Schnitzeljagd mit Kindern

Spannende Schnitzeljagd für Kinder:
Aufgaben & Ideen

Knifflige Rätsel, geheime Verstecke, gefährliche Abenteuer – es gibt wohl kaum etwas Aufregenderes für Kinder als eine Schatzsuche! Mit einer Schnitzeljagd können Sie Ihrem Kind und seinen Freunden ein unvergessliches Abenteuer ermöglichen, dass eine Menge Spaß verspricht.

Ob im Wald, in der Nachbarschaft oder im Haus, mit Rätseln, Schatzkarten oder versteckten Hinweisen – die Gestaltungsmöglichkeiten einer Schnitzeljagd sind vielfältig und geben jedem Kind die Möglichkeit, sich selbst als kleiner Forscher oder Schatzjäger zu erfahren. Wir haben großartige Tipps und Ideen zusammengestellt, wie Sie Ihren Schützling und sein Team auf Abenteuerreise schicken können.

Organisation und Durchführung einer Schnitzeljagd

Ein Highlight für jeden Kindergeburtstag: zur Schnitzeljagd einladen

Einladung zur Schnitzeljagd

Schnitzeljagden sind ein absolutes Highlight für besondere Anlässe wie Kindergeburtstage oder andere Festlichkeiten, bei denen man Kindern eine besondere Freude bereiten will. Alle kleinen Gäste sind hier gleichermaßen gefordert und lernen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, um die kniffligen Aufgaben zu meistern und Hindernisse zu überwinden.

Neben der Zusammenarbeit in der Gruppe bieten die Rätsel selbst auch einen Lernfaktor. Von Zahlen- und Rechenrätseln, über Wortspiele, Wissensfragen und Rechercheaufgaben gibt es hier zahlreiche Möglichkeiten. Dabei ist der Spaßfaktor garantiert! Es kann einen ganz besonderen Reiz haben, den Kindergeburtstag unter ein bestimmtes Motto zu stellen und die Schnitzeljagd dementsprechend zu gestalten. Ideal sind Themen, die für Kinder Spannung und Abenteuer bedeuten, wie Piraten, Ritter und Mittelalter, altes Ägypten oder Dschungel. Kinder tauchen besonders gerne in Fantasiewelten ein – und Ihnen kann das Motto helfen, geeignete Rätsel und Aufgaben zu entwickeln.

Info

Für welches Alter ist eine Schnitzeljagd geeignet?

Schnitzeljagden lassen sich bereits für Kinder ab dem Kindergartenalter entwickeln. Natürlich müssen der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben, Abläufe und Gestaltung an die jeweilige Altersstufe angepasst werden.

4-Jährige:

Bei jüngeren Kindern ist es wichtig, dass Begleitpersonen ihnen sowohl beim Lösen der Rätsel als auch auf der Jagd durch die Nachbarschaft oder den Wald zur Seite stehen. In diesem Alter können Sie gut mit Bilderrätseln oder Hinweispfeilen arbeiten, die eher sensorisch als intellektuell erfahrbar sind. Achten Sie auch darauf, die Menge an Rätseln oder Stationen auf ca. fünf zu beschränken. Inhaltlich eignen sich Suchspiele oder kleine Aufgaben wie Topfschlagen oder das Erfühlen oder Riechen von Gegenständen.

5-6-Jährige:

Hier können Sie bereits leichte Zähl- oder Wissensrätsel in die Schnitzeljagd einbauen. Dabei lässt sich die Umgebung spielerisch erschließen, indem sich Fragen z.B. auf die Bestimmung der Gartenpflanzen oder die tierischen Bewohner des Blumenbeets beziehen.

7-10-Jährige:

Im Schulalter haben Kinder bereits einiges an Wissen erworben und können auch kniffligere Wort-, Logik- und Rechenrätsel oder Rechercheaufgaben lösen. Behalten Sie dabei immer den ungefähren Wissensstand im Hinterkopf und konzipieren Sie die Aufgaben so, dass jedes Kind sich an der Lösung der Rätsel beteiligen kann.


Möglichkeiten der Gestaltung einer Schnitzeljagd

Es gibt unzählige Möglichkeiten, wie Sie eine Schnitzeljagd gestalten können. Dabei lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Konzentrieren Sie sich eher auf die Route der Schatzsuche, geht es vor allem um das geschickte Anbringen von Pfeilen, Symbolen oder anderen Hinweisen. Sie können auch Straßennahmen oder andere Plätze in Rätsel verpacken.

Die Schnitzeljagd wird besonders spannend, wenn manche Rätsel mit der unmittelbaren Umgebung in Verbindung stehen, es beispielsweise um die Bestimmung von Pflanzen oder Tieren (im Wald) oder das Erbauungsdatum einer Kirche (Stadt-Ralley) geht. Die Entdeckung bekannter und unbekannter Orte macht Schnitzeljagden so aufregend!

Wie groß soll die Gruppe sein?

Ab einer Gruppengröße von 10 Kindern empfiehlt es sich, die Gruppe in zwei Gruppen mit jeweils 5 bis 7 Kindern aufzuteilen. Zu große Gruppen erschweren die Arbeit im Team und bergen die Gefahr, dass nicht alle Kinder in die Lösung der Rätsel eingebunden werden.

Bei einer Aufteilung in zwei oder mehrere Gruppen lässt sich aus der Schatzsuche auch ein kleiner Wettbewerb machen. Achten Sie aber darauf, dass auf alle Kinder am Ende der Schnitzeljagd auch ein kleiner Belohnungsschatz wartet!

Zum Ziel können die Kinder auf ganz unterschiedliche Weise kommen. Entweder Sie führen sie durch Hinweise von Station zu Station bis zum Schatz oder die Rätsel ergeben eine Art „Lösungswort“, dass auf den Ort deutet, an dem der Schatz begraben ist. Besonders aufregend kann auch die Arbeit mit einer Schatzkarte sein, die dem Motto entsprechend gestaltet ist. Hier fühlen sich die Kinder schnell wie echte Piraten oder Dschungelforscher.


Aufgaben erstellen und Streckenführung festlegen

Bei der Entwicklung der Rätselaufgaben gibt es nur eine Regel: Phantasiereich und spannend sollten sie sein! Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf! Ein übergeordnetes Motto, wie z.B. Piraten, kann eine große Hilfe bei der Konzeption der Schnitzeljagd darstellen. Neben allgemeinen Wissensfragen zum Thema können Sie sich kleine Besonderheiten einfallen lassen. Beim Motto „Pirat“ können Sie beispielsweise einen Hinweis in einer Flaschenpost verstecken oder in einem kleinen Modellschiff.

Schatzsuche Schnitzeljagd

Oft lassen sich auch die Charakteristika eines Ortes wunderbar in die Aufgaben mit einbinden, z.B. im Wald oder im Zoo. Dort können die Kinder anhand der Rätsel spielerisch etwas über die Pflanzen oder Insekten im Wald oder die Zootiere lernen.

Wenn Sie den Schwerpunkt auf eine abenteuerliche Streckenführung legen wollen, verpacken Sie die Stationen und Wegrichtungen Ihrer Route in Rätsel und finden Sie gute Verstecke für Hinweise und Wegweiser. Außerdem kommt die Arbeit mit Geheimschriften bei fast allen Kindern gut an.

Bringt man einen Hinweis in einem Baum oder an anderen schwer erreichbaren Stellen an, bietet das einen erlebnispädagogischen Wert für die Kinder. Gemeinsam müssen sie nach Möglichkeiten suchen, wie das Hindernis zu bewältigen ist und stärken dabei ihre soziale Kompetenz.

Info

Wie viele Aufgaben wählen?

Bei Kindern im Kindergartenalter reichen 5 Stationen für die Schnitzeljagd vollkommen aus. Bei Schulkindern dürfen es ruhig auch mal 10 Stationen sein – schließlich soll die Schnitzeljagd eine Herausforderung bleiben!

Achten Sie darauf, dass die Streckenführung herausfordernd, aber eindeutig ist. Ein Gesamtzeitaufwand von 30-60 Minuten ist günstig, das Lösen der Rätsel mit eingerechnet.

Hier können Sie bereits leichte Zähl- oder Wissensrätsel in die Schnitzeljagd einbauen. Dabei lässt sich die Umgebung spielerisch erschließen, indem sich Fragen z.B. auf die Bestimmung der Gartenpflanzen oder die tierischen Bewohner des Blumenbeets beziehen.

Wichtig ist, dass die Aufgaben kreativ und abwechslungsreich gestaltet sind. Wechseln Sie daher zwischen Wissensaufgaben, Wort- und Zahlenrätseln, Suchspielen und Rechercheaufgaben („Findet drei verschiedene Blätter und bestimmt die Bäume, von denen sie stammen.“) – so wird es garantiert nicht langweilig!

Den Schatz verstecken und füllen

Am Ende einer erfolgreichen Schnitzeljagd muss natürlich eine Schatzkiste inklusive eines Schatzes stehen. Eine <b>Schatzkiste</b>, die optisch auch etwas her macht, lässt sich sehr einfach selbst basteln, indem man z.B. einen Schuhkarton mit Goldfolie beklebt. Sparen Sie nicht an diesen kleinen Details – Piraten wollen eben auch einen „echten“ Goldschatz finden!

Und der Schatz selbst? Eine altbewährte Option sind hier natürlich Schokoladengoldtaler. Wer den kleinen Schatzjägern aber noch etwas Besonderes bieten will, kann dies mit kleinen „Geburtstag-Mitgebseln“ tun. Auf JAKO-O finden Sie von bunten Stiften über Finger-Monster und Tattoos viele Dinge, die Kindern Freude bereiten!

Schnitzeljagd im Wald

Der Wald eignet sich ganz besonders für Schnitzeljagden! Hier haben die Kinder nicht nur ausreichend Platz zum Rumtoben an der frischen Luft, der Wald bietet auch zahlreiche Möglichkeiten etwas über die Natur und ihre Bewohner zu lernen. Bauen Sie deshalb die Besonderheiten dieses Ortes unbedingt in Ihre Rätsel und Aufgaben mit ein.

Spielerisch können sich die Kinder das Pflanzen- und Tierreich erschließen und sich dabei wie echte Naturforscher fühlen. Dabei können Sie sie gerne auch mit besonderer „Forscherausrüstung“ ausstatten, wie z.B. Becherlupen oder Pflanzen- oder Insektenbestimmungskarten.

Der Wald bietet zudem eine unvergleichbar geheimnisvolle, märchenhafte Atmosphäre mit zahlreichen Möglichkeiten zum Verstecken von Hinweisen, im Geäst, in kleinen Nischen oder Baumhöhlen.

Eine Begleitperson sollte darauf achten, dass die Kinder stets in der Nähe von offiziellen Spazier- und Wanderwegen bleiben.

Außerdem sollten Sie im Sinne des Natur- und Umweltschutzes im Vorhinein bestimmte Verhaltensregeln mit den Kindern erarbeiten, beispielsweise, dass kein Müll hinterlassen wird und Pflanzen und Tiere unversehrt bleiben.

Ideen für Aufgaben im Wald

1. „Hier im Wald wachsen viele verschiedene Bäume. Sucht drei unterschiedliche Blätter und findet heraus, wie die Bäume heißen, zu denen sie gehören.“ (Hier kann mit einem Pflanzenbestimmungsbuch gearbeitet werden.)

2. „Wie viele Beine hat eigentlich eine Ameise? Untersucht sie mithilfe einer Becherlupe, um ganz sicher zu sein. Seid dabei ganz vorsichtig und lasst die Ameise danach wieder frei.“

3. „Schaut euch genau um: Ganz in der Nähe findet ihr einen Strauch mit essbaren Früchten. Dort liegt der nächste Hinweis versteckt. Welche Früchte sind es? Vorsicht! Obwohl sie essbar sind, solltet ihr sie nicht anrühren. Wisst ihr, warum?“

4. „Welche Waldtiere kennt ihr? Schreibt so viele auf wie möglich! Wenn ihr 10 gefunden habt, erhaltet ihr den nächsten Hinweis.“

5. „Seht ihr die Löcher im Baum? Sie stammen von einem ganz besonderen Vogel, der mit seinem Schnabel Insekten aus den Baumstämmen holt. Kennt ihr seinen Namen?“


Abenteuerrucksack als Outdoor-Ausrüstung

Draußen perfekt ausgerüstet unterwegs

Ihr Kind kann sich wie ein echter Forscher und Abenteurer fühlen, wenn es eine richtige Schatzsucherausrüstung dabei hat! Dazu gehören im Wald natürlich in erster Linie entsprechendes Schuhwerk und praktische Rucksäcke.

Besondere Ausrüstungsgegenstände wie Walkie-Talkies, Ferngläser, Taschenlampen oder Bestimmungskarten für den Wald und seine pflanzlichen und tierischen Bewohner können prima in die Schnitzeljagd eingebunden werden und sie noch spannender gestalten.

Unsere Empfehlungen für die Schnitzeljagd im Freien:

Schnitzeljagd als Stadt-Rallye

Nicht jeder hat einen Wald in der Nähe – Stadt-Ralleys können genauso spannend und abwechslungsreich sein, schließlich gibt es auch hier eine Menge zu entdecken!

Wichtig ist es natürlich, insbesondere jüngeren Kindern Begleitpersonen an die Seite zu stellen. In der Stadt kann man sich ebenso verlaufen wie im Wald, außerdem kommen hier die Gefahren des Straßenverkehrs hinzu.

Ab 9 oder 10 Jahren kann man Kinder eventuell auch schon alleine auf die Reise schicken, wobei man die Strecke vielleicht auf die unmittelbare Nachbarschaft oder die umliegenden Häuserblocks beschränken sollte.

Eine Stadt enthält unglaublich viel Historie! Die Spuren der Geschichte kann man wunderbar mit den Rätseln verbinden, indem man beispielsweise nach historischen Persönlichkeiten fragt, die in einem Denkmal verewigt sind oder einer Straße ihren Namen geben. Für die Recherche können Hinweistafeln (bspw. in Kirchen, historischen Gebäuden, an Denkmälern) genutzt oder auch Passanten befragt werden („Wissen Sie, wer der Mann auf dem Denkmal ist?“).

Auch in der Stadt bieten sich Verstecke aller Art für Hinweise und Wegweiser an. Hier lässt sich, ebenso wie im Wald, gut mit einer Schatzkarte arbeiten.

Ideen für Aufgaben in der Stadt

1. „Wann wurde die Kirche erbaut? Sucht in und um die Kirche herum nach der Antwort.“ (Bei historischen Bauwerken gibt es oft Hinweistafeln, die Informationen über das Bauwerk und seine Geschichte liefern.)

2. „Den nächsten Hinweis findet ihr in der Straße, die nach einem berühmten Komponisten aus Österreich benannt ist. Lauft hier zur Nummer 45-23.“ (Mozartstraße 22)

3. „In welchem Vorgarten wächst ein Pflaumenbaum? Hier findet ihr den nächsten Hinweis am Gartenzaun.“

4. „In der Nähe findet ihr einen Laden, der das Zeichen einer Echsenart trägt. Welcher ist es? Dort verbirgt sich der nächste Hinweis.“ (Apotheke)

5. „Sucht zwei Kinder mit Schuhgröße 32 aus und lasst ein Kind von der Straßenlaterne, eines vom Brunnen aus 30 Schritte aufeinander zulaufen, indem ein Fuß vor den anderen gesetzt wird. Auf Höhe des Punktes, an dem sich beide treffen, müsst ihr nach dem nächsten Hinweis suchen.“

Schnitzeljagd im Haus

Ein wenig einfacher lässt sich eine Schnitzeljagd im Haus oder in der Wohnung organisieren. Achten Sie hier jedoch darauf, dass die Schatzsuche spannend bleibt! Auf kleinerem Raum sind Hinweise natürlich auch leichter zu finden, weshalb die Verstecke ruhig etwas schwieriger und ausgefallener sein dürfen. Am besten, sie sind so speziell, dass man wirklich nur mithilfe der Rätsel auf sie kommt.

Im Haus eignet sich die Variante einer Schnitzeljagd, bei der man verschiedene Rätselstationen durchläuft und Lösungswörter sammelt. Ein Gesamtlösungswort (z.B. aus den Anfangsbuchstaben der einzelnen Antworten bestehend) deutet dann auf den Ort hin, an dem der Schatz versteckt ist.

Ideen für Aufgaben im Haus

1. „Hier im Zimmer sind fünf Glasmurmeln versteckt. Könnt ihr sie finden? Wenn ihr sie alle habt, erhaltet ihr den nächsten Hinweis.“

2. „Auf dem Küchentisch liegen verschiedene Gemüsesorten. Kennt ihr von allen den Namen? Die Anfangsbuchstaben braucht ihr später für euer Lösungswort.“

3. „In welchem Zimmer hängen die meisten Bilder an der Wand? Dort findet ihr den nächsten Hinweis. Die Anzahl der Bilder müsst ihr euch für ein späteres Rätsel merken.“

4. „Wie viele Treppen führen von der untersten Treppenstufe in die Wohnung? Zählt sie und lauft dann genau die Hälfte der Stufen hoch. Dort findet ihr den nächsten Hinweis.“

5. „Schaut aus dem Fenster im Kinderzimmer. Wie heißt der Baum, den ihr von dort aus sehen könnt?“