Wie kläre ich mein Kind auf?

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Das Thema Aufklärung ist auch heute noch für viele Eltern eine Hemmschwelle. Nicht so sehr, weil es ihnen unangenehm ist, sondern eher, weil sie verunsichert sind: Wann sollte die sexuelle Aufklärung beginnen, welche Themen sind in welchem Alter angemessen? Sollte man gezielt erklären oder nur, wenn die Kinder fragen? Und reicht es nicht einfach, wenn zu Hause „Peter, Ida und Minimum“ im Bücherregal steht? Heute setzen sich kaum noch Mütter und Väter zum großen, klärenden Gespräch mit ihrem Kind hin und das ist auch völlig in Ordnung so. Denn sexuelle Aufklärung sollte am besten wie das Alltagsthema behandelt werden, das es nun mal ist: Wir haben ein paar Tipps gesammelt, wie Sie Ihr Kind altersgerecht aufklären können.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Aufklärung?

Im Grunde von Anfang an: Meist werden Kinder, die in einem offenen Elternhaus aufwachsen, spontan und von allein nach den Dingen fragen, die sie gerade beschäftigen – ob das nun die körperlichen Unterschiede sind, Verliebtsein oder wie ein Baby entsteht. Die eigentliche Aufgabe der Eltern ist es weniger, bestimmte Aufklärungsthemen „abzuarbeiten“, sondern vielmehr, ihrem Kind zuzuhören und mit ihm über die Themen zu sprechen, die gerade aktuell sind.

Sexuelle Aufklärung in der Schule: Der Sexualkundeunterricht ist im Lehrplan für das Fach Biologie vorgesehen. Ganz abnehmen kann die Schule den Eltern das Thema Aufklärung aber nicht. Zum einen ist es stark von der Schule und vom Lehrer abhängig, wie und in welchem Umfang Aufklärung behandelt wird. Zum anderen werden viele Kinder Schwierigkeiten haben, wenn sie bis zum Grundschulalter keinen offenen, „wissenden“ Umgang mit Sexualität gelernt haben.

Sexuelle Aufklärung: Es geht um mehr als den Körper

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Wie erkläre ich das?

Unterstützung bei der sexuellen Aufklärung

  • Aufklärungsbücher: Nicht jeder redet frei von der Leber weg über Sex, Geburten oder Geschlechtsmerkmale. Zudem sind viele Eltern unsicher, wie sie diese Themen „kindgerecht“ aufbereiten können. Aufklärungsbücher bieten Unterstützung, vor allem, wenn diese von Anfang an zum Inventar gehören – so wird das Thema mehr oder weniger selbstverständlich für die Kinder.
  • Ehrlichkeit: Geschichten vom Klapperstorch werden Ihnen früher oder später zum Verhängnis. Sie müssen nicht von Anfang an ins Detail gehen, aber antworten Sie ehrlich, wenn Ihr Kind Ihnen Fragen zur Sexualität stellt.
  • Offenheit: Es kann schwierig sein, auf die Fragen Ihres Kindes einzugehen, wenn Ihnen das Thema Sexualität unangenehm ist. Dennoch sollten Sie Ihrem Kind immer zeigen, dass es in Ordnung ist zu fragen und dass Sie ernsthaft antworten.
  • Fakten: Viele Kinder machen sich ihre eigene Vorstellung von Sexualität. Im Gespräch mit Ihrem Kind können Sie herausfinden, was es schon weiß und auf dieses Wissen aufbauen bzw. falsche Vorstellungen korrigieren.