Kleine Sportmuffel:

Wie begeistere ich mein Kind für Sport und Bewegung?

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Dass Kinder ausgelassen herumtoben, springen, klettern und Fangen spielen, ist eigentlich der Normalfall. Eigentlich, denn mittlerweile haben viele Kinder im Alltag kaum noch Zeit, ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben. Gleichzeitig ist die Freude an der Bewegung nicht bei allen Kindern gleich stark ausgeprägt, genau wie bei den meisten Erwachsenen: Eltern, die sich selbst nicht gern bewegen, haben es schwerer, ihr Kind zum Sport zu motivieren. Grundsätzlich muss es aber nicht unbedingt ein Sportverein sein, damit euer Kind sich gesund entwickelt. Wir haben ein paar Tipps, wie ihr kleine Sportmuffel motiviert und regelmäßige Bewegung von Anfang an in den Familienalltag integrieren könnt.

Keine Lust auf Sport? So bringt ihr Bewegung in den Alltag

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Häufiger zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sein: Verwandelt den täglichen Weg in den Kindergarten und zum Einkaufen einfach in einen kleinen Spaziergang oder in eine Radtour. Euer Kind bekommt Bewegung und gleichzeitig gibt es auch auf dem kürzesten Weg jede Menge Spannendes zu sehen und zu entdecken.

Bewegung in die Tagesroutine einbauen: Wenn ihr kleine Bewegungseinheiten wie selbstverständlich in den Alltag einbaut, ist den meisten Kindern gar nicht bewusst, dass sie „Sport“ machen. Ein gemeinsamer Spaziergang nach dem Mittagessen, Tanzen zur Lieblingsmusik oder auch eine halbe Stunde Ballspielen im Garten empfinden viele Kinder einfach als gemeinsam verbrachte Zeit und genießen sie umso mehr.

Klassiker Kinderturnen: In Kinderturngruppen wird nicht ausschließlich geturnt – in der Regel stehen das Spielen und Klettern an verschiedenen Sportgeräten, mit Bällen, Seilen etc. im Vordergrund. Oft handelt es sich um offene Gruppen, die Eltern und Kinder ganz nach Lust und Laune besuchen können.

Kindgerechte Anreize zur Bewegung geben: Ein Bobbycar, ein Dreirad oder Laufrad motiviert die meisten Kinder ganz von allein, sich zu bewegen. Fast alle dieser Fahrzeuge lassen sich auch problemlos mit ins Freie nehmen, wo das „Herumdüsen“ noch mehr Spaß macht. Auch Sportgeräte wie Inline-Skates, ein Fußball oder ein Trampolin sind ein toller Anreiz, sich auszuprobieren. Wichtig ist, dass ihr kleine Sportmuffel nicht allein lasst. Nehmt Anteil und helft, die neuen Bewegungen zu lernen und vergesst nicht, Erfolge entsprechend zu loben.

Schnupper-Angebote nutzen: Viele Sportvereine oder -schulen bieten kostenlose Schnupperstunden an, so dass Kinder ein- oder zweimal testen können, ob ihnen ein Sport Spaß macht. Für beliebte Sportarten wie Fußball, Tanzen, Schwimmen oder Reiten gibt es häufig auch schon Gruppen für ganz Kleine.

Checkliste:

So hat euer Kind mehr Spaß an Sport und Bewegung

  • Einfach spielen: Es muss kein Mannschaftssport oder Leichtathletik sein – jede Form der Bewegung tut Kindern gut, auch wenn sie im Garten Fangen spielen oder sich auf dem Spielplatz austoben
  • Interessen berücksichtigen: Einige Kinder laufen gern, andere sind echte Wasserratten, wieder andere bewegen sich am liebsten gemeinsam im Spiel mit anderen – findet heraus, was eurem Kind liegt
  • Unterstützung geben: Es passt nicht immer gut in den eigenen Zeitplan, wenn das Kind zum Fußballtraining oder in den Schwimmverein gefahren und wieder abgeholt werden muss. Trotzdem solltet ihr die sportlichen Interessen eures Kindes soweit es geht, unterstützen
  • Selbst mitmachen: Wenn die Eltern mit gutem Beispiel vorangehen, ist das für viele Kinder schon genug Motivation. Gemeinsames Kicken, Radfahren oder auch ein langer Waldspaziergang ist zudem wertvolle Familienzeit
  • Keine hochgesteckten Ziele: Die sportlichen Leistungen sollten im Hintergrund stehen – wichtig ist, dass euer Kind Spaß an der Bewegung hat und sich seinen Fähigkeiten entsprechend auspowern kann
  • Keine Ermahnungen: Vermeidet Vorträge darüber, wie gesund Sport ist oder dass euer Kind Bewegung nötig hat. Gemeinsames Herumtoben im Garten oder Anregungen in Form von einem neuen Ball oder ein Paar Inlineskates funktionieren meist effektiver