Mein Baby hat Verstopfung – was tun?

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Babys Windelinhalt ist – ob man will oder nicht – eines der zentralen Themen im ersten Jahr mit Baby. Gerade in der Anfangszeit sind viele Eltern unsicher, ob mit der Verdauung Ihres Babys alles in Ordnung ist. Eine Standardregel gibt es hier nicht: Wie häufig Babys Stuhlgang haben und wie der Windelinhalt aussieht, ist von Kind zu Kind unterschiedlich und variiert je nachdem, ob sie gestillt werden, Säuglingsnahrung bekommen oder schon Beikost essen. Mitunter haben Kinder aber auch Schwierigkeiten beim Stuhlgang – dann kann Verstopfung die Ursache sein. Wir sagen Ihnen, wie sich eine Verstopfung bei Babys zeigt und wie Sie reagieren können.

Welche Ursachen gibt es für Verstopfung bei Babys?

Typische Anzeichen für Verstopfung bei Babys:

Wie bei den meisten Erwachsenen pendeln sich auch bei Babys die Zeit des Stuhlgangs und die Frequenz schnell ein – viele Eltern wissen nach den ersten Monaten ungefähr, wann eine volle Windel fällig ist. Dabei ist es ganz normal, wenn Ihr Baby nicht täglich Stuhlgang hat. Vor allem Stillbabys machen oft mehrere Tage hintereinander nicht in die Windel, ohne dass sie verstopft sind. Hat Ihr Baby weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang, sollten Sie eventuell auch auf weitere Anzeichen einer Verstopfung achten:

  • Weinen oder Schmerzen vor dem Stuhlgang
  • Ein harter Bauch, empfindlich für Berührungen
  • Fester, kugelförmiger Stuhl, der nur unter großer Anstrengung herauskommt
  • Blähungen, fauliger Geruch
  • Appetitlosigkeit als Begleiterscheinung – fehlender Appetit kann aber auch viele andere Ursachen haben

Übrigens kann auch sehr flüssiger Stuhl auf eine Verstopfung hinweisen – nämlich dann, wenn der harte Stuhl den Darm blockiert hat, sodass nur flüssiger Stuhl ausgeschieden werden kann.

Das hilft, wenn Ihr Baby unter Verstopfung leidet

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Checkliste: Wissenswertes über Verstopfung bei Babys

  • Verstopfung bei gestillten Babys ist sehr selten
  • Unregelmäßiger Stuhlgang ist normal – von mehrmals täglich bis alle vier Tage
  • Nicht immer liegen alle Anzeichen (wie oben beschrieben) für Verstopfung vor
  • Verstopfung vorbeugen: Immer auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten
  • Ausreichend, aber nicht zu viele Ballaststoffe sind wichtig für die Verdauung Ihres Babys
  • Stopfende Lebensmittel für die erste Beikost meiden, besser mischen oder nach und nach einführen
  • Ein Arztbesuch ist nur bei anhaltender oder sehr häufiger Verstopfung nötig bzw. dann, wenn Ihr Baby offensichtlich Schmerzen hat