13. Schwangerschaftswoche: Entwicklung des Fötus, körperliche Veränderungen der Mutter & Tipps für Geschwisterkinder

Das 2. Trimester beginnt

Die ersten drei Monate sind geschafft: Willkommen im 2. Trimester. Wahrscheinlich habt ihr euren Freundinnen und Freunden sowie eurer Familie bereits von eurer Schwangerschaft erzählt und jetzt freut ihr euch gemeinsam darauf, euer kleines Wunder kennen zu lernen. Für viele Frauen sind die typischen Schwangerschaftssymptome der Anfangszeit jetzt endlich vorbei und zusehends zeigt sich auch der Babybauch. Das alles steigert die Vorfreude und die wohl entspannteste Zeit der Schwangerschaft beginnt. Was in der 13. Schwangerschaftswoche alles im Körper der werdenden Mutter und mit eurem Kind passiert, erfahrt ihr hier.

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Die Entwicklung des Babys in der 13. Schwangerschaftswoche

Wachsen, wachsen, wachsen: Das 1. Trimester stand ganz im Zeichen der embryonalen Entwicklung – jetzt ist Wachsen angesagt. Ab dem 4. Monat wachsen Föten unterschiedlich schnell. Auffällig ist, dass der vorher so große Kopf nun nicht mehr wesentlich schneller wächst als der Körper, wodurch die Proportionen immer menschlicher werden. Grundsätzlich macht der Kopf eures Babys jetzt nur noch die Hälfte der Gesamtgröße aus. Bei der Geburt wird die Größe des Kopfs ungefähr ein Viertel der Gesamtlänge betragen.

Stärkere Knochen und funktionstüchtige Organe: Die zuvor eher geleeartigen Knochen des Fötus verfestigen sich in der 13. Schwangerschaftswoche immer mehr. Weitere vollständig ausgebildete Organe nehmen nach und nach ihre Funktionstüchtigkeit auf. So sondert die Leber des Fötus Gallenflüssigkeit ab und die Bauspeicheldrüse produziert Insulin.

Verändertes Darmsystem: Ein Teil des Darmsystems eures Babys, der in der 8. Schwangerschaftswoche in die Nabelschnur wanderte, kehrt in der 13. SSW in den Unterleib zurück. Zum 1. Mal bildet sich Urin in den Nieren des Fötus, welcher er regelmäßig ausscheidet. Mittels des Urins werden Abfallstoffe in das Fruchtwasser abtransportiert.

Stimmbänder entwickeln sich: In der 13. Schwangerschaftswoche wird die Grundlage für die Stimme eures Babys gelegt. So entwickeln sich im Kehlkopf die Stimmbänder des Kindes. Der Fötus lernt schon in der Gebärmutter zu schlucken, zu atmen und zu saugen. Seine Stimmbänder setzt er jedoch erst nach der Geburt das erste Mal so richtig ein.

Licht und Schatten: Die Lider des Fötus sind in der 13. Schwangerschaftswoche nach wie vor geschlossen. Seine Augen entwickeln sich aber zusehends, sodass euer Baby im Mutterleib schon jetzt sehr helles Licht sowie Dunkelheit wahrnehmen und unterscheiden kann.

Die Gehirnhälften wachsen zusammen: Der Reifungsprozess des Gehirns hält noch bis über das Kindheitsalter hinaus an – aber schon jetzt reagiert euer Baby reflexartig auf Reize und führt komplexere Bewegungen aus. Ihr spürt die Bewegungsfreudigkeit in der 13. Schwangerschaftswoche jedoch noch nicht. Die meisten Frauen nehmen erst um die 20. SSW herum leichtes Schwingen im Bauch wahr.

Inneres Ohr bildet sich: Mit der Verknöcherung des Schädels bildet sich in SSW 13 auch das Innenohr eures Babys heraus. Auch wenn es noch keine Tonunterschiede wahrnehmen kann, hört es erste Geräusche und wird bald eure Stimmen erkennen können. Erst ab der 20. Schwangerschaftswoche reagiert der Fötus mit Bewegungen auf Musik oder andere Töne.

Geballte Fäuste: Finger und Zehen sind jetzt voll ausgeprägt und mit der fortschreitenden Entwicklung der Muskeln und des Nervensystems kann der Fötus schon seine Fäuste ballen. Auch „Daumenlutschen“ lässt sich in SSW 13 beobachten.

Berührungen spüren: Schon jetzt kann der Fötus spüren, wenn ihr und eure Partnerin oder euer Partner über den Bauch streicheln. Bis er darauf mit Fußtritten oder einem Händchen reagiert dauert es noch ein bisschen. Trotzdem wird dadurch die Beziehung zu euch noch intensiver.

Geschlechtsorgane reifen heran: Bis vor Kurzem waren beide Geschlechter rein äußerlich beim Ultraschall kaum voneinander zu unterscheiden. Ab der 13. SSW wird dies immer deutlicher zu erkennen sein. Während sich der Genitalhöcker beim Mädchen zur Klitoris entwickelt, formt er sich beim Jungen zum Penis. Beim Mädchen entsteht zudem zwischen den Scheidenplatten ein noch undurchdringlicher Hohlraum. Hier bildet sich künftig das Jungfernhäutchen. Auf dem Ultraschall erkennt eure Frauenärztin oder euer Frauenarzt jedoch meist erst bei der zweiten großen Ultraschalluntersuchung, welches Geschlecht der Fötus hat.

Was ist auf dem Ultraschallbild zu erkennen?

Euer Baby entwickelt sich in der 13. Schwangerschaftswoche prächtig. Mittlerweile wiegt es zwischen 14 und 20 Gramm und ist stolze 6,6 bis 8 cm groß. Dies entspricht der Größe einer Pflaume. Das deutliche Wachstum macht sich auch auf dem Ultraschallbild bemerkbar. So sind nun die Rippen, Bein- und Beckenknochen besser erkennbar. In der 13. SSW können Föten bereits schlucken – bei genauerem Hinsehen ist auch das beim Ultraschall zu beobachten. Mit etwas Glück seht ihr zudem, wie euer kleines Wunder an seinem Finger nuckelt, die Stirn runzelt oder sogar gähnt. Auch leichte Bewegungen ähnlich den Atembewegungen eures Babys sind jetzt sichtbar. So nehmt ihr vielleicht das Heben und Senken des Brustkorbs wahr, auch wenn die Sauerstoffversorgung tatsächlich noch über die Nabelschnur stattfindet. Die Bewegungen, die ihr spürt, sind jedoch für die richtige Entwicklung der Lunge essenziell.

Körperliche Veränderungen – was passiert bei der Mutter in SSW 13?

Mit voranschreitender Schwangerschaft sind in der 13. Schwangerschaftswoche jetzt auch äußerlich körperliche Veränderungen wahrnehmbar. Mit der Etappe des beginnenden 2. Trimesters sind übliche Schwangerschaftsbeschwerden aus den vorangegangenen Wochen meist nur noch gering oder gar nicht mehr vorhanden. Für viele Frauen beginnt damit der entspannte Teil ihrer Schwangerschaft. Mit der Gewichtszunahme wächst euer Bauch zunehmend – ihr schaut eurem Baby jetzt quasi von außen beim Wachsen zu. Welche körperlichen Veränderungen noch mit der 13. Schwangerschaftswoche einhergehen, erfahrt ihr im Folgenden:

Gewichtszunahme: Die Schwangerschaft wird immer offensichtlicher, auch auf der Waage. Wie viel eine werdende Mutter in der Schwangerschaft zunimmt, ist sehr unterschiedlich und hängt auch von der Veranlagung der Frau ab. Das zusätzliche Gewicht durch den wachsenden Fötus sowie Fruchtwasser, Blut und Plazenta liegt bei 1-1,5 kg pro Schwangerschaftsmonat. Im aktuellen 4. Monat bringen Mütter oft um die 3 kg mehr auf die Waage.

Gesteigerter Appetit: Mit nachlassender Übelkeit kommt bei vielen Frauen nun der Appetit zurück. „Essen für zwei“ ist nicht nötig. Euer Energiebedarf ist in der 13. Schwangerschaftswoche nur um etwa 300 Kalorien täglich erhöht. Umso wichtiger ist es aber, dass ihr euch ausgewogen, vitamin- und mineralstoffreich ernährt, denn euer Baby bekommt von euch alle Nährstoffe, die es für eine gesunde Entwicklung braucht. Ergänzend zur <LINK>gesunden Ernährung in der Schwangerschaft darf natürlich auch genascht werden – alles in Maßen ist hier das A und O.

Geruchs- und Geschmackssinn: In der 13. Schwangerschaftswoche hat sich euer Geruchs- und Geschmackssinn verändert. Jetzt empfindet ihr vielleicht manche Gerüche, die ihr vorher mochtet, als unangenehm oder umgekehrt. Durch die stärker ausgeprägten Sinne kann es bei manchen werdenden Müttern zu Schwindelattacken kommen.

Wadenkrämpfe: In der Schwangerschaft kommt es nicht selten zu Wadenkrämpfen – insbesondere in der Nacht. Das liegt an den Verschiebungen im Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt. Gegen Wadenkrämpfe hilft die Einnahme von Magnesium. Diese solltet ihr allerdings immer zuerst mit eurer Frauenärztin oder eurem Frauenarzt oder eurer Hebamme abklären, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Der Bauch wächst: In der 13. SSW wird der Babybauch langsam sichtbar. Viele Frauen freuen sich darauf, seit sie von der Schwangerschaft erfahren haben. Andere müssen sich erst einmal an die äußeren körperlichen Veränderungen gewöhnen. Ab jetzt kommt es aber immer häufiger vor, dass sich Schwangere gedankenverloren über den Bauch streicheln. Zudem zieht ihr vermutlich zum ersten Mal Umstandsmode in Betracht, um euren leicht gewölbten Bauch mit hautfreundlichen Stoffen zu verwöhnen.

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Tipps zur 13. Schwangerschaftswoche: Kinder auf ihr Geschwisterchen vorbereiten

Wenn ihr bereits Kinder habt, dann ist es natürlich wichtig, auch sie über den Familienzuwachs zu informieren. Wann der richtige Zeitpunkt dafür ist, hängt vom Alter eurer Kinder ab. Grundsätzlich sind Kinder aber gute Beobachter und merken meist sehr schnell, dass sich Mama verändert hat. Zögert den richtigen Zeitpunkt nicht zu lange hinaus. So hat die große Schwester oder der große Bruder ausreichend Zeit, sich an die neue Familiensituation zu gewöhnen. Was ihr noch wissen solltet, um eure Kinder auf Geschwister vorzubereiten, haben wir euch hier zusammengetragen.

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt? Für Ein- bis Zweijährige ist die Idee von einem Baby in Mamas Bauch in der Regel sehr abstrakt. Meist können sie auch nicht begreifen, dass es noch so lange dauert, bis das Geschwisterchen auf die Welt kommt. Wartet daher, bis der Bauch merklich gewachsen ist – das kann sehr kleinen Kindern helfen, die Situation zu begreifen.

  • Rechtzeitig einweihen: Ab etwa drei Jahren sind Kinder intellektuell in der Lage, die Schwangerschaft und ihre Geschwisterrolle zu verstehen. Frühes Einweihen kann helfen, sich auf die neue Situation einzustellen und Vorfreude auf das Baby zu entwickeln.

  • Geschwisterkinder einbinden: Wahrscheinlich hat euer Kind während der neuen Schwangerschaft viele Fragen: Erklärt ihm, wie das Baby in eurem Bauch wächst, lasst es die Tritte fühlen oder mit dem Baby Seite 6 von 6sprechen. Und nehmt Hilfe in Anspruch: Wenn das „große Kind“ beim Tisch abräumen oder Aufräumen hilft, entwickelt es Verantwortungsbewusstsein und findet sich womöglich leichter in seine neue Rolle als Geschwisterkind ein.

Zur 14. Schwangerschaftswoche

Bildnachweis

Illustration von schwangeren Frauen © designer_things - stock.adobe.com

Kind umarmt schwanger Mutter © Robert Kenschke - stock.adobe.com

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