Der letzte Monat: Das passiert in SSW 38

Schwangerschaftsverlauf_SSW_38_v2_123_650_.jpg
© 123RF

Sie sind jetzt im zehnten Monat Ihrer Schwangerschaft und damit beginnt das Warten. Die wenigsten Babys kommen genau am errechneten Geburtstermin zur Welt, sondern zwei Wochen früher oder später. Deshalb sollten Sie bis jetzt schon alle wichtigen Vorbereitungen erledigt haben. Ist bei Ihnen aus irgendwelchen Gründen ein Kaiserschnitt geplant, wird dieser wahrscheinlich diese Woche durchgeführt. Was Sie diese Woche noch erwartet, lesen Sie hier.

Wie entwickelt sich mein Baby in der 38.Schwangerschaftswoche?

  • Die 3kg Grenze: Ihr Baby wiegt in SSW 38 um die 3000g. Bis zur Geburt wird es voraussichtlich noch etwa 30g pro Tag zunehmen. Jungen sind zwar meist etwas schwerer als Mädchen, trotzdem ist jetzt in jedem Fall ausreichend Fettpolster angelegt.
  • Kortison Produktion steigt: Kurz vor der Geburt werden im Köper Ihres Babys vermehrt Kortisonhormone ausgeschüttet. Diese bereiten die Lunge auf ihren ersten Atemzug mit frischem Sauerstoff vor.
  • Ein fertiges Köpfchen: In den letzten Wochen hat sich das Gehirn Ihres Babys kräftig entwickelt und verfeinert. Der Kopfdurchmesser ist proportional mit dem Gehirn immer größer geworden und beträgt in SSW 38 etwa 10cm. Auch der Muttermund wird sich bei der Geburt zehn Zentimeter öffnen, damit Ihr Baby problemlos durch ihn hindurch passt.
  • Größe des Fötus in SSW 38: ca. 50cm

Körperliche Veränderungen – was passiert bei der Mutter in SSW 38?

Schwangerschaftsverlauf_SSW_38_v2_123_650.jpg
© 123RF

Gewichtsverlust vor der Geburt: Auch wenn der Bauch mit dem Baby vor der Geburt häufig noch einmal deutlich wächst, bemerken viele Frauen, dass die vorher stetige Gewichtszunahme jetzt stagniert. Manche Frauen nehmen kurz vor der Geburt sogar etwas ab, da ihr Baby auf den Magen drückt und sie nur noch kleine Portionen essen können.

Leichter Durchfall: In der 38. SSW steht die Geburt kurz bevor. Wenn Sich die Gebärmutter regelmäßig zusammenzieht und das gewebelockernde Prostaglandin vermehrt ausgeschüttet wird, wirkt sich das auch auf die Verdauung aus. Sehr weicher Stuhlgang oder leichter Durchfall sind aus diesem Grund kurz vor der Geburt keine seltenen Symptome.

Nervosität: In der SSW 38 macht bei vielen Frauen jetzt das Unterbewusstsein verstärkt auf sich aufmerksam. Besonders nachts, wenn Sie schlecht schlafen können und nicht vom Alltag abgelenkt sind, schwirren Gedanken über die Zeit nach der Geburt in Ihrem Kopf herum. Versuchen Sie ruhig zu bleiben und die kommenden Tage noch einmal Kraft zu tanken. Wenn Sie sich zu viele Sorgen machen, helfen Gespräche mit Partner, Hebamme, Arzt oder anderen Vertrauten.

Geplanter Kaiserschnitt: Wie kommt mein Baby auf die Welt?

Nicht immer ist es möglich oder gewollt, dass ein Baby vaginal geboren wird. Ggf. sind die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind zu groß, wie z. B., wenn die Plazenta den Muttermund verschließt oder die Geburtsposition des Babys nicht optimal ist. In einigen Fällen ist der Kaiserschnitt auch ein expliziter Wunsch der Mutter. Ein geplanter Kaiserschnitt wird in der Regel in der 38. Schwangerschaftswoche durchgeführt, damit die natürliche Geburt nicht vorzeitig startet.

Was passiert während der OP? Wird der Kaiserschnitt geplant und ohne Komplikationen durchgeführt, dauert er ungefähr eine Stunde. Die Mutter wird lokal betäubt und erlebt die Geburt Ihres Kindes bei vollem Bewusstsein. Während der OP wird ein Schnitt in der Bikinizone durchgeführt und die Hautschichten bis auf die Gebärmutter durchtrennt. Danach wird das Baby aus der Fruchtblase befreit, abgenabelt und die Plazenta entfernt. Eine sanftere Methode, der Misgav-Ladach Kaiserschnitt, sieht vor, dass die Hautschichten nicht glatt durchtrennt, sondern vorsichtig gedehnt und gerissen werden. Dadurch entstehen ausgefranste Wundränder, die nach der Geburt schneller und schmerzfreier zusammenheilen können.

Welche Risiken entstehen für Mutter und Kind? Nach heutigem medizinischen Stand verläuft die Mehrheit der Kaiserschnitte ohne Komplikationen. Für die Mutter ist ein Kaiserschnitt trotzdem meist wesentlich risikoreicher als für ihr Baby. Durch die veränderte Blutgerinnung während der Schwangerschaft treten häufiger Thrombosen oder Lungenembolien auf oder die Wundränder entzünden sich. Da das Baby bei einem Kaiserschnitt nicht durch den engen Geburtskanal muss, wird das Fruchtwasser zunächst nicht aus den Lungen gepresst. Es wird aus diesem Grund direkt nach der Geburt abgesaugt, um leichte Atemnot oder das Risiko für Asthma zu verringern.

Was passiert nach dem Kaiserschnitt? In der Regel halten Sie Ihr Baby direkt nach der Operation in Ihren Armen. Auch das Anlegen zum Stillen sollte keine Probleme bereiten. Sie müssen aber noch einige Zeit überwacht werden, bis Sie nach Hause gehen dürfen.

Nicht vergessen:

Termine in der 38. Schwangerschaftswoche

Geburtskarten vorbereiten: Wenn Ihr Baby endlich da ist, wollen Sie es wahrscheinlich am liebsten der ganzen Welt mitteilen. Warum nicht in Form einer niedlichen Karte mit einem Foto, Geburtstag, -gewicht, -zeit und -ort? Bis Sie diese Daten eintragen können, braucht es noch ein bisschen Zeit. Diese können Sie sich damit vertreiben zu überlegen, wer alles eine Karte erhalten und wie diese aussehen soll. Wenn Sie die Karten selber basteln möchten, geht die Zeit bis zur Geburt vielleicht ein bisschen schneller vorbei.