Unbeschwerte Sommerzeit

Wie schütze ich mein Baby vor Sonne und Hitze?

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Endlich Sommer! Ganz gleich, ob Ihr Baby im Sommer zur Welt kommt, ob es schon ein paar Monate alt ist oder im sonnenwarmen Gras seine ersten Krabbelversuche startet, Kinder und Erwachsene genießen die warme Jahreszeit gleichermaßen. So schön die langen Tage im Freien ohne ständiges An- und Umziehen auch sind – für Babys birgt die Sommerhitze auch ein Risiko. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen, damit Sie den Sommer mit Ihrem Kind unbeschwert genießen können.

Warum sind Babys im Sommer besonders gefährdet?

Die drei größten Gefahren für Babys im Sommer lauten Sonnenbrand, Dehydrierung und Überhitzung. Alle drei können gefährlich werden, wenn erste Anzeichen unbemerkt bleiben – seien Sie lieber etwas vorsichtiger mit der Sonne und achten Sie auf das Verhalten Ihres Babys.

Sonnenbrand: Wir alle wissen, dass UV-Strahlen unsere Haut schädigen können. Die Haut von Babys ist viel dünner als die von Kindern und Erwachsenen und der UV-Eigenschutz noch kaum ausgeprägt. Daher haben Babys der Sonne kaum etwas entgegenzusetzen. Im ersten Lebensjahr Ihres Babys sollten Sie direkte Sonne komplett meiden. Baby-Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor schützt die Haut, eignet sich aber eher für etwas ältere Babys.

Dehydrierung: Aufgrund ihrer geringen Körpergröße trocknen Babys schnell aus. Achten Sie daher im Sommer unbedingt auf regelmäßige Flüssigkeitszufuhr. Bei vollgestillten Babys müssen Sie sich eigentlich keine Sorgen machen – Ihr Kind bekommt ausreichend Flüssigkeit mit der Muttermilch. An sehr heißen Tagen trinkt es wahrscheinlich häufiger kleine Mengen. Babys, die bereits Beikost bekommen, sollten Sie immer wieder Wasser oder ungesüßte Tees anbieten.

Sonnenstich: Babys können ihre Körpertemperatur noch nicht richtig regulieren, zudem haben sie kaum schützende Haare. Hohe Temperaturen und direkte Sonneneinstrahlung können schnell zu einem Hitzestau oder einem gefährlichen Sonnenstich führen. Wenn Sie an heißen Tagen mit Ihrem Baby ins Freie möchten, dann am besten in den Morgenstunden und gegen Abend: Lockere, leichte Kleidung und ein Sonnenhut sind natürlich Pflicht – auch im Schatten.

SOS – so handeln Sie bei Anzeichen von Sonnenstich

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© 123RF

Durch massive Sonneneinstrahlung kann sich die Temperatur des Gehirns erhöhen. Die Folge ist möglicherweise ein Sonnenstich. Typische Anzeichen für einen Sonnenstich sind:

  • Hochroter Kopf
  • Deutliche Unruhe und Weinen
  • Fieber
  • Kühle Haut
  • Erbrechen
  • Apathie oder Bewusstlosigkeit

Ein Sonnenstich ist keine Kleinigkeit, nicht für Erwachsene und schon gar nicht für Babys. Darum gilt: Immer Vorsichtsmaßnahmen treffen und beim leisesten Verdacht auf Sonnenstich sofort zum Kinderarzt oder ins Krankenhaus fahren!

Schutz vor Insektenstichen

Die Sonne haben wir im Griff – wie sieht es mit Insekten aus? Da das Immunsystem von Babys noch wenig ausgeprägt ist, können Mücken- oder Wespenstiche teils heftige Reaktionen auslösen. Zeckenbisse bergen ein hohes Infektionsrisiko und sind nicht auf den ersten Blick erkennbar. Am besten sorgen Sie mit einem Insektennetz für den Kinderwagen und das Babybettchen vor. Insbesondere im Wald und in der Nähe von Seen sollten Sie Ihrem Baby lange Kleidung anziehen, um Stiche zu vermeiden.

Die wichtigsten Regeln für die heiße Jahreszeit

Direkte Sonne meiden: Ihren ersten Sommer sollten Babys am besten komplett im Schatten verbringen. Das ist nicht immer machbar – aber vermeiden Sie direkte Sonne weitestgehend und denken Sie an einen Sonnenschutz für Kinderwagen und Garten.

Ausreichend zu trinken anbieten: Wasser und verdünnte Tees sind optimal, um den erhöhten Flüssigkeitsbedarf zu decken. Die Getränke sollten nicht eisgekühlt sein – und seien Sie ruhig ein bisschen aufdringlich mit Fläschchen oder Trinkbecher.

Mittags drinnen bleiben: Verbringen Sie die heißen Mittagsstunden mit Ihrem Baby lieber drinnen – eine gute Gelegenheit, um bei einem Mittagschlaf neue Energie zu schöpfen.

Nie ohne Hut: Neugeborene sollten auch im Sommer ein leichtes Mützchen tragen –für ältere Babys ist Sonnenhut oder -tuch Pflicht, um vor Sonnenbrand und Hitzschlag, aber auch vor Zugluft zu schützen.

Kleidung anpassen: Leichte, weite Kleidung aus Naturmaterialien ist ideal – am besten im bewährten „Zwiebel-Look“, der einen Temperaturstau vermeidet. Mit besonders dicht gewebter UV-Schutzkleidung ist ihr Baby rundum geschützt. Vor allem nachts sollten Sie Ihrem Kind eher weniger anziehen, damit es ruhig schlafen kann.

Vorsicht im Auto: Lassen Sie Ihr Kind im Sommer niemals (auch nicht für Minuten) allein im Auto. Die Klimaanlage lieber nicht zu weit herunterdrehen, da Erkältungsgefahr droht.

UV-Schutz auch an bedeckten Tagen: Für etwas ältere Babys können Sie spezielle Baby-Sonnenmilch mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden, zum Beispiel, wenn Sie am Strand oder im Park sind.

Sommer-Must-haves:

 Das gehört zur Sommer-Grundausstattung für Ihr Baby

  • Sonnenhut – am besten mit Bändchen zum Knoten
  • Kurzarmbodys und Hemdchen aus dünner Baumwolle
  • Sonnenschutz für den Kinderwagen
  • Insektennetz für den Kinderwagen
  • Sonnenschirm oder Sonnenschutz für Garten und Park
  • Trinkflasche, dem Alter Ihres Babys entsprechend
  • Mückennetz für das Babybettchen
  • Frottee-Überzug für die Babyschale, alternativ ein Handtuch oder Stoffwindeln
  • Ggf. ein leichteres Tragetuch als das für den Winter
  • Ein flaches Planschbecken, sobald Ihr Baby sicher sitzen kann – nur unter Aufsicht!