Wie Familien gut in den Tag starten

Stress im Badezimmer? Unsere Tipps für einen guten Morgen

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Die Kinder müssen in Krippe, Kita oder Schule, die Eltern an den Arbeitsplatz: Der Morgen kann für Familien eine stressige Phase sein. Besonders wenn alle gleichzeitig aus dem Haus gehen, ballen sich Aufstehen, Anziehen, Frühstücken, Duschen, Waschen, Zähneputzen von Kleinen und Großen in kurzer Zeit.

Unruhe aus den Morgenstunden nehmen alle mit in den Tag. Es lohnt sich deshalb, den Start so entspannt wie möglich zu gestalten. Wenn sich die morgendliche familiäre Rushhour besonders im Badezimmer abspielt, haben wir einige Tipps für Sie.

Mit kindgerechten „Helfern“ mehr Spaß am Sauberwerden

Eine durchdachte Organisation im Badezimmer erspart unnötiges Suchen. Ein fester Platz für Zahnputzsachen, für Waschlappen, Seife, Waschgel, Handtuch und auch für Schmutzwäsche hilft beim Ordnung halten. Klingt öde? Ist es nicht: Kindgerechte, schöne, eigene Badhelfer motivieren Kinder zur Körperpflege. Mit bunten Zahnputzbechern, Handtüchern mit lustigen Motiven, mit Aufräumhelfern für den Kleinkram vom Haargummi bis zur Nagelschere gelingt im Bad der Spagat zwischen Wohlfühlen und Funktionieren.

Gar nicht langweilig: Feste Abläufe entlasten

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 Rituale, Gewohnheiten und Regeln im Badezimmer machen den Alltag einfacher und den Kopf frei. Ein gemalter Plan, eine Bildercollage oder einfach eine Liste mit Symbolen hilft Kindern, sich mit den Abläufen vertraut zu machen und Ordnung zu halten: Schmutzwäsche nicht herumliegen lassen und gleich in den Wäschekorb befördern, Zahnbürste nach Gebrauch abspülen und mit dem Kopf nach oben zurückstellen, Zahnpastatube zuschrauben und an ihren Platz stellen, Haarbürste nach Gebrauch wegräumen, Handtuch nach dem Abtrocknen aufhängen, Toilettendeckel schließen.

Ein Versuch wert: Selbermachen lassen

Kinder sind umso engagierter bei der Sache, je mehr sie selbermachen dürfen. Deshalb läuft es im Bad am besten, wenn sie die „Zutaten“ zum Sauberwerden in Griffweite finden. Je nach Alter ihrer Sprösslinge heißt es für Eltern zwar: Nachgucken und Nachschrubben. Aber irgendwann klappt es selbstständig, so dass Mamas und Papas entlastet sind.

Wenn das Zeitgefühl fehlt

„Beeil‘ dich, wir müssen gleich los!“ – Kinder begreifen erst nach und nach, wie lange fünf Minuten sind oder was „bald“ und „gleich“ bedeutet. Und dass Mama und Papa um 8 Uhr an der Arbeit sein müssen, interessiert sie überhaupt nicht, wenn sie gerade ausprobieren, wie hoch sie einen Turm bauen können. Eine stets gleiche Morgenroutine kann beim stressfreien Start in den Tag helfen. Eltern können auch schon mit kleinen Kindern besprechen, wie die Zeit zwischen Aufstehen und Aufbruch ablaufen soll.

Wer braucht wann wie viel Zeit im Badezimmer?

Ein wenig Planung muss sein. Dann kommen alle zu ihrem Recht. So stehen manche Mamas oder Papas gern vor dem Rest der Familie auf, um in aller Ruhe das Bad für sich zu haben. Wenn es immer zum gleichen Zeitpunkt morgens knirscht, sollten die Familienmitglieder über andere Abläufe nachdenken: Teenager können sich auch in ihrem Zimmer stylen, Zähne putzen können zwei gemeinsam an einem Waschbecken, Haare kämmen kann man auch im Flur. Und Bummelkinder, die morgens schwer in die Gänge kommen, brauchen mehr Zeit, die Eltern einkalkulieren sollten.

Wann morgens die Zähneputzen?

Übrigens gut zu wissen: Wer den Tag gern mit Süßem beginnt, sollte die Zähne nach dem Frühstück putzen. Wer Obst oder einen Orangensaft, also eher Saures bevorzugt, sollte schon vor der ersten Mahlzeit des Tages zur Zahnbürste greifen. Denn sonst würde man sich im Laufe der Zeit den Zahnschmelz wegschrubben.