mit einer weichen Bürste zu massieren und mit einem Pflegeöl oder einer Lotion einzureiben.

Zur 11. Schwangerschaftswoche

Bildnachweis

Illustration von schwangeren Frauen © designer_things - stock.adobe.com

Ultraschalluntersuchung © Sven Bähren - stock.adobe.com

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