12. Schwangerschaftswoche: Entwicklung des Babys, Veränderungen bei der Mutter & Tipps gegen Schwangerschaftsbeschwerden

Die magische Grenze: Der 3. Schwangerschaftsmonat neigt sich dem Ende zu. Für viele Frauen ist das gleich doppelter Grund zur Freude: Zum einen bedeutet es, dass ihr das größte Risiko für eine Fehlgeburt überstanden habt und damit die Schwangerschaft besten Gewissens im Job und bei Freundinnen und Freunden bekannt machen könnt. Zum anderen fühlen sich die meisten Schwangeren jetzt deutlich besser. Die Beschwerden der Frühschwangerschaft wie Übelkeit und Müdigkeit schwinden und ihr habt zusehends mehr Energie, um euch auf die Zeit mit Baby vorzubereiten. Wie sich euer Baby in der 12. SSW entwickelt und was sich sonst noch bei euch verändert, haben wir hier für euch zusammengetragen

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Die Entwicklung des Babys in der 12. Schwangerschaftswoche

Ein „fertiger Mensch“: In der 12. Schwangerschaftswoche sind der Körper und die inneren Organe eures Babys mit allen Grundlagen ausgebildet. Der Fötus bekommt zunehmend menschliche Proportionen und wächst in dieser Zeit sehr schnell.

Versorgung über die Plazenta: Während das Baby in den ersten Wochen vor allem die Ressourcen aus dem Dottersack der Eizelle aufgebraucht hat, findet ab der 12. SSW die Ernährung ausschließlich über die Nabelschnur und Plazenta statt.

Mimik und Gestik verfeinern sich: Die Nerven- und Muskelverbindungen entwickeln sich weiter und erscheinen immer ausgefeilter. So kann euer Baby in der 12. Schwangerschaftswoche bereits gähnen oder die Stirn in Falten ziehen. Auch seine Handgelenke und Ellbogen sind beweglicher.

Mund öffnen: In SSW 12 sind bereits erste Zahnknospen vorhanden und euer Baby kann seinen Mund öffnen, um Fruchtwasser zu trinken. Hin und wieder plagt es sogar der ein oder andere Schluckauf, von dem ihr als werdende Mutter noch nichts mitbekommt. Die Funktionen sind wichtige Atemübungen für die Zukunft.

Entwicklung von Gleichgewicht und Tastsinn: Die Entwicklung des Tastsinns muss eine Offenbarung für das Baby sein, denn nun nimmt es seine Umgebung differenzierter wahr: Es ertastet das umgebende Fruchtwasser und die Gebärmutter. Diese Sinneseindrücke tragen essenziell zur Gehirnentwicklung des Fötus bei.

Immer in Bewegung: Kein Wunder, dass sich Muskeln und Nervenverbindungen eures Babys so schnell bilden, schließlich ist es quasi rund um die Uhr in Bewegung. Es zappelt, dreht sich und beginnt auf Reize von außen zu reagieren. Mittlerweile formt es sogar winzige Fäustchen und „strampelt“ munter vor sich hin. Ihr selbst vernehmt die Bewegungen eures Babys allerdings erst um die 20. Schwangerschaftswoche.

Die 1. Ultraschalluntersuchung samt Risikobewertung

Ist die 1. Ultraschalluntersuchung noch nicht in der 9. Schwangerschaftswoche oder in den anderen beiden vorangegangenen Wochen geschehen, ist spätestens jetzt in SSW 12 der Zeitpunkt, um euer Baby genaustens unter die Lupe zu nehmen. Für gewöhnlich kontrolliert die Frauenärztin oder der Frauenarzt in dieser Untersuchung, ob euer Baby richtig in der Gebärmutter liegt, das Herz regelmäßig schlägt und ob es für die errechnete Schwangerschaftswoche groß genug ist. Anders als in SSW 9 wird hier jedoch kein vaginaler Schallkopf verwendet, sondern der Ultraschall findet per Sonografie über die Bauchdecke statt. Je nach Ergebnis korrigiert die Ärztin oder der Arzt das errechnete Geburtsdatum.

Zudem ist die 1. Ultraschalluntersuchung oft mit dem Gedanken an die pränatale Diagnostik verbunden, die eine Reihe von Tests erfasst, um festzustellen, ob sich euer Fötus richtig entwickelt oder ihr gar eine Risikoschwangerschaft durchlauft. Nackentransparenzmessungen, Triple Test und Fruchtwasseruntersuchungen, um einen Gendefekt oder Behinderungen festzustellen, finden in der Regel erst in der 12. SSW statt, weshalb es sein kann, dass ihr euren Termin vor wenigen Wochen genau jetzt in diese Schwangerschaftswoche verlegen musstet.

Habt ihr es bis zum jetzigen Zeitpunkt geschafft und die Untersuchung ist positiv ausgefallen, bedeutet das: ihr habt die kritische Phase überstanden. Das Risiko einer Fehlgeburt ist jetzt deutlich gesunken. Für viele werdende Eltern ist das das perfekte Timing, um die Schwangerschaft zu verkünden.

Was ist beim Ultraschall zu sehen?

In der 12. Schwangerschaftswoche ist der Fötus zwischen 5 und 6 Zentimeter groß und mittlerweile sehr aktiv. Die Größe entspricht der einer Passionsfrucht, weshalb euer kleiner Mini-Mensch nun auf dem Ultraschallbild immer deutlicher zu sehen ist. Die Augen des Babys wandern immer mehr in die Mitte des Gesichts, das beim Ultraschall stärker in Erscheinung tritt. Der Kopf ist im Vergleich immer noch etwas größer als der Körper, die Stirn beträgt sogar in der Regel einen stolzen Durchmesser von 20 Millimetern. In SSW 12 wiegt das Baby bereits 14 Gramm – ungefähr so viel, wie drei Stücke Schokolade.

Körperliche Veränderungen – was passiert bei der Mutter in SSW 12?

Die Gebärmutter der Mutter ist in der 12. Schwangerschaftswoche ungefähr so groß wie die durchschnittliche Faust eines Mannes. Auch wenn äußerlich noch nicht viel zu sehen ist, bedeutet die letzte Schwangerschaftswoche im 1. Trimester, dass ihr viele eurer Schwangerschaftsbeschwerden nun los seid oder diese sich zumindest in deutlich abgeschwächter Form zeigen. Euer Körper ist jetzt vollkommen auf die Versorgung eures Babys umgestellt und weiß, wie er in den nächsten Monaten auch weiterhin bestens für euren Fötus sorgen kann.

Plazenta voll ausgebildet: Zum Ende des 1. Trimesters ist die Plazenta voll ausgebildet und übernimmt bis zur Geburt die alleinige Versorgung des Babys. Euer Organismus hat sich jetzt langsam an das größere Blutvolumen und die „Mehrarbeit“ bei der Versorgung von Mutter und Baby gewöhnt. Schwindel und Kreislaufschwäche nehmen ab.

Die erste leichte Rundung? Beim genauen Hinsehen merken viele Frauen in der 12. Schwangerschaftswoche schon eine leichte Wölbung des Bauches. Außenstehenden wird es kaum auffallen, trotzdem kann die Kleidung schon jetzt etwas knapp sitzen. Seid ihr zum 2. oder 3. Mal schwanger, ist die Wahrscheinlichkeit, dass ihr jetzt in SSW 12 bereits einen kleinen Babybauch habt, größer als bei der 1. Schwangerschaft. Grundsätzlich nehmen viele Schwangere fortan in etwa 250 bis 300 Gramm pro Woche zu und der Kauf von bequemer Umstandsmode kann sich bereits lohnen.

Sodbrennen: Die ständige Übelkeit ist in der SSW 12 endlich vorbei, dafür verspüren viele Frauen jetzt häufiger Sodbrennen. Die wachsende Gebärmutter schiebt die umliegenden Organe im Bauch der Mutter zusammen, was dazu führt, dass Magensäure in der Speiseröhre aufsteigt und ein leichtes Brennen verursacht. Das Sodbrennen kann die gesamte Schwangerschaft hindurch immer wieder auftreten – es gibt aber effektive Hausmittel, mit denen ihr dies in Schach haltet.

Tipps gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Häufig kleine Portionen essen: Für die Verdauung kleiner Portionen muss der Magen weniger Magensäure produzieren, so reduziert sich die Wahrscheinlichkeit von Sodbrennen.

Milchprodukte: Vielen Frauen hilft ein Schluck Milch gegen Sodbrennen. Da der Kalziumbedarf in der Schwangerschaft ohnehin erhöht ist, schlagt ihr damit zwei Fliegen mit einer Klappe.

Weißbrot: Ein Stück ungetoastetes Weißbrot oder ein weiches Brötchen saugt die Magensäure auf wie ein Schwamm, das kann kurzfristig gegen Sodbrennen helfen.

Mandeln: Ein altes Hausmittel gegen Sodbrennen sind naturbelassene Mandeln. Zerkaut ihr drei bis fünf Stück gründlich, neutralisieren diese die Magensäure und lindern Sodbrennen meist sehr zuverlässig.

Ein zweites Kissen für die Nacht: Lagert ihr euren Kopf relativ hoch, hat die Magensäure Schwierigkeiten in der Speiseröhre aufzusteigen. Daher hilft es vielen Frauen, den Kopf zum Schlafen mit einem zweiten Kissen zu erhöhen.

Das ist in der 12. Schwangerschaftswoche wichtig

  • Zur Ruhe kommen: Nach den Strapazen der erste drei Monate können viele Frauen ihre Schwangerschaft jetzt erst so richtig genießen. Nutzt das wiedergewonnene Wohlbefinden für gemeinsame Zeit mit eurem Partner oder zur Entspannung.

  • Umstandskleidung shoppen: Vielleicht möchtet ihr schon mal einen Blick auf Umstandshosen und -kleider werfen? Viele Modelle haben einen größenverstellbaren Bund und wachsen mit dem Bauch mit. Wenn eure normale Kleidung langsam knapp wird, macht es also durchaus Sinn, die ersten Umstandskleider zu kaufen.

  • Urlaubsreise planen: Viele Paare nutzen die Zeit um den 5. oder 6. Schwangerschaftsmonat herum, um ein letztes Mal zu zweit Urlaub zu machen und so richtig zur Ruhe zu kommen. Ab dem 7. Monat, wenn der Bauch schon sehr groß ist, werden längere Reisen eher anstrengend. Der beginnende 4. Schwangerschaftsmonat ist daher ein guter Zeitpunkt, um sich über Urlaubsziel und -termin Gedanken zu machen.

Zur 13. Schwangerschaftswoche

Bildnachweise

Schwangerschaftssilhouette 3 Monat © designer_things - stock.adobe.com

Schwangere schneidet sich eine Gurke. Auf dem Tisch liegt Paprika, Brokkoli, Tomaten, Salat © Alina - stock.adobe.com

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