So kommt Ordnung ins Lernen – Schulsachen organisieren

Schulsachen__leichter_organisieren_123_650.jpg
© 123RF
Bücher, Hefte, Notizen usw. – da kann man schon einmal leicht den Überblick verlieren. Besonders Schulanfänger brauchen am Anfang etwas Unterstützung, wenn es darum geht, die Schulsachen zu organisieren. Jedoch werden auch die kleinen Abc-Schützen bald merken, dass es sich mit geordneten Schulsachen viel leichter lernen lässt. Eltern, die von Anfang an darauf achten, ihr Kind bei der Ordnung der Schulsachen zu unterstützen und dazu animieren, legen einen wichtigen Grundstein für die gesamte Schullaufbahn ihres Kindes. Wir haben interessante Hinweise und einfache Tipps zur Organisation von Schulsachen für Sie und Ihr Kind gesammelt.

Wie beeinflusst Ordnung das Lernen?

Ein ordentlicher Schreibtisch sorgt für Ordnung im Kopf. Wenn alles seinen Platz hat und keine überflüssigen Dinge den Platz auf dem Schreibtisch wegnehmen, wird das Gehirn weniger abgelenkt. Es fällt dann leichter, sich auf Hausaufgaben oder den Lernstoff für die nächste Klassenarbeit zu fokussieren. Ein weiterer Pluspunkt: Schulsachen lassen sich leichter finden. Die Ausrede, dass das Notizheft nicht aufzufinden war oder die Wassermalfarben „einfach verschwunden“ sind, zählt dann nicht mehr. Und: Wer schon zu Hause seine Schulsachen organisiert, hat auch weniger Stress beim Ranzen packen. So ist der Schulweg nicht durch den Gedanken geplagt, ob man auch wirklich alles Wichtige für den Schultag dabeihat.

Schulsachen organisieren für den Unterricht

Stundenplan ausdrucken und aufhängen: Nachdem Ihr Kind den Stundenplan bekommen hat und alle Betreuungsangebote geklärt und geplant sind, können Sie den Stundenplan ausdrucken und gut sichtbar aufhängen, damit Sie und Ihr Kind immer wissen, was am nächsten Tag mit in die Schule muss.

Gewohnheiten trainieren: Nach Hause kommen, Brotdose auspacken und Ranzen ausräumen und für den nächsten Tag packen. Das dauert ungefähr fünf Minuten. Am Anfang können Sie dieses Ritual gemeinsam üben. Irgendwann läuft es dann hoffentlich wie von allein. So können Sie

verhindern, dass angebissene Butterbrote im Ranzen vor sich hin schimmeln.

Farbe = Fach: Besonders am Anfang, wenn Ihr Kind noch nicht lesen kann, was auf den Mappen steht, empfiehlt es sich, jedem Fach eine Farbe zuzuordnen. Manche Lehrer geben hier auch eine bestimmte Farbe vor: Zum Beispiel Mathe ist Blau, Rechnen Grün und Lesen Gelb. Mit einem Griff landet dann die richtige Mappe im Ranzen. Ist im Gehirn erstmal ein Fach mit einer Farbe verknüpft, hält diese Ordnung auch für viele ältere Kinder während der gesamten Schulzeit an.

Wie schaffe ich eine produktive Lernumgebung für zu Hause?

Schulsachen_leichter_organisieren_123_650.jpg
© 123RF

Optimale Bedingungen: Die beste Lernumgebung sieht für jedes Kind anders aus: Einige brauchen absolute Stille, um sich konzentrieren zu können. Andere hören gerne etwas Musik oder das Rascheln der anderen. Jedoch sollte Ihr Kind immer einen festen Platz zum Hausaufgaben machen haben, der individuell optimal gestaltet ist. Vielleicht helfen Lernplakate oder eine Pinnwand, um den Überblick zu behalten. Oder eine besonders reizarme Umgebung, um die Rechenaufgaben zu lösen. Zu einer angenehmen Lernumgebung gehört außerdem ein Schreibtisch und ein Stuhl, der für die Größe Ihres Kindes angemessen ist.

Schubladenfächer oder Rollcontainer: Einzelne Regalfächer pro Fach erleichtern es Ihrem Kind, Ordnung zu halten. Alle Bücher, Mappen und Hefte werden dann in das dazugehörige Fach gelegt und können mit einem Handgriff herausgeholt werden. Um Übersicht zu halten, können Sie die Fächer beschriften oder – solange Ihr Kind noch nicht lesen kann – die Schubladen mit unterschiedlich farbigem Tonpapier bekleben. Wenn Sie ein Farbsystem für die Mappen und Order angelegt haben, können Sie beides aufeinander abstimmen.

Kleiner Schreibtisch = einfacher Ordnung halten: Ein Schreibtisch sollte groß genug sein, um alle nötigen Sachen wie Hefte, Bücher oder Stifte darauf ausbreiten zu können. Jedoch gilt grundsätzlich: Je kleiner der Schreibtisch, desto einfacher ist es, darauf Ordnung zu halten. Dadurch ist die Versuchung geringer, hier etwas abzulegen, was nicht auf den Schreibtisch gehört.

Schulsachen organisieren – Wie funktioniert´s? Unsere Tipps

Feste Plätze schaffen: Wenn Stifte, Bücher oder Ranzen ihren festen Platz haben, dann fällt es Ihrem Kind leichter, Ordnung zu halten und die wichtigsten Dinge schneller zu finden.

Regelmäßigkeiten einführen: Den Ranzen ausräumen, nach dem Hausaufgaben den Schreibtisch aufräumen und auch regelmäßig reinigen. Am Anfang benötigt Ihr Kind wahrscheinlich noch etwas Unterstützug, die kleinen Gewohnheiten helfen aber, die Schulsachen schnell und einfach zu organisieren.

Ausmisten: Der Stift ist kaputt, der Kleber leer und der Ordner schließt nicht mehr richtig? Regelmäßiges Aussortieren gibt einen Überblick über die vorhandenen Schulsachen und Zubehör. Was nicht mehr funktioniert kann entsorgt und ggf. ersetzt  werden.

Ranzen abends packen: Üben Sie mit Ihrem Kind, sich am Abend fünf Minuten Zeit zu nehmen, um den Ranzen zu packen. In der Hektik des Morgens vergisst man schnell das richtige Heft mitzunehmen oder noch ärgerliche Hausaufgaben zu machen.