Schulbeginn

Wie bereite ich mein Kind auf den Schulanfang vor?

Alle Jahre wieder, wenn die langen, unbeschwerten Sommerferien zu Ende gehen, stellt sich bei vielen Schulkindern eine Mischung aus Neugierde und Unsicherheit ein: Mit dem beginnenden Schuljahr wird oft Vieles anders: neue Lehrer, andere Klassenräume, zusätzliche Unterrichtsfächer und vielleicht ein paar fremde Gesichter in der Klasse. Das ist spannend, kann aber auch ein bisschen ängstlich machen, denn schließlich hat man sich übers vergangene Schuljahr an die Lernumgebung gewöhnt … Nur Mut! Wir haben ein paar Tipps, wie Sie Ihrem Kind beim Start ins neue Schuljahr helfen können.

Alles auf Anfang: So klappt der Start ins neue Schuljahr

Der wichtigste Schulbeginn ist natürlich der Einschulungstag, wenn ein Kind das erste Mal überhaupt sein neues Klassenzimmer betritt und seinen Platz im Klassenverband erst noch finden muss. In den folgenden Jahren wird der Beginn eines neuen Schuljahrs jedes Mal etwas mehr zur Routine. Und doch wiederholt sich die anfängliche Scheu „im Kleinen“ bei vielen Kindern alle Jahre wieder. Darum gilt: Vorbereitung ist alles! Denn wenn sich Ihr Kind innerlich schon auf den Schulbeginn eingestellt hat, fällt der Start in das neue Schuljahr gleich viel leichter.

Gut vorbereitet ins Schuljahr starten

Kaufen Sie eine Woche vor Schulanfang gemeinsam mit Ihrem Kind die benötigten Schulsachen ein und packen Sie in aller Ruhe den Schulranzen. Vielleicht gibt es eine neue Federtasche oder eine bunte Brotdose. So steigt die Vorfreude ein bisschen.

Kontakt zu Klassenkameraden suchen

Wer seine Mitschüler in den Ferien hin und wieder gesehen hat, der hat am ersten Schultag gleich ein Gefühl der Vertrautheit. Schlagen Sie vor allem in den letzten Ferienwochen ein paar gemeinsame Aktivitäten mit Klassenkameraden vor oder treffen Sie sich gemeinsam, um Schulsachen einzukaufen.

Keine negativen Gefühle wecken

Vermeiden Sie Aussagen wie „Ach schade, jetzt sind die Ferien bald vorbei.“ oder „Du bist bestimmt schon ganz aufgeregt wegen dem neuen Lehrer / deiner neuen Klasse.“ Wenn Sie merken, dass Ihr Kind Angst vor dem Schulbeginn hat, sollten Sie es ansprechen, aber es bringt nichts, Unruhe oder Unlust zusätzlich zu schüren.

Entspannt in den Tag starten

Wer gut in den Tag startet, geht besser gelaunt in die Schule. Die Tage des Ausschlafens sind nach den Ferien zwar vorbei, aber auch ein gemeinsames Frühstück kann gute Laune machen. Planen Sie ausreichend Zeit für einen entspannten Morgen ein, damit der Stress nicht schon vor Schulbeginn losgeht.

Den Schulbeginn verschönern

Am Einschulungstag ist es vor allem die prall gefüllte Schultüte, die den Erstklässlern den Schritt in die Schulzeit erleichtert. Aber Sie können Ihrem Kind auch später noch den Start ins neue Schuljahr versüßen. Holen Sie Ihr Kind am ersten Schultag nach den Ferien zum Beispiel von der Schule ab, um gemeinsam Eis zu essen oder Schwimmen zu gehen. Oder Sie planen schon jetzt eine Unternehmung fürs kommende Wochenende: So geht der Schulbeginn mit einem positiven Gefühl vorüber.

Was, wenn der Schulbeginn Probleme macht?

Mitunter sind die Sorgen zum Schulbeginn durchaus berechtigt. Vielleicht hat Ihr Kind einen Lehrer, mit dem es nicht gut zurechtkommt, oder der beste Freund geht jetzt in eine andere Klasse. Vielleicht musste Ihr Kind die Schule wechseln oder hat Angst vor dem Schulfach, das im letzten Jahr schwer gefallen ist. Sie können solche Probleme nicht für Ihr Kind lösen, aber Sie können ihm helfen, selbstbewusst an das neue Schuljahr heranzugehen und das Beste aus der Situation zu machen.

Das Gespräch suchen

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind hat Angst vor dem Schulbeginn, dann fragen Sie gezielt, was das Problem ist und ob Sie helfen können. Oft hilft es schon, eine Sorge auszusprechen, um mit neuem Mut an die Sache heranzugehen. Wenn ganz konkrete Ängste vorliegen, hilft vielleicht ein Gespräch mit dem Vertrauenslehrer oder mit der Schulleitung.

Ehrlich sein

Machen Sie Ihrem Kind keine falschen Versprechungen wie „Du findest ganz schnell neue Freunde“ oder „Das ist alles ganz einfach“. Viele Erfahrungen im Schulalltag muss Ihr Kind für sich selbst machen und dazu gehören mitunter auch Frustration und Niederlagen. Natürlich nützt es nichts, ein Kind zusätzlich zu verängstigen. Vielleicht können Sie von Ihrer eigenen Schulzeit erzählen und was Sie damals beschäftigt hat?

Sich informieren

Halten Sie aktiv den Kontakt zur Schule, sei es auf Elternabenden, in Lehrersprechstunden oder bei Schulfesten und anderen Aktivitäten außerhalb des Unterrichts. So bekommen Sie einen guten Eindruck, was an der Schule Ihres Kindes los ist und sind nicht völlig unvorbereitet, wenn Ihr Kind mit Schulsorgen zu Ihnen kommt.

Tukan

Einen guten Start ins neue Schuljahr!
Ihr JAKO-O Team