Das passiert in SSW 24

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 Jetzt ist der sechste Schwangerschaftsmonat schon fast vorbei. In der 24. SSW ist Ihr Baby weiterhin mit der Entwicklung beschäftigt. Das rasante Wachsen vom Anfang hat sich jetzt etwas verlangsamt und es wird immer mehr Energie in die Gewichtszunahme gesteckt: Arme und Beine fangen schon an, den ersten Babyspeck anzusetzen. Sie werden immer stärker und zeigen das auch durch ein aktives Training. Wahrscheinlich spüren Sie Ihr Baby dadurch immer intensiver. Was sonst noch alles in dieser Woche passiert, können Sie hier nachlesen.

Wie entwickelt sich mein Baby in der 24.Schwangerschaftswoche?

  • Die Lunge wächst weiter: Die Lunge entwickelt sich von den inneren Organen als letztes. In der 24. SSW wird sie weiter ausgeformt. Auch nach der Geburt Ihres Babys wird die Lunge noch reifen, bis sie ihre volle Kraft entfalten kann.
  • Eigener Schlaf-Wach-Rhythmus entwickelt sich: In den letzten Wochen hat Ihr Baby schon gelernt Hell und Dunkel zu unterscheiden. So langsam entwickelt es auch seinen eigenen Schlafrhythmus. Dieser muss aber nicht zwangsläufig mit dem der Mutter übereinstimmen und oft merken Sie, dass Ihr Baby so richtig aktiv wird, wenn Sie schlafen wollen.
  • Die Hautschichten sind gebildet: Die Haut des Fötus ist immer noch zart. Langsam führt aber die Verhornung der Schichten dazu, dass sie immer widerstandsfähiger und wasserabweisend wird. Damit wappnet sich Ihr Baby jetzt schon für die Welt außerhalb der schützenden Gebärmutter.
  • Das Auge ist fertig entwickelt: Obwohl sie immer noch geschlossen sind, könnte Ihr Baby seine Augen theoretisch jetzt schon benutzen. Die Farbe der Iris wird sich aber noch ändern. Erst im Laufe des ersten Lebensjahres entwickelt sich aus den anfangs meist strahlend blauen Augen die zukünftige Augenfarbe.
  • Größe des Fötus in SSW 24: etwa 32 cm

Körperliche Veränderungen – was passiert bei der Mutter in SSW 24?

Mutterbänder werden stärker belastet: Die Gebärmutter wird mit dem wachsenden Baby immer schwerer und belastet auch immer stärker die Bänder, die sie links und rechts im Bauchraum halten. Manche Frauen spüren deshalb jetzt immer öfter ein unangenehmes Ziehen im Bauch. Vielen hilft es, sich öfter zu entspannen, die Beine hoch- oder sich hinzulegen.

Fester Bauch: In der 24. SSW führen Verstopfung oder Blähungen dazu, dass sich Ihr Bauh öfter sehr fest anfühlt und empfindlich auf Druck reagiert. Ausreichend Flüssigkeit und leichtes Spazierengehen können helfen, die Verdauung wieder in Schwung zu bringen und Ihren Bauch weicher werden zu lassen.

Schwangerschaftsdiabetes

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Schwangerschaftsdiabetes gehört im letzten Drittel mit zu den häufigsten Komplikationen während einer Schwangerschaft. Wird die Diabetes rechtzeitig erkannt, können die Risiken für Mutter und Kind relativ gering gehalten werden. Deshalb wird der Arzt mit Ihnen in den nächsten Wochen einen Test auf Schwangerschaftsdiabetes durchführen.

Was ist Schwangerschaftsdiabetes?

Durch die Schwangerschaftshormone verlangsamt sich der Stoffwechsel und auch Zucker wird im Blut nicht mehr so schnell abgebaut, da der Körper nicht mehr genügend Insulin produziert. Dadurch erhöht sich der Blutzuckerspiegel der Mutter. Ist der Spiegel ungewöhnlich hoch, spricht man von Schwangerschaftsdiabetes. Nach der Entbindung steigt die Produktion meist wieder von selbst an und der Zuckerabbau normalisiert sich.

Welches Risiko besteht?

Wird die Schwangerschaftsdiabetes rechtzeitig erkannt, kann meist ganz einfach vorgebeugt werden. Bleibt sie aber unentdeckt, kann dies zu Entwicklungsstörungen beim ungeborenen Baby führen. Es wächst ggf. zu schnell und ist zu schwer für eine natürliche Geburt. Auch die inneren Organe wachsen schnell, ohne dabei zu reifen. Dadurch kann das Neugeborene unter Atemnot oder Gelbsucht leiden. Für die Mutter erhöht sich das Risiko einer Harnwegsinfektion oder Präeklampsie, eine erhöhte Eiweißausscheidung im Urin.

Wie wird getestet?

Ihr Arzt wird Sie bitten ein Glas mit aufgelöstem Traubenzucker zu trinken. Nach einiger Zeit wird ihr Blutzuckerspiegel gemessen. Hat Ihr Körper genügend Zucker abgebaut, besteht kein Verdacht auf Schwangerschaftsdiabetes. Ist der Wert zu hoch, wird ein zweiter Zuckertest durchgeführt, in dem Ihnen im nüchternen Zustand und nach Einnahme der Zuckerlösung noch einmal Blut abgenommen und getestet wird.

Was kann ich tun?

Nach der Diagnose wird Ihr Arzt Sie beraten, wie Sie Ihre Nahrungsaufnahme umstellen können. Meist reichen eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung aus, um die Schwangerschaftsdiabetes zu behandeln. Bleibt der Blutzuckerspiegel danach immer noch erhöht, kann Ihr Arzt zusätzliches Insulin verabreichen.

Nicht vergessen:

Termine in der 24. Schwangerschaftswoche

Test auf Rhesus-Unverträglichkeit: Bereits bei der ersten Untersuchung wurden Ihr Rhesusfaktor und der Ihres Kindes getestet. Zwischen der 24. und 27. SSW wird der Test noch einmal durchgeführt. Normalerweise haben Mutter und Kind zwei voneinander getrennte Blutkreisläufe. Diese kommen aber z.B. bei der Geburt oder Mikroblutungen in der Plazenta miteinander in Kontakt. Ist die Mutter Rhesus-negativ, das Blut des Fötus aber Rhesus-positiv, entwickelt die Mutter Antikörper. In der ersten Schwangerschaft ist dies noch nicht schlimm, da die Zahl der Antikörper normalerweise relativ gering bleibt. Wird bei diesem Test eine Unverträglichkeit festgestellt, können Sie in nachfolgenden Schwangerschaften vorbeugend behandelt werden.