Das machen wir selbst: Babynahrung selber kochen

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Endlich Brei! Zwischen dem fünften und siebten Lebensmonat wird es bei den meisten Babys Zeit für die erste Beikost. Und spätestens zu diesem Zeitpunkt stellt sich die Frage: Gläschen kaufen oder selber kochen? Die Diskussion um selbstgekochte Babynahrung wird gern und ausdauernd geführt: Fertigkost ist unwiderlegbar sehr praktisch und oft auch noch bio, selbstgekochter Brei ist dafür mit der nötigen Sorgfalt und natürlich mit viel Liebe zubereitet. Welcher Brei besser schmeckt, darüber entscheidet euer Baby. Sehr aufwendig muss das Selberkochen jedenfalls nicht unbedingt sein: Wir haben Tipps und Anregungen, die euch beim Kochen von Babynahrung helfen können.

Was spricht für selbstgekochte Babynahrung?

Überzeugung:
Wer das Essen für sein Kind selbst zubereitet, der weiß genau, was darin enthalten ist und wie es hergestellt wurde. Dieser Gedanke ist ausschlaggebend für die meisten Eltern. Allerdings kann man auch bei Bio-Gemüse und Bio-Fleisch, das man selbst gekauft und zubereitet hat, die Anbau- und Verarbeitungsmethoden sowie die Lieferwege nicht zu hundert Prozent nachvollziehen.
 

Abwechslung:
Beim schier endlosen Angebot an Babynahrung im Supermarktregal muss sich eigentlich niemand über mangelnde Auswahl beklagen. Selber kochen kann dennoch die geschmackliche Vielfalt erweitern, z. B. wenn ihr Petersilie, etwas Butter oder immer mal wieder eine neue Obst- oder Gemüsesorte in den Brei mischt.

Allergien und Abneigungen:

Es kommt sehr selten vor, dass Kinder schon im Babyalter eine Lebensmittelallergie entwickeln. Wenn ein Baby bestimmte Lebensmittel wie Weizen, Nüsse, Sellerie oder Schalenfrüchte nicht verträgt, kochen viele Eltern lieber selbst, um das Risiko einer allergischen Reaktion zu mindern. Und: Einige Babys mögen einfach keine Gläschen.

Wie kann ich Babynahrung selbst kochen?

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Dämpfen statt kochen:
Beim Dämpfen bleiben die meisten Vitamine und Nährstoffe enthalten. Optimal sind daher verschiedene Dämpfeinsätze passend zu Ihren Topfgrößen.
 

Hochwertiges Fett muss sein:
Babys und Kleinkinder nehmen mit der Muttermilch relativ viel lebensnotwendiges Fett auf. Daher sollte auch die Babynahrung immer etwas Fett enthalten. Für den Anfang eignet sich ein warmgepresstes (raffiniertes) Raps- oder Keimöl am besten. Kaltgepresste Öle bitte erst nach dem ersten Lebensjahr, sonst können die Nieren Ihres Babys belastet werden!
 

Auf Salz und Zucker verzichten:
Für den Anfang solltet ihr Gemüse, Obst und andere Lebensmittel möglichst ohne Zucker, Salz und Gewürze zubereiten. Da die meisten Babys es süß mögen, könnt ihr ruhig einmal Karotte mit etwas Apfel oder Pastinake und Birne kombinieren.
 

Auf Abwechslung achten:
Als Grundregel für die Umstellung auf Brei gilt: Einmal in der Woche solltet ihr einen neuen Geschmack einführen. Das kann eine Gemüse- oder Obstsorte sein, etwas Fisch, Kräuter oder auch mal etwas Butter statt Öl. Vor allem könnt ihr die selbstgekochten Gemüsesorten immer wieder neu kombinieren, um den Geschack zu variieren.
 

Bio-Gemüse und Bio-Fleisch verarbeiten:
Bio-Produkte sind nicht unbedingt nährstoffreicher, aber ihre Schadstoffbelastung ist in der Regel geringer, sodass der empfindliche Stoffwechsel eures Babys geschont wird.
 

Auf Vorrat kochen:
Kocht und püriert einmal in der Woche eine größere Menge Gemüse, ggf. auch Getreide, Kartoffeln und Fleisch. So könnt ihr Zutaten zu verschiedenen "Menüs" kombinieren oder pur portionsweise einfrieren und je nach Bedarf auftauen.
 

Portionsbehälter verwenden:
Zum Einfrieren eignen sich kleine Vorratsbehälter aus Plastik (tiefkühlgeeignet) oder ganz einfach Eiswürfelbehälter. So könnt ihr die Portionen noch flexibler auswählen.

Die wichtigsten Fragen rund um selbstgekochte Babynahrung

  • Ist das Kochen nicht viel aufwendiger als Gläschen?
    Wenn ihr konsequent selbst für euer Baby kocht, ist es kaum Aufwand: Viele Eltern kochen etwa einmal in der Woche ein paar Sorten Gemüse, Getreide und Fisch oder Fleisch und frieren die pürierte Babynahrung portionsweise ein. Das dauert insgesamt eine halbe bis eine Stunde und somit nicht viel länger als der Gang zum Supermarkt.
     
  • Ist Selberkochen günstiger als Babynahrung aus Gläschen?
    Wer regelmäßig größere Mengen zubereitet, spart vielleicht etwas Geld. Allerdings kochen die meisten Eltern eher aus Überzeugung selbst als auch finanziellen Gründen. Dazu kommt, dass ihr, je größer euer Baby wird, immer mehr unterschiedliche Obst- und Gemüsesorten sowie Fleisch und Fisch einkaufen müsst.
  • Wie kann ich sicherstellen, dass mein Baby alle Vitamine und Nährstoffe bekommt?
    Die nährstoffschonendste Zubereitungsmethode ist das Dämpfen mit einem Dämpfeinsatz. Es gibt auch spezielle Dampfgarer für Babynahrung, in denen ihr das Essen garen und gleich pürieren könnt. Ob sich diese Investition lohnt, müssen Eltern für sich selbst entscheiden.
  • Brauche ich besondere Kochgeräte, um für mein Baby zu kochen?
    Im Grunde braucht ihr nur mindestens einen Dämpfeinsatz und einen guten Pürierstab oder Mixer. Dabei handelt es sich idealerweise um ein stufenlos einstellbares Modell, das auch kleinere Mengen verlässlich und gleichmäßig zerkleinert. Unverzichtbar sind Vorratsbehälter.
  • Ist es ok, selbstgekochte Babynahrung in der Mikrowelle aufzutauen?
    Für den Nährstoffgehalt und die Strahlenbelastung der Nahrung ist das Auftauen bzw. Erwärmen von Babynahrung in der Mikrowelle ungefährlich. Allerdings erwärmt die Mikrowelle die Nahrung ungleichmäßig, sodass einige Stellen sehr heiß werden können und andere wiederum noch relativ kalt sind. Daher solltet ihr in der Mikrowelle erwärmte Speisen vor dem Füttern immer gut durchrühren und probieren.