Erstausstattung für das Baby

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Was brauche ich wirklich?

Neun Monate Schwangerschaft mag Ihnen anfangs wie eine sehr lange Zeit vorkommen – aber sie verfliegt erstaunlich schnell, wenn es darum geht, alles Notwendige für die Geburt und die Zeit mit Baby zu organisieren. Zu den wichtigsten Punkten auf der To-Do-Liste für werdende Eltern gehört zweifelsohne die Erstausstattung für das Baby. Hier kann man schon mal den Überblick verlieren: Freunde und Familie geizen nicht mit guten Tipps, was man unbedingt braucht und auch im Baby-Fachmarkt ist die Auswahl an Kleidung, Spielzeug und Babyzimmer-Einrichtung unüberschaubar groß. Wir erleichtern Ihnen den Kauf der Erstausstattung mit einigen Tipps und einer praktischen Checkliste zum Download.

Tipps für die Baby-Erstausstattung

  • Rechtzeitig anfangen: Mit dem Beginn der zweiten Schwangerschaftshälfte sollten Sie langsam anfangen, die Erstausstattung zu besorgen. So kommt kein Stress auf und Sie haben einen Zeitpuffer für eventuelle längere Lieferfristen etc.
  • Langfristig denken: Größere Käufe wie Kinderwagen, Babybett oder Wickeltisch lohnen sich mehr, wenn sie möglichst lange genutzt werden können – viele Produkte „wachsen mit“ oder können für Kleinkinder umgebaut/angepasst werden.
  • Insider-Informationen einholen: Nehmen Sie beim Shoppen am besten eine andere Mama mit, die ihre Erfahrungen weitergibt – so bekommen Sie einen guten Eindruck, was Sie brauchen und was eher nicht.
  • Gebrauchtes hübsch machen: Gebrauchte Babysachen sind günstig und häufig bekommt man hochwertige Stücke, da diese länger halten. Wenn Sie eine hübsche Kommode oder ein gebrauchtes Babybett neu lackieren, wird es zu einem individuellen Einrichtungsstück.
  • Weniger ist mehr: Kaufen Sie möglichst organisiert und nicht mehr, als Sie brauchen. Vor allem bei der Einrichtung ist es empfehlenswert, zu schlichteren Möbeln und Textilien zu greifen – an knallbunten Mustern und Figuren haben Sie sich schnell sattgesehen.
  • Auf Sicherheit und Schadstofffreiheit achten: Die meisten Babyartikel im Handel sind mindestens schadstoffgeprüft und verfügen über das GS-Siegel für geprüfte Sicherheit. Auch Stiftung Warentest und ÖKO Test prüfen regelmäßig Produkte für Babys und Kleinkinder und veröffentlichen die Testergebnisse.

Ihre Checkliste für die Baby-Erstausstattung

Zuhause:

  • Wickeltisch oder Wickelkommode
  • Mülleimer mit Deckel für Windeln
  • Babybettchen/Beistellbettchen
  • Baby-Schlafsack
  • Spieldecke (oder eine andere weiche Decke, um das Baby auf den Boden zu legen)
  • Evtl. Babywippe, in der das Baby tagsüber liegen kann

Sie haben keinen Platz für ein Babyzimmer? Keine Sorge – im ersten Jahr braucht Ihr Baby eigentlich kein eigenes Zimmer. Oft sind die Nächte sogar ruhiger, wenn es im gleichen Zimmer oder im gleichen Bett wie Mama und Papa schläft.

Baby-Kleidung:

  • 8–10 Baby-Bodys mit seitlichen Druckknöpfen, je nach Jahreszeit mit langen oder kurzen Ärmeln, Gr. 56–68
  • 5 Paar Strumpfhosen, Gr. 56–62
  • 5 Strampler, je nach Jahreszeit mit langen oder kurzen Ärmeln und mit Füßlingen daran, Gr. 56–68
  • 2 Baumwollhosen/Baby-Jogginghosen mit weichem Bündchen, Gr. 56–62
  • 2 Pullover aus weichem Jersey oder Baumwollstrick Gr. 56–62
  • 3 Baumwollhemdchen mit kurzen/langen Armen, Gr. 56–62
  • 4 Paar warme Söckchen
  • 4 Paar dünne Söckchen
  • 2 dünne Mützchen für drinnen
  • 4 einteilige Schlafanzüge mit seitlicher Knopfleiste zum Wickeln
  • Je nach Jahreszeit ein wärmendes Mützchen für draußen
  • Mehrere Halstücher mit Klettverschluss
  • Jacke und (je nach Jahreszeit) Baby-Overall

Kaufen Sie für die Erstausstattung ruhig ein paar Bodys und Strampler in der nächstgrößeren Größe mit. Oft wachsen Neugeborene schnell aus ihrer Erstlingskleidung heraus. Neue Babykleidung sollten Sie vor der Geburt ein- bis zweimal waschen, bevor sie Ihr Baby trägt.

Körperpflege:

  • Mullwindeln/Spucktücher
  • Ausreichend Windeln in der kleinsten Größe (2–3 Pakete)
  • Waschlappen und Plastikschale für Wasser
  • Thermoskanne für warmes Waschwasser
  • Ggf. Feuchttücher
  • Babyöl zum Baden oder Massieren
  • Wundsalbe, z. B. mit Ringelblume oder Kamille
  • Babycreme für kalte Tage
  • Weiche Baumwoll-Handtücher, am besten mit „Kapuze“ für Babys
  • Babybadewanne
  • Ggf. Baby-Nagelschere

Die wichtigsten Hygieneartikel für Babys sind Windeln und ggf. ein paar weiche Mullwindeln als Spucktücher. Bei Handtüchern, Waschlappen, etc. können Sie ruhig Produkte für Erwachsene verwenden – bei Cremes oder Shampoos sollten Sie aber immer auf sanfte Baby-Produkte zurückgreifen.

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Unterwegs:

  • Kinderwagen
  • Lammfell oder eine warme Decke als Unterlage für den Kinderwagen
  • Kinderwagen-Decke
  • Regenschutz für den Kinderwagen
  • Sonnenschutz/Sonnenschirm für den Kinderwagen
  • Wickeltasche mit Wickelunterlage, Windeln, Windelbeuteln, Feuchttüchern und Ersatzkleidung
  • Eventuell Tragetuch oder eine Babytrage für Bauch und Rücken
  • Ggf. Babyschale fürs Auto

Viele Mütter lernen das Tragetuch schätzen, weil sie damit mobiler sind als mit dem großen Kinderwagen und weil sich ihr Baby durch den Körperkontakt schneller beruhigt. Ganz auf den Kinderwagen verzichten sollten Sie dennoch nicht – schon allein, weil der Kinderwagen auch Platz für Wickeltasche, Einkäufe und ggf. für ein Geschwisterkind bietet.

Schönes und Nützliches:

  • Mobile: Ein Mobile über dem Wickeltisch oder über dem Babybett tröstet und lenkt Ihr Baby ab, so dass das Wickeln und Einschlafen meist etwas besser gelingt.
  • Stillkissen: Ein Stillkissen hilft nicht nur, das Baby beim Stillen in der richtigen Position zu halten, es stützt Ihr Kind auch, wenn es auf dem Boden liegt.
  • Windeleimer: Ein Windeleimer schließt Gerüche noch verlässlicher ein als ein normaler Mülleimer mit Deckel.
  • Nachtlicht – auch für Mamas: Eine kleine Lampe sorgt für gedämpftes Licht beim nächtlichen Stillen, Wickeln oder Trösten.
  • Rotlichtlampe: Das warme rote Licht nach dem Baden oder nach einer Baby-Massage ist Wellness pur für Babys und kann auch bei Bauchschmerzen oder schlechter Laune helfen.
  • Babyfon: Ein Babyfon wiegt junge Eltern in Sicherheit und gibt ihnen etwas Freiraum. Zum Beispiel, wenn sie sich abends auf den Balkon oder in den Garten setzen möchten.