– Wowa Wolf –
Gemeinschaft ist am allerschönsten

– Wowa Wolf – Gemeinschaft ist am allerschönsten

Liebe Freundinnen,
liebe Freunde –

ich bin der glücklichste Wolf der Welt. Ihr wisst schon, warum: Weil ich Elo, Matti, Piku und Edda gefunden habe. Oder sie mich.

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Bevor ich sie kennengelernt habe, war ich sehr einsam. Das war nicht immer so: Als kleiner Wolfwelpe habe ich in meinem Rudel gelebt, mit meinen Eltern und Geschwistern. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, da müssen junge Wölfe ihr Rudel verlassen, um ihr eigenes zu gründen. Und so bin ich durch die Wälder der Taiga gestreift. Die Taiga ist riesig und weit. Tagelang bin ich niemandem begegnet. Ahuuuuuu! War das einsam!

Es gibt verschiedene Formen von Einsamkeit. Manche Leute kommen gut damit zurecht, allein zu sein. Einige brauchen es regelrecht, sich von Zeit zu Zeit zurückziehen zu können. Sie suchen die Stille, um bei sich selbst zu sein. So finden sie Ruhe. Diese Einsamkeit tut gut.

Einsamkeit kann auch richtig wehtun. Nämlich dann, wenn man gar nicht allein sein möchte. Aber keiner da ist. Sogar wenn man von vielen anderen umgeben ist, kann man sich richtig einsam fühlen: Wenn man sich nicht „dazugehörig“ fühlt.

In Gemeinschaft ist man nicht einsam. Aber eine Gemeinschaft kann einem das Gefühl geben, einsam zu sein: Wenn die Gemeinschaft zeigt, dass sie zusammengehört – und du darfst nicht mitmachen. Gemeinschaft ist schön, wenn man dazugehört: Ob das nun eine Familie ist, ein Freundeskreis, eine Kindergartengruppe oder eine Schulklasse. Und jede Gemeinschaft, wirklich jede, kann es schaffen, zusammenzugehören und andere nicht auszugrenzen. Mit Offenheit, Neugier und Einfühlungsvermögen. Indem die Gemeinschaft eben nicht denkt: „Wir sind besser als die anderen“. Sondern indem sie sich bewusst ist, wie gut es ist, dass man sich aufeinander verlassen kann. Jedem einzelnen vertrauen kann. Wie schön es ist, dass man sich mag und dass jeder auf den anderen aufpasst. Denk mal darüber nach: Das ist ein Geschenk. Es macht glücklich. Und dieses Glück kann man teilen. Auch mit jenen, die nicht deiner Gemeinschaft angehören.
Vielleicht wachsen sie ja noch dazu?

So wie ich zu der Gemeinschaft der Weihnachtsfreunde. Das hätte ich mir niemals träumen lassen! Es ist so schön, nicht mehr allein zu sein. Aber so schön das Wir ist: das Ich ist in der Gemeinschaft immer noch wichtig. Vergiss nie, wer du bist. Vergiss nie, für dich selber zu denken. Wer ungefragt übernimmt, was die anderen denken und wollen – vielleicht auch nur, um „dazuzugehören“ – der ist ein Schaf. Sei ein Wolf! Selbstbewusst, stark und immer bereit, dein Rudel zu unterstützen. Äh, dein Team, meine ich, deine Freunde, deine Familie, kurz: die, die dir am Herzen liegen.

Dein Wowa Wolf

– Gemeinschaft –
zusammen ein gutes Gefühl erleben!

Die erste Gemeinschaft, die unsere Kinder erleben, ist die Familie. Die Kernfamilie, die Großfamilie. Während sich dein Partner oder deine Partnerin und du euch „ausgesucht“ habt, muss euer Kind in eure Gemeinschaft hineinwachsen. Mit eurer Liebe und eurem Rückhalt wird es das auch wie selbstverständlich schaffen. Gemeinschaft bedeutet aber auch, alle Mitglieder mit ihren guten und ihren schlechten Eigenschaften anzunehmen und akzeptieren. Manchmal gar nicht so einfach. Das Gemeinschaftsgefühl in euer Familie stützt du, indem ihr gemeinsam Zeit verbringt: bei den Mahlzeiten, fröhlichen Spielerunden, kleinen und größeren Unternehmungen.

Baby

Gemeinschaft erfährt euer Baby schon, bevor es auf die Welt kommt: Im Bauch hört es eure Stimmen und fühlt eure Berührungen. Ist es dann endlich bei euch, lernt es mit eurer Liebe etwas ganz Wichtiges: Urvertrauen. Und es lernt noch mehr: Es gehört zu euch Eltern – aber auch zu einer Familie mit vielen verschiedenen Menschen! Fremden (die auch entfernter lebende Verwandte für euer Baby erst einmal sind) wird mit „Fremdeln“ begegnen. Doch wenn euer Baby sieht, dass alles gut ist, wird es euch und die ganze Gemeinschaft mit seinem Lachen beschenken: Es gehört schließlich dazu! Fotoalben, Bücher und altersgerechte Spiele können das Zugehörigkeitsgefühl unterstützenund bewusst machen.

Kleinkind

Der Mensch ist von Natur aus ein soziales Wesen – und niemand lebt das so bedingungslos wie Kleinkinder. In eurer Familie fühlt sich euer Kind sicher und geborgen. Und gestärkt durch dieses Urvertrauen erobert es nun seine Welt, lebt und erlebt das Miteinander mit anderen Kindern. In ersten Spielen mit einfachen Regeln erlebt es unkompliziert Gemeinschaft und Zusammenhalt. Im freien Spiel kann es Alltagssituationen ausprobieren oder nachspielen.

Kinder

Je älter sie werden, umso mehr erleben Kinder, dass Gemeinschaft beides ist: schön und kompliziert. Die Familie als Rückzugsort ist umso wichtiger: Hier erfährt dein Kind, dass es wunderbar so ist, wie es ist, mit allen „Ecken und Kanten“, an denen sich andere vielleicht stören. Bei Ärger mit Freunden und Lehrern helfen ihm Gespräche … oder auch Ablenkung. Altersgerechte Spiele können dein Kind dabei unterstützen, ein „Team-Player“ zu werden, sich für andere einzusetzen und auch mal Rückschläge wegzustecken.