Freunde von Geburt an:

Wie gewöhne ich Hund und Baby aneinander?

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Wenn sich ein Baby ankündigt, dann ist das nicht nur für die werdenden Eltern eine aufregende Sache. Auch der Familienhund spürt die Veränderungen, die in der werdenden Mutter und im Haushalt vor sich gehen. Viele Hunde sind während der Schwangerschaft ihres Frauchens besonders anhänglich und geradezu „fürsorglich“.

Wenn Sie schließlich mit dem Baby aus dem Krankenhaus nach Hause kommen, bedeutet das für viele Hunde dennoch zunächst einmal Stress. Der gewohnte Tagesablauf ist völlig durcheinander, Herrchen und Frauchen sind erschöpft und vielleicht gereizt. Der Vierbeiner, der bis dahin wahrscheinlich die Nummer eins in der Familie war, muss plötzlich zurückstecken.

Um Unsicherheit und Eifersucht bei Ihrem Hund zu vermeiden, können Sie ihn schon während der Schwangerschaft auf die Ankunft Ihres Babys vorbereiten – und auch wenn das Baby da ist, helfen ein paar einfach Tipps, wie sich die beiden schnell aneinander gewöhnen.

Zeit für Veränderungen: Räumliche Veränderungen wie das Kinderzimmer, der Kinderwagen oder der Wickeltisch gehören zu einem Baby dazu. Geben Sie Ihrem Hund Gelegenheit, sich an diese Dinge zu gewöhnen und machen Sie ihm von Anfang an klar, dass zum Beispiel Babybettchen und Krabbeldecke tabu für ihn sind.

Supernasen: Hunde sind für ihre feine Nase bekannt. Tatsächlich riechen sie die hormonelle Veränderung durch die Schwangerschaft häufig, bevor Frauchen selbst Gewissheit durch einen Schwangerschaftstest hat. Ob ein Hund begreift, dass die Schwangerschaft mit der „plötzlichen“ Ankunft eines Babys endet, ist nicht klar – völlig unerwartet trifft Ihren Hund die Situation aber definitiv nicht.

Familienhierarchie: Je klarer die Rangordnung innerhalb der Familie ist, desto besser kommen Hunde mit der neuen

Situation zurecht. Hunde, die ihren Platz in der Familienhierarchie kennen, zeigen mitunter während der Schwangerschaft einen starken Beschützerinstinkt und übertragen diesen später auch auf das Baby.

Routine beibehalten: Wenn möglich, sollte Ihr Hund seinen vertrauten Platz zum Fressen und zum Schlafen behalten dürfen. Hunde, die von ihrem Stammplatz vertrieben werden, stellen leicht ihren Platz in der Rangordnung in Frage und versuchen möglicherweise, sich einen Platz über dem Baby zu „erkämpfen“.

Vertrauter Geruch: Wenn Sie nicht ambulant entbinden, kann der Papa vielleicht einen getragenen Strampler vom Baby mit nach Hause bringen und Ihrem Hund zum Schnuppern anbieten – so ist das Baby bei seiner Ankunft aus dem Krankenhaus nicht mehr völlig fremd.

Alltag mit Hund und Baby – so funktioniert’ s

Dos and Dont’s für den Haushalt mit Hund und Baby

  • Babybettchen und Kinderwagen sollten für den Hund tabu sein
  • Hundekorb und Fressnapf sollten für das Baby tabu sein
  • Hund und Baby möglichst nicht allein lassen
  • Hund so gut es geht in den Babyalltag integrieren
  • Dinge mit Hund und Baby gemeinsam machen: Spazierengehen, Stillen & Füttern etc.
  • Extra-Streicheleinheiten für Ihren Hund
  • Auf Hygiene achten. Händewaschen, etwas häufiger wischen und staubsaugen
  • Anzeichen für Allergien im Blick haben