Kliniktasche packen – was muss mit?

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Wenn der Entbindungstermin langsam näher rückt, wird es Zeit, die Kliniktasche zu packen. Hinein gehört alles, was Sie für den Kreißsaal und ggf. die erste Zeit auf der Wochenbettstation brauchen. Das sind nicht nur die wirklich notwendigen Dinge wie Wäsche oder warme Socken, sondern auch alles, was Ihnen hilft, sich während und nach der Geburt etwas zu entspannen. Fast alle Entbindungskliniken sind auf individuelle Wünsche der Gebärenden eingestellt und legen im Kreißsaal zum Beispiel die Lieblingsmusik auf oder machen Duftkerzen an. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, Ihre Kliniktasche zu packen und nutzen Sie unsere Checkliste am Ende dieses Artikels. So vermeiden Sie unnötigen Stress, wenn der große Tag gekommen ist.

Wann sollte ich die Kliniktasche packen?

Eine Faustregel besagt, dass die Kliniktasche etwa ab vier Wochen vor dem Entbindungstermin bereit stehen sollte. Ungeduldige fangen vielleicht schon früher damit an. Eine gute Idee ist, die Tasche einfach eine Zeit lang offen im Schlafzimmer stehen zu haben und nach und nach die Dinge einzupacken, die Sie besorgt haben oder die Ihnen noch eingefallen sind.

Brauche ich eine Kliniktasche für eine ambulante Entbindung?

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Für alle Fälle vorbereitet:

Viele Frauen möchten sich nach der Geburt am liebsten zu Hause in der vertrauten Umgebung erholen. Wenn es Mutter und Kind gut geht, spricht nichts dagegen, die Entbindungsklinik schon kurz nach der ersten Vorsorgeuntersuchung zu verlassen. In Ihre Kliniktasche sollten Sie trotz allem Ihren Kosmetikbeutel, etwas Wechselwäsche und ein Nachthemd einpacken. Möglicherweise dauert die Geburt länger als erwartet oder es werden weitere Untersuchungen fällig, wenn Ihr Baby auf der Welt ist. Einige Frauen fühlen sich nach den Strapazen der Geburt im Krankenhaus einfach besser aufgehoben, auch wenn ursprünglich eine ambulante Geburt geplant war. Gehen Sie lieber auf Nummer sicher, damit Sie sich später voll und ganz auf sich und Ihr Baby konzentrieren können.

Eine Kliniktasche für die Hausgeburt?

Auch wenn Sie in ein Geburtshaus gehen oder sogar, wenn Sie eine Hausgeburt planen, sollten Sie mit der Möglichkeit eines Klinikaufenthaltes rechnen. Sowohl die Hebammen im Geburtshaus als auch Ihre Hebamme zuhause werden Sie in das nächste Krankenhaus überweisen, falls es Komplikationen gibt. Für diesen Fall sollten Sie alles Notwendige für den Klinikaufenthalt einpacken und die Daumen drücken, dass Sie Ihre Kliniktasche gar nicht brauchen werden.

Alles bereit: die Checkliste für die Kliniktasche

Wichtige Dokumente

  • Krankenkassenkarte
  • Personalausweis
  • Mutterpass
  • Bei verheirateten Paaren: Heiratsurkunde, Familienstammbuch
  • Bei unverheirateten Paaren: Geburtsurkunde von Vater und Mutter
  • Telefonliste mit Namen (und ggf. Telefonnummern), der Menschen, die Sie oder der Partner nach der Geburt anrufen möchten
  • Falls eine Beleghebamme die Geburt betreut: Telefonnummer Ihrer Hebamme für die Nachsorge, um den ersten Nachsorgetermin auszumachen

Krankenkassenkarte und Mutterpass tragen Sie wahrscheinlich ohnehin bei sich. Für alle Fälle sollten Sie aber auch eine Mappe mit Ihren standesamtlichen Dokumenten einpacken. In vielen Krankenhäusern können Sie vor Ort die Geburtsurkunde erstellen und sparen sich so den Gang zum Standesamt.

Für die Geburt

  • Bequeme Kleidung (ideal ist ein weites Nachthemd, ein langes T-Shirt oder ein Herrenhemd aus weicher Baumwolle)
  • Ein Hemd zum Wechseln
  • Warme Socken – kalte Füße können bei der Geburt sehr unangenehm sein
  • Hausschuhe oder Schlappen
  • Eine Strickjacke oder ein weiter Pulli
  • Bei langen Haaren: ein Haargummi
  • Traubenzucker oder ein leichter Snack, um die Energiereserven aufzufüllen
  • Fettstift für die Lippen (durch Schwitzen und heftiges Atmen werden die Lippen schnell rissig)
  • Eventuell der Lieblingssaft (Wasser gibt es von den Hebammen)
  • Alles, was Ihnen die Geburt erleichtert: Lieblingsmusik, ein bestimmter Duft, ein Talisman oder Ihr Stillkissen

Frauen reagieren unter der Geburt ganz unterschiedlich. Vertraute Lieder oder Düfte werden vielleicht plötzlich als störend empfunden. Viele Frauen vergessen währen der Wehen auch einfach, dass sie Musik oder ähnliches mitgebracht haben. Wahrscheinlich werden Sie nicht alles brauchen, was Sie in die Kliniktasche packen. Dennoch ist es gut, für alle Fälle gerüstet zu sein.

Für den Partner

  • Bequeme Kleidung
  • Hausschuhe
  • Ein Snack für zwischendurch (Kekse, Obst oder ein Brötchen)
  • Fächer – viele Frauen empfinden es als sehr angenehm, wenn ihnen zwischen den anstrengenden Wehen kühle Luft zugefächelt wird

Für das Wochenbett

  • Nachtwäsche, am besten ein Nachthemd zum Aufknöpfen
  • 1–2 bequeme Hosen
  • T-Shirts oder Still-Tops – reichen wahrscheinlich aus, weil es in Krankenhäusern meist sehr warm ist
  • Je nach Jahreszeit: 1–2 bequeme Sweatshirts
  • Bequeme Unterhosen aus Baumwolle
  • 1–2 Still-BHs (am besten 1–2 Nummern größer als während der Schwangerschaft) mit Stilleinlagen
  • Hausschuhe oder Schlappen
  • Kosmetikbeutel mit Zahnbürste, Waschzeug, Haarbürste etc.
  • Evtl. Morgenmantel

Handtücher, Binden für den Wochenfluss und auch Nachthemden gibt es auf der Entbindungsstation. Auch Ihr Baby wird vom Krankenhaus eingekleidet, so dass Sie nur etwas Kleidung für den Nachhauseweg einpacken müssen.

Für Ihr Baby:

  • Eine Garnitur Kleidung für den Nachhauseweg
  • 2–3 Windeln für den Entlassungstag
  • 1–2 Mullwindeln/Spucktücher
  • Eventuell Jacke oder Overall für den Nachhauseweg