Abgelaufene Lebensmittel: Kann ich das noch essen?

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Die Banane ist schon etwas braun, der Apfel hat eine Druckstelle und das Mindesthaltbarkeitsdatum des Quarks war vor zwei Tagen? Diese Lebensmittel kann man nicht mehr essen, oder? Im Normalfall stimmt diese Annahme nicht. In Deutschland landet jedes Jahr eine Unmenge an Lebensmitteln im Abfall, weil sie nicht mehr schön aussehen oder die Datumsgrenze überschritten ist. In den meisten Fällen ist das jedoch unnötig, denn die Produkte sind noch essbar. Auch Kinder vertragen abgelaufene Lebensmittel in der Regel so gut wie Erwachsene. Wir haben hilfreiche Informationen und wichtige Tipps rund um Lebensmittel für Sie zusammengetragen.

Mindesthaltbarkeit & Verfallsdatum: Der feine Unterschied

Ein Blick auf die Verpackung und das aufgedruckte Datum genügt und schon kann man feststellen, ob das Produkt abgelaufen ist oder nicht. So einfach geht es meist nicht. Schauen Sie sich das Datum genau an und achten Sie darauf mit welchem Verbrauchsinformationen es betitelt ist.

Mindesthaltbarkeit: Bis zu dem angegebenen Datum wird garantiert, dass das Produkt seine ursprünglichen Eigenschaften in Aussehen, Konsistenz und Inhaltsstoffen behält. Dabei liegt es an Ihnen, die Lebensmittel bis zu diesem Zeitpunkt richtig zu lagern. Auch nach Ablauf des Datums sind die Lebensmittel noch zu genießen. Sie sollten diese nur nach dem Öffnen genau inspizieren. Riecht das Brot oder der Käse

noch gut? Sieht er so aus wie vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum und schmeckt einwandfrei? Dann können Sie ihn bedenkenlos essen.

Verfallsdatum: Auf Fleisch und Fisch sollten Sie nach Ablauf des Verbrauchsdatums verzichten. Hier können sich schnell Keime und Bakterien entwickeln, die gesundheitsschädlich sind.

Abgelaufene Lebensmittel für Kinder?

Als Erwachsener kann man seinen Sinnen trauen, die Lebensmittel genau anschauen und dann entscheiden. Viele Eltern machen sich jedoch Gedanken, ob sie ihren Kindern die abgelaufenen Lebensmittel noch zum Essen geben sollten. Vertrauen Sie auf Ihre Nase, die Augen und probieren Sie ggf. ein kleines Stück Käse oder einen Löffel Pudding. Schmecken und riechen die Lebensmittel normal, kann auch Ihr Kind sie meist vertragen. Wenn Ihr Kind einen empfindlichen Magen hat, sollten Sie etwas vorsichtiger sein. Essen Sie den abgelaufenen Joghurt dann besser selbst und bieten Ihrem Kind einen frischen an.

Gehört das in den Kühlschrank? Wie lagere ich Lebensmittel richtig?

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Damit sich die Lebensmittel lange frisch halten, ist es hilfreich, sie auf ihre Bedürfnisse abgestimmt zu lagern. Kaufen Sie im Supermarkt möglichst frisch ein und verstauen Sie den Einkauf direkt danach im Kühlschrank.

Obst: Als Faustregel können Sie sich merken, dass heimische Obstsorten wie Äpfel oder Kirschen eher eine kühle Lagerung brauchen, während exotische Früchte lieber bei Zimmertemperatur gelagert werden sollten. Eine Ausnahme bilden zum Beispiel Kiwis oder Feigen, die im Kühlschrank besser aufgehoben sind. Achten Sie auch auf Druckstellen im Obst und verzehren sie diese Früchte zuerst.

Gemüse: Lagern Sie Ihr Gemüse gerne im Kühlschrank, damit es sich möglichst lange hält. Ausnahme: Von Kartoffeln, Kürbis, Tomaten oder Auberginen haben Sie länger etwas, wenn Sie sie bei Zimmertemperatur aufbewahren.

Milchprodukte: Butter, Joghurt, Milch & Co. gehören auf jeden Fall in den Kühlschrank. Wenn möglich, fühlen sie sich im mittleren Fach am wohlsten.

Fisch & Fleisch: Kaufen Sie diese Lebensmittel am besten immer erst kurz vor dem Verzehr und lagern Sie sie nicht länger als ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Hier gehören sie ins unterste Fach, wo es meist am kühlsten ist.

Essensreste: Ist am Abend mal etwas übrig geblieben, freut sich am nächsten Tag bestimmt noch jemand über die Extraportion Nudeln mit Soße. Nehmen Sie beides aus den Kochtöpfen und lagern Sie die Lebensmittel in einem flachen, abgeschlossenen Gefäß auf der obersten Ebene des Kühlschrankes.

 Abfall vermeiden – Was brauche ich wirklich?

  • Einkaufzettel & Essenplan: Machen Sie sich vor dem Einkaufen einen Plan, was Sie in der Woche kochen möchten und welche Zutaten Sie dazu brauchen. Dann noch etwas zusätzliches Obst und Gemüse und ein paar leckere Extras auf die Liste und Ihr Einkauf geht nicht nur schneller, sondern wird vermutlich auch günstiger.
  • Großpackungen meiden: Angebote wie 2 für 1 oder 30 % extra hören sich verlockend an. Überlegen Sie sich aber, ob Sie die Menge auch wirklich verbrauchen können. Wenn Sie am Ende die Hälfte entsorgen müssen, haben Sie nicht wirklich gespart.
  • Reste verwerten: Doch mal zu viel eingekauft oder am Vortag ist etwas übrig geblieben? Werfen Sie die Lebensmittel nicht gleich weg, sondern werden Sie kreativ und zaubern Sie etwas Neues daraus. Wenn Sie dabei etwas Unterstützung brauchen, gibt es zahlreiche Kochbücher, Rezepte im Internet oder zum Beispiel die App „Zu gut für die Tonne“ des Bundesministeriums für Ernährung, die Ihnen leckere Gerichte aus Resten vorschlägt.