Ihr Baby „turnt“ herum

Was passiert in SSW 18?

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In der Mitte des 5. Schwangerschaftsmonats hat Ihr Baby seine direkte Umgebung für sich erobert und nutzt den zur Verfügung stehend Platz in der Gebärmutter voll und ganz aus: Es dreht sich, überschlägt sich, spielt mit der Nabelschnur und mit seinen Händen – alles, um seine Muskeln und seine Reflexe zu trainieren und die Nervenverbindungen weiter zu verfeinern. Und ganz vielleicht spüren Sie diese Bewegungen jetzt schon als leichtes Flattern im Unterbauch. Viele Frauen halten in der 18. SSW häufig inne und horchen in sich hinein: Hat sich da gerade etwas geregt?

Wie entwickelt sich mein Baby in der 18. Schwangerschaftswoche?

  • Unverwechselbare Finger: Die Finger und Handgelenke Ihres Babys sind schon seit längerer Zeit voll entwickelt. Ab SSW 18 bilden sich auch die Fingernägel, die zunächst noch so weich wie Haut sind. Und: An den Fingerkuppen Ihres Babys beginnen sich die unverwechselbaren Fingerabdrücke zu zeigen, die es sein ganzes Leben lang tragen wird.
  • Kopf- und Körperhaare wachsen: Das feine Lanugo-Haar bedeckt den Körper des Fötus schon seit einigen Wochen. Um den 5. Schwangerschaftsmonat herum beginnt auch das Kopfhaar zu wachsen – einige Babys kommen sogar mit einem dichten Haarschopf zur Welt.
  • Toben und Schlafen im ständigen Wechsel: Noch schläft der Fötus in Ihrem Bauch etwa rund 20 Stunden täglich, allerdings nie besonders lange am Stück. Ein ausgeprägter Schlaf-Wach-Rhythmus ist noch nicht vorhanden, stattdessen wechseln sich sehr aktive Phasen und Schlafphasen in kurzen Intervallen ab.
  • Arme und Beine wachsen: In den letzten Wochen hat sich das Baby deutlich gestreckt und zunehmend seine endgültigen Proportionen angenommen. In SSW 18 wachsen nun noch einmal die Arme und Beine, gleichzeitig entwickelt sich die Muskulatur an Rücken, Hals und an den Extremitäten weiter.
  • Atembewegungen: Auf dem Ultraschall ist ein Heben und Senken des Brustkorbs zu beobachten, wenn das Baby Fruchtwasser ein- und ausatmet. Auf diese Weise trainiert es den überlebenswichtigen Atemreflex, der für den ersten Atemzug nach der Geburt verantwortlich sein wird.
  • Größe des Fötus in der 18. SSW: zwischen 13 und 14 cm

 

Körperliche Veränderungen – was passiert bei der Mutter in SSW 18?

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Hitzewallungen: Sie trinken eine Tee, essen etwas stark gewürztes oder betreten ein gut geheiztes Zimmer und schon bricht Ihnen der Schweiß aus. Durch den veränderten Hormonhaushalt erleben viele Frauen in der Schwangerschaft das, was eigentlich als typisch für die Wechseljahre gilt. Vermeiden lassen sich Hitzeschübe und Schweißausbrüche nicht - aber Sie können zum Beispiel mit Kleidung im Zwiebellook für Abkühlung sorgen.

Ein leichtes Flattern im Bauch: Einige Frauen spüren in SSW 18 vielleicht zum ersten Mal, wie ihr Kind sich in ihrem Bauch bewegt - nicht etwa als Tritt, sondern als ganz zartes Flattern oder Pochen. Häufig lässt sich zunächst auch gar nicht eindeutig zwischen Kindesbewegungen und Bewegungen der Verdauungsorgane unterscheiden. Für die werdende Mutter sind die ersten Bewegungen ihres Babys Besonders, das die Mutter-Kind-Beziehung deutlich intensiviert.

Wadenkrämpfe: In der Schwangerschaft steigt nicht nur der Bedarf an Eisen und Jod, sondern auch an Magnesium. Vielleicht wachen Sie in der 18. SSW hin und wieder nachts mit Wadenkrämpfen auf: Diese Muskelkrämpfe sind ein typisches Anzeichen von Magesiummangel, der sich mit gesunder Ernährung leicht beheben lässt. Gute Magnesiumlieferanten sind zum Beispiel Bananen, Nüsse und Mandeln.

Nicht vergessen:

Termine in der achtzehnten Schwangerschaftswoche

  • Tägliche Bauchmassage einplanen: Eine Schwangerschaft geht an der Haut meist nicht spurlos vorüber – die Kombination aus starker Dehnung und deutlich erweiterten Gefäßen kann schon in der 18. SSW Dehnungsstreifen verursachen. Ganz vermeiden lassen sich die Streifen leider nicht, auch nach der Geburt bleiben sie Zeugen der Schwangerschaft. Aber mit viel Pflege und leichten Zupfmassagen können Sie das Gewebe auf die Beanspruchung vorbereiten und Dehnungsstreifen eindämmen. Nehmen Sie sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit, um nach dem Duschen oder vor dem Zubettgehen die Haut an Bauch, Po und Oberschenkeln sanft mit den Fingerspitzen zu zupfen und ein pflegendes Öl oder eine Lotion einzumassieren.
  • Erste Babykleidung kaufen: Vielleicht wissen Sie schon, ob Ihr Baby ein Junge oder ein Mädchen wird? Viele Schwangere können stundenlang in der süßen Babykleidung stöbern, die im Handel angeboten wird. Unabhängig davon, ob Sie das Geschlecht Ihres Babys wissen, können Sie ruhig jetzt schon anfangen, ein paar Bodys oder Hemdchen zu kaufen. Damit wird das Baby in Ihrem Bauch noch ein Stück greifbarer, auch für Ihren Partner, der sich vielleicht schon an die Einrichtung des Babyzimmers gemacht hat.
  • Ein dickes Kissen für die Nacht besorgen: Ein Stillkissen oder ein zusätzliches Kissen unter dem Kopf kann in der 18. SSW helfen, Sodbrennen am Abend in Schach zu halten. Da der Kopf höher gelagert ist, kann die Magensäure nicht so leicht in der Speiseröhre aufsteigen und das typische Brennen verursachen. In Seitenlage zwischen die Knie geklemmt, hilft das Kissen auch gegen Ischiasbeschwerden während der Nacht.