Wenn Babys mobil werden – Wie sorge ich für Kindersicherheit?

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Es geht meist schneller als ihr denkt: An einem Tag spielt euer Baby noch friedlich auf der Spieldecke und bewegt sich nicht. Am nächsten hat es sich auf einmal gedreht oder ist sogar schon ein paar Zentimeter gerobbt. Wenn euer Baby anfängt mobiler zu werden, gibt es so viel mehr zu entdecken! Robben, Kriechen oder Krabbeln: Die neu gewonnene Bewegungsfreiheit eröffnet eine neue Welt. Blumentöpfe, Regale, Stühle usw. müssen entdeckt und erkundet werden. Um sich besser vorstellen zu können, was nun alles interessant wird, begebt euch am besten auf die Höhe eures Kindes und erkundet den Raum: Was ist zu erreichen? Was fällt ins Blickfeld und woran könnte man sich hochziehen? Wie ihr Unfällen vorbeugen könnt und für Kindersicherheit in eurem Zuhause sorget, haben wir für euch zusammengetragen.

Kindersicherheit: Worauf muss ich achten?

Möbelstücke:
Wenn Babys erst einmal krabbeln können, wollen sie bald auch höher hinaus. Da werden Regale, Schränke und der Rest der Einrichtung gerne genutzt, um sich daran hochzuziehen. Fixiert wackelige Möbelstücke, damit sie bei den ersten Laufversuchen nicht umfallen und für gefährliche Verletzungen sorgen können.
 

Kabel & Steckdosen:
Was sind das für interessante Löcher in der Wand? Steckdosen sollten tabu sein! Außerdem ist es besser, sie zu sichern, damit euer Kind nicht von einem Stromschlag verletzt werden kann. Auch Kabel sind für Kleinkinder interessant, aber nicht zum Spielen geeignet. Beseitigt den Kabelsalat und sichert Leitungen in einem Kabelkanal oder fasst sie mit Kabelbindern zusammen. Lest noch mehr Informationen in unserem Artikel zu Steckdosen sichern.
 

Kanten:
Wenn Babys anfangen zu laufen, fallen sie häufig noch um. Damit sie sich nicht an den scharfen Ecken und Kanten von Regalen oder Beistelltischen stoßen und verletzen können, solltet ihr diese mit Eckensicherungen verkleiden.

Türen:
Auf und zu, auf und zu… Mit Türen spielen macht viel Spaß. Schnell sind aber die kleinen Finger dazwischen. Stattet die Zimmertüren daher besser mit Türstoppern oder einem Klemmschutz aus.
 

Stolperfallen:
Teppiche, herumliegendes Spielzeug, Fliesen oder Laminat. Wenn die kleinen Beinchen noch nicht richtig hoch gehoben werden können, ist eine Teppichkante schnell mal ein Hindernis und bringt euer Kind ins Taumeln. Passt daher auf, dass nichts herumliegt, wenn euer Kind seine Laufversuche startet. Fliesen und rutschiger Untergrund werden sicherer mit Anti-Rutschsocken.
 

Zimmerpflanzen:
Ein paar Blumen sorgen für eine angenehme Wohnatmosphäre, können aber auch Gefahren für euer Kind bergen: Nicht nur die Blumenerde, die sich in bodennahen Töpfen befindet ist interessant und wird gerne mal probiert. Achtet auch darauf, dass ihr giftige Pflanzen aus der Reichweite eures Kindes verbannt. Dazu gehören z. B. Amaryllis, Narzissen oder der Weihnachtsstern.

Unsere Empfehlungen

  
  

Gemeinsam Kindersicherheit üben

Abhängig vom Alter könnt ihr eure Kinder an verschiedene Gefahren heranführen, damit es lernt mit ihnen umzugehen:

Treppensteigen:

Wenn es in eurer Wohnung oder dem Haus Treppen gibt, solltet ihr diese mit einem Gitter absichern. Sobald euer Kind krabbeln kann, solltet ihr ihm zeigen, wie es die Stufen auf allen Vieren bewältigen kann. Auch das Absteigen im Rückwärtsgang will gelernt sein: Setzt euer Kind mit dem Blick nach oben auf den Treppenabsatz, stellt euch dahinter und zeigt ihm, wie es sicher rückwärts nach unten krabbeln kann. So entwickelt es Sicherheit auf der Treppe.

Auf den Stuhl klettern:

Irgendwann möchte euer Kind sich nicht mehr helfen lassen, wenn es sich zum Essen hinsetzen soll. Zeigt ihm, wie es von vorne auf seinen Treppenhochstuhl oder einen "Erwachsenenstuhl" klettern kann. Bleibt dabei bei eurem Kind und passt auf, dass der Stuhl beim Klettern nicht kippelt oder umkippt.

Umgang mit Feuer:

Kerzenschein ist schön und besonders interessant - aber auch gefährlich. Zündet gemeinsam mit eurem Kind eine Kerze an und erklärt ihm, dass Feuer sehr heiß ist. Streichhölzer und Feuerzeuge sollten nur außer Reichweite aufbewahrt werden. Ist euer Kind alt genug, könnt ihr ihm auch erklären, wie es sich bei Rauch zu verhalten hat. Rauchmelder sind seit einiger Zeit in Wohnräumen Pflicht und so werdet ihr schnell bemerken, wenn in einem Zimmer Rauch entsteht. Da Kinder sich bei Angst aber gerne verstecken, solltet ihr eurem Kind beibringen, bei Rauch das Zimmer zu verlassen und einem Erwachsenen Bescheid zu geben.

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Weitere Tipps für ein kindersicheres Zuhause

Tischdecken verbannen:

Auch wenn es schön aussieht, Tischdecken sind schnell vom Tisch gezogen und das gesamte Geschirr gleich mit – inklusive heißem Tee oder Kaffee.
 

Matten für die Badewanne:

So bleibt das abendliche Bad ein Spaß: Gummi-Matten mit Saugnäpfen machen den Boden der Wanne sicher und verhindern, dass euer Kind ausrutscht.
 

Medikamente und Putzmittel wegsperren: 
 

Tabletten und Putzmittel sind giftig und sollten außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Spezielle Medizinschränke werden mit Schlössern versehen, sodass ihr sie sicher abschließen könnt.