Wie bringe ich meinem Kind gesundes Essverhalten bei?

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Die gesunde Ernährung von Kindern stellt Eltern vor viele Herausforderungen. Schließlich essen nur die wenigsten gerne Gemüse, Salat und Fisch. Um Kindern ein gesundes Essverhalten zu vermitteln, gehört jedoch nicht nur die Auswahl der Speisen zu den Aufgaben von Eltern und Bezugspersonen. Doch was bedeutet eigentlich ein gesundes Essverhalten? Wir haben Informationen und Tipps gesammelt, was ein gesundes Essverhalten ausmacht und wie Sie Ihrem Kind ein Gespür für die richtige Ernährung mit auf den Weg geben.

Gesundes Essverhalten – Was ist das eigentlich?

Kein Fett, keine Süßigkeiten: Wer an gesundes Essen denkt, dem fallen in erster Linie allerlei Verbote ein. Doch wie genau sieht eine gesunde Ernährung eigentlich aus? Und was hat das mit dem Essverhalten zu tun?

Gesunde Ernährung: Zu einer gesunden Ernährung gehört es, verschiedene Lebensmittelgruppen zu kombinieren und gegenseitig zu ergänzen. Da können mal Kartoffeln, mal Fleisch, mal Fisch und mal Salat auf dem Speiseplan stehen, das gerne auch mal gleichzeitig. Ausreichend Wasser und ein angemessenes Verhältnis von Fetten, Ballaststoffen, Eiweiß und Kohlenhydraten sind die Basis einer ausgewogenen Ernährung.

Gesundes Essverhalten: Das Essverhalten selbst hat nur in zweiter Linie etwas mit der Auswahl der Speisen zu tun. Denn neben dem, was ich esse, geht es bei einem gesunden Essverhalten auch darum, wie ich esse. Ein Bewusstsein für Essensmengen und Essenszeiten zu entwickeln, auf den Körper zu hören und zu wissen, wann es reicht, stehen hier im Fokus.

Wie kann ich gesundes Essverhalten vermitteln

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Kinder holen sich das, was sie brauchen. Hinter dieser Weisheit steckt ein wahrer Funke. Denn Kinder haben ein besseres Gespür für die eigenen Bedürfnisse als viele Erwachsene. Kinder schauen sich viel von den Eltern ab, ein gesundes Essverhalten braucht also ein Vorbild. Das Essverhalten später umzutrainieren ist nur schwer möglich, deshalb gilt: Am besten von Anfang an richtig machen!

Beim Essen Zeit lassen: Wer hastig isst, der schlingt sein Essen oft einfach herunter. Da das Sättigungsgefühl erst zeitversetzt einsetzt, ist es wichtig, in Ruhe und mit so wenig Ablenkung wie möglich zu essen.

Hunger aushalten: Klar, auch für Kinder ist das Hungergefühl unangenehm. Trotzdem schadet es nicht, dieses Gefühl für eine bestimmte Zeit auszuhalten. Braucht das Gericht noch 20 Minuten im Ofen, sollten Sie Ihrem Kind auch bei anstrengenden Quengeleien nicht vorab schon etwas zu essen reichen.

Alter des Kindes: Wenn Sie Ihrem Kind gesundes Essverhalten vermitteln wollen, spielt immer auch das Alter eine wichtige Rolle. Älteren Schulkindern können Sie genau erklären, warum manche Lebensmittel wichtiger sind als andere. Wenn Sie dann als Vorbild fungieren, entwickelt sich bei jüngeren Kindern von ganz alleine ein gesundes Essverhalten. Bei jüngeren Kindern kann man meist nicht mit Verständnis rechnen. Wenn Sie erklären, dass man von Süßigkeiten Löcher in den Zähnen bekommt, und dann beim nächsten Zahnarzttermin alles in Ordnung ist, merken Kinder schnell, dass etwas nicht stimmt.

Entspannt bleiben: Vielleicht erinnern Sie sich selbst noch daran, dass Sie bestimmtes Gemüse oder Fisch nicht mochten. Es ist vollkommen normal, dass Kinder bestimmte Speisen ablehnen und meist handelt es sich dabei genau um die gesunden Sachen. Später legt sich die Aversion gegen Rosenkohl, Salat und Spinat dann in der Regel ganz von allein.

Essen ist werder Belohnung noch Bestrafung: "Wenn du aufisst, gibt es Nachtisch", "Wenn du lieb bist, holen wir nachher noch ein Eis", "Wenn du noch mehr Schokolade isst, bekommst du schlechte Zähne" Essen sollte niemals zur Manipulation eingesetzt werden, denn damit wird es gelöst von seinem Ursprung: dem Sättigungsgefühl.

Vorbild sein: Vieles erlernen Kinder, indem Sie Eltern und andere Bezugspersonen nachahmen. Auch in Sachen Ernährung gilt deshalb: Versuchen Sie ein Vorbild zu sein. Ausgewogene Mahlzeiten, wenig zwischendurch, bei Zwischenmahlzeiten lieber zum Apfel greifen statt zu Kuchen. Nur so können Sie glaubhaft ein gesundes Essverhalten vermiteln.

Alles in Maßen: Sie müssen nicht alles Ungesundes streichen. Ein paar Leckereien sind in jedem Falle erlaubt. Viel wichtiger als Süßigkeiten und zu fettiges Essen zu verbieten, ist es Ihrem Kind zu erklären, dass diese Sachen ungesund sind und deshalb nicht in großen Mengen und zu häufig verzehrt werden sollten.

Satt ist satt: "Noch drei Löffel, dann darfst du aufstehen" - akzeptieren Sie, wenn Ihr Kind satt ist. Es muss seinen Teller nicht aufessen, wenn es nicht will. Das ist wichtig, damit Ihr Kind nicht verlernt. auf sein Sättigungsgefühl zu hören. Erklären Sie ihm besser, dass es sich beim nächsten Mal den Teller nicht so voll machen soll und lieber zwei Mal etwas weniger nimmt, damit am Ende nichts weggeschmissen weren muss.