Das passiert in SSW 25

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Mit der 25. Schwangerschaftswoche bricht der siebte Monat Ihrer Schwangerschaft an. Vielleicht waren Sie in den letzten Wochen noch einmal im Urlaub und haben sich etwas Entspannung vor der Geburt gegönnt. So langsam macht sich der größer werdende Babybauch bemerkbar und Sie spüren wahrscheinlich immer häufiger Rückenschmerzen. Was bei Ihrem Baby und Ihnen in der 25. SSW noch passiert, können Sie bei uns lesen.

Wie entwickelt sich mein Baby in der 25.Schwangerschaftswoche?

  • Die Haut nimmt Farbe an: Bis jetzt waren die Hautschichten Ihres Babys noch leicht durchsichtig. In der 25. SSW entstehen in der untersten Schicht die Kapillargefäße. Dadurch kann das Blut unter der Haut fließen und gibt ihr langsam die typisch rosige Farbe.
  • Aktives Training: Ihr Kind nutzt den Platz in der Gebärmutter voll aus, wechselt häufig seine Position und trainiert seine Muskeln durch Tritte und Greifen. Bis jetzt hat es noch genügend Platz, doch es wächst und wächst und bald wird es zu eng für ausladende Akrobatikübungen wie Purzelbaum und Boxtraining.
  • Kleine Fettpolster: Das aktive Training und die kleinen Fettreserven, die jetzt bereits unter der Haut angelegt werden, sorgen dafür, dass die Haut immer mehr ausgepolstert wird. Das Baby sieht jetzt von Woche zu Woche mehr wie ein Neugeborenes aus.
  • Geschmackssinn wird differenzierter: Der Fötus schluckt schon seit Wochen das Fruchtwasser. Doch jetzt kann er es auch schmecken. Neben den grundlegenden Geschmäckern sauer, süß, salzig und bitter kann er jetzt auch sensibler schmecken und sein späterer Geschmackssinn reift aus.
  • Das Großhirn verfeinert sich: In der Großhirnrinde, dem Cortex, differenziert sich das Großhirn in SSW 25 immer weiter. Bis jetzt haben die vor einigen Wochen entwickelten Hirnregionen die Steuerung der wichtigsten Körperfunktionen übernommen. Nach und nach übernimmt jetzt aber das Großhirn die Koordination der motorischen und sensorischen Funktionen des Fötus.
  • Größe des Fötus in SSW 25: ca. 33cm

Körperliche Veränderungen – was passiert bei der Mutter in SSW 25?

Erhöhter Flüssigkeitsbearf: In der 25. SSW wird das Fruchtwasser in der Gebärmutter ungefähr alle zwei Stunden komplett ausgetauscht. Deshalb steigt jetzt der Flüssigkeitsbedarf der Mutter noch mehr und viel trinken ist nach wie vor sehr wichtig.

Anfälliger für Infektionen: Das Gewebe der Mutter wird in der Schwangerschaft durch die Hormone gelockert. Das soll vorzeitige Wehen vorbeugen. Sie werden aber auch anfälliger für Infektionen. Kündigt sich eine Harnwegsinfektion durch Brennen oder Schmerzen beim urinieren an, sollten sie sofort zum Arzt gehen und sich behandeln lassen. Eine Verschleppung kann zu Komplikationen oder sogar einer Fehlgeburt führen. Wird die Infektion aber rechtzeitig erkannt, kann der Arzt sie recht einfach behandeln.

Ständiger Harndrang: Nicht nur mehr trinken führt dazu, dass Sie jetzt gerne eine Toilette in der Nähe wissen. Auch die Gebärmutter ist jetzt ungefär so groß wie ein Fußball und drückt kräftig auf Ihre inneren Organe.

Unruhiger Schlaf: Der wachsende Babybauch kann Sie jetzt auch um Ihren wohlverdienten Schlaf bringen. Viele Frauen versuchen jetzt auf der Seite schlafen und den Bauch mit einem extra Kissen zu stützen, damit Sie die Belastung durch die Babykugel etwas ausgleichen können. Am angenehmsten ist jetzt wahrscheinlich der Schlaf auf der linken Körperseite. In dieser Position wird die Hohlvene am wenigsten belastet und das Baby drückt nicht zu stark auf die inneren Organe.

Rückenschmerzen: Zum Beginn des 7. Schwangerschaftsmonats fangen viele Frauen an, die zusätzliche Belastung auf ihren Rücken deutlich zu spüren. Das Baby zieht Sie nach vorne und Sie fallen automatisch ins Hohlkreuz. Die weibliche Wirbelsäure ist aber für eine Schwangerschaft gerüstet. Im Gegensatz zur männlichen Wirbelsäule ist die Lendenwirbelsäure bei der Frau stärker und biegsamer und kann das Hohlkreuz und die zunehmende Blastung auffangen.

Nicht vergessen:

Termine in der 25. Schwangerschaftswoche

Übungswehen setzen ein: Bereits in der 25. SSW kann es vorkommen, dass sich Ihr Bauch ruckartig zusammenzieht und hart wird. Das fühlt sich, besonders beim ersten Mal, sehr ungewohnt an und es ist normal, dass Sie unruhig werden. Im Normalfall handelt es sich dabei um Übungswehen, die nur kurz und nicht mehr als drei Mal in der Stunde auftreten. Wenn Sie unsicher sind, können Sie mit Ihrer Hebamme oder dem Arzt besprechen, wie Sie sich bei leichten Wehen verhalten sollten. Mit der Zeit werden Sie sich daran gewöhnen und lernen die Wehen einzuschätzen. Diese werden Sie bis zur Geburt begleiten, denn der Körper übt jetzt schon für die Entbindung. Wenn Sie bereits im Vorbereitungskurs Atemübungen gelernt haben, ergibt sich hier eine gute Gelegenheit diese zu üben. Merken Sie, dass die Wehen kräftiger und häufiger auftreten, sollten Sie sich mit Ihrem Arzt in Verbindung setzen. Dieser wird dann versuchen die Wehen zu stillen und Sie zum weiteren Vorgehen beraten.