Wann lernen Babys krabbeln?

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Wenn das Krabbelalter anfängt, verändert sich alles. Plötzlich ist das Baby mobil und ständig in Bewegung. Viele Babys entwickeln mit dem Krabbeln eine enorme Entdeckungsfreunde: Alles wird erkundet, vom kleinsten Fussel auf dem Teppich bis zum Inhalt der Küchenschränke. Der „hilflose“ Säugling wird zum selbstbewussten Krabbelkind. Für die Eltern ist das eine Freude und eine Herausforderung zugleich. Wir erklären, wie euer Kind krabbeln lernt und was ihr beachten müsst, wenn es ins Krabbelalter kommt.

Ab wann krabbeln Babys? Und wie könnt ihr für Sicherheit im Krabbelalter sorgen?

Rutschfest: Krabbeln lernen auf rutschigen Böden ist eine echte Herausforderung für Babys. Vor allem bei den Anfangsversuchen, wenn die Muskelkontrolle und die Koordination der Arme und Beine noch nicht so ausgeprägt sind, rutschen auf Parkett- und Fliesenböden schnell die Knie weg. Um Frust zu vermeiden, könnt ihr euer Baby auf einem Teppich oder einer großen Decke erste Versuche machen lassen. Es gibt auch spezielle „ABS“-Strumpfhosen, die an den Füßen und an den Knien eine rutschhemmende Beschichtung haben.

 

Umgebung sichern: Vom ersten wackligen Vierfüßlerstand bis zum Krabbeln vergehen oft nur wenige Tage und bevor sich die Eltern versehen, ist ihr Baby blitzschnell unterwegs und erkundet alles, was sicht- und greifbar ist. Zerbrechliche, wackelige oder scharfkantige Gegenstände sollten jetzt vom Fußboden verschwinden, zum Beispiel Standvasen oder Elektrogeräte. Auch Hunde- und Katzenfutternäpfe solltet ihr sicher unterbringen. Lebenswichtig ist die Sicherung von Steckdosen und Steckerleisten – euer Kind sollte von Anfang an lernen, dass es Steckdosen (trotz Kindersicherung) nicht anfassen darf.

 

Treppengitter: Spätestens wenn euer Baby zu krabbeln beginnt, ist ein Treppengitter Pflicht. Ganz tabu sollte die Treppe aber nicht sein: Lasst euer Baby ruhig in eurem Beisein ein paar Stufen hinauf- und herunterklettern. Zum einen trainiert es damit Muskeln und Koordination. Zum anderen gewinnt es an Sicherheit auf der Treppe und lernt zum Beispiel, Treppenstufen nicht vorwärts, sondern rückwärts hinunterzuklettern.

 

Vorsicht mit Schränken und Türen: Das Öffnen und Schließen von Türen fasziniert viele Babys und so versuchen die meisten im Krabbelalter, alle verfügbaren Türen und Klappen zu öffnen. Um Unfälle zu vermeiden, könnt ihr Türstopper für Zimmertüren verwenden und Schranktüren mit Sicherheitsverschlüssen versehen. In jedem Fall solltet ihr darauf achten, dass Reinigungsmittel und scharfkantige Gegenstände in Schränken außerhalb der Reichweite eures Babys untergebracht sind.

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Wie kann ich mein Kind beim Krabbeln lernen unterstützen?

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Mein Baby krabbelt noch nicht: In der Spielgruppe krabbeln die ersten Babys schon munter durch die Gegend, während das eigene Kind noch ganz zufrieden auf seiner Spieldecke liegt und sich allerhöchstens auf den Bauch rollt – in solchen Situationen regt sich bei vielen Eltern leichte Unruhe: Müsste mein Kind nicht auch langsam anfangen zu krabbeln?

 

Krabbeln lässt sich nicht forcieren: Natürlich vergleichen Eltern den Entwicklungsstand ihres Kindes mit dem seiner Altersgenossen, schließlich wartet man gespannt auf den jeweils nächsten Entwicklungsschritt. Fakt ist aber, dass man das Krabbelnlernen, wie fast alle anderen Meilensteine der Kindesentwicklung auch, nicht beschleunigen kann. Die Frage, wie lange Krabbelnlernen dauert, lässt sich also nicht pauschal beantworten. Babys lernen das Krabbeln dann, wenn die körperlichen Voraussetzungen dafür gegeben sind und wenn sie bereit dafür sind.

 

Ganz ohne Krabbeln: Einige Babys überspringen das Krabbeln ganz. Sie bewegen sich zum Beispiel robbend oder „rollend“ vorwärts und gehen dann gleich zum Laufen über. Versucht nicht, es zum Krabbeln zu bringen, sondern lasst euer Kind sich seinen Fähigkeiten entsprechend entwickeln.

 

Zum Krabbeln ermutigen: Auch wenn sich das Krabbelnlernen nicht beschleunigen lässt, können Eltern ihr Kind unterstützen, indem sie es zum Beispiel häufig auf den Bauch legen. Ein Spielzeug, das außerhalb der Greifweite gelegt wird, motiviert zusätzlich, ebenso wie ein ausführliches Lob der Eltern.

 

Mehr Hilfestellungen und Tipps, wie ihr das Krabbeln eures Babys optimal fördert, findet ihr hier