Wie gewöhne ich meinem Kind den Schnuller ab?

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Er ist Zaubermittel und Zankapfel im Alltag mit Baby: Am Schnuller scheiden sich die Geister. Für viele Eltern ist der Gummisauger unverzichtbar, um ihre Kinder zu beruhigen oder zum Einschlafen zu bringen. Ein Kind, das ständig den Schnuller hat, geht aber doch vielen gegen den Strich . Nicht zuletzt gibt es Mediziner und Pädagogen, die dem Schnuller kritisch gegenüberstehen.
Wie der richtige Umgang mit Schnuller für Sie und Ihr Kind aussieht, entscheiden Sie selbst. Wenn Sie aber finden, dass es langsam Zeit ist, den Schnuller aus dem Haus zu verbannen, dann haben wir für Sie ein paar Tipps, wie es ohne Stress funktioniert.

Richtig oder falsch? - Fakten und Mythen rund um den Schnuller

So klappt’s mit der Schnuller-Entwöhnung

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„Radikalentwöhnung“ vermeiden: Für viele Kinder ist der Schnuller ein wichtiger Bestandteil des Alltags, der ihnen Sicherheit und Trost gibt. Ein radikaler Stopp ist meist mit Stress verbunden – auch für die Eltern.

Den richtigen Zeitpunkt finden: Die Abgewöhnung sollte nicht in eine Zeit fallen, in der große Veränderungen anstehen, z. B. der Beginn des Kindergartens oder die Geburt eines Geschwisterchens – besser eine Zeit wählen, in der die nötige Ruhe herrscht.

Wenn möglich, freiwillig: Falls Ihr Kind nicht zu denen gehört, die irgendwann von ganz allein kein Interesse mehr am Schnuller haben, sollten Sie dennoch versuchen, eine freiwillige Aufgabe des Schnullers zu verhandeln. Ab etwa 2 bis 2,5 Jahren sind Kinder in der Lage, sich bewusst von ihrem Schnuller zu verabschieden.

Schnullerzeiten reduzieren: Wenn Sie die Schnullerzeiten langsam zurückschrauben, fällt die Abgewöhnung leichter. Das funktioniert ab etwa einem Jahr. Viele Eltern beschränken den Schnuller auch auf bestimmte Bereiche, z. B. auf das Bett, auf das Auto oder den Kinderwagen.

Schnullerfee: Die Schnullerfee ist weit verbreitet: Wenn das Kind dazu bereit ist, legt es den Schnuller abends an einem vereinbarten Platz ab. Nachts kommt die Schnullerfee, sammelt den Schnuller ein und hinterlässt dafür ein kleines Geschenk. Diese Methode hat den Vorteil, dass Ihr Kind seinen Schnuller nicht aufgibt, sondern eher eintauscht. Einige Eltern erzählen ihrem Kind auch, dass die Schnullerfee den Schnuller den „kleinen Babys“ mitbringt.

Abgabe-Zeremonie: Manche Eltern ziehen ein Schnuller-Ritual dem Märchen von der Schnullerfee vor. Dabei kann das Kind den Schnuller zum Beispiel an einen Baum hängen, ihn selbst im Müll entsorgen oder im Garten verbuddeln. So trägt es aktiv bei und weiß immer, wo der Schnuller ist.

Dos and Dont’s für den Umgang mit Schnuller

  • Erst einen Schnuller anbieten, wenn das Trinken an der Brust oder aus dem Fläschchen reibungslos funktioniert
  • Auf die passende (altersgerechte) Schnullergröße achten
  • Schnuller nur zeitweise verwenden, z. B. bei Weinen, als Einschlafhilfe
  • Schnuller mit spätestens zwei Jahren abgewöhnen, um Fehlstellungen zu vermeiden
  • Entwöhnung nicht in Veränderungsphasen legen
  • Die Entwöhnung möglichst stressfrei gestalten – siehe Methoden zur Schnuller-Entwöhnung
  • Nicht unnötig sorgen: Kinder können auch sehr gut ohne jeglichen Schnuller aufwachsen, ohne zum mehrjährigen Daumenlutscher zu werden.