Kindergeburtstag oder Event – brauche ich einen Partyplaner?

Kindergeburtstag_planen_123_650.jpg
© 123RF

Größer, teurer, spektakulärer: Kindergeburtstage werden heutzutage immer häufiger zu aufwendig inszenierten Events für die Kleinen. Um nichts dem Zufall zu überlassen, engagieren manche Eltern sogar einen Eventplaner. Für die Planung ist deshalb aus unserer Sicht vor allem eines wichtig: Lassen Sie sich nicht verrückt machen. Sie wissen am besten, was Ihr Kind glücklich macht und das bedarf normalerweise weniger, als man denkt. In den meisten Fällen wollen die Kids einfach einen tollen Tag und viel Spaß mit ihren Freunden haben, der Rest ist Rahmenprogramm. Aber eines sollten Sie sich dabei dennoch vor Augen halten: Ein sorgfältig geplantes und durchdachtes Programm mit liebevollen Details und der einen oder anderen Überraschung sorgt für entspannte Eltern, entspannte Kinder und eine ausgelassene Atmosphäre. Sie wissen nicht, wo Sie anfangen sollen? Wir haben viele Tipps und eine praktische Checkliste für Sie vorbereitet. Damit wird die Planung zu einem echten Kinderspiel.

Gemeinsam feiern, gemeinsam planen.

Unser erster und wichtigster Tipp: Lassen Sie Ihr Kind mitreden! Viele Eltern wollen den Nachwuchs überraschen. Das kann aber auch nach hinten losgehen. Fragen Sie Ihr Kind, wen es einladen und was es am liebsten machen möchte. Dass Sie nachfragen, heißt nicht, dass Sie jeden Wunsch erfüllen müssen. Überlegen Sie sich deshalb vorher, welches Budget Sie einplanen wollen und – falls Sie zuhause feiern – wie viel Platz Ihnen zur Verfügung steht. Wenn Sie hier klare Vorgaben machen, ist auch dem Sprössling schnell klar, dass nicht die ganze Klasse Platz auf der Gästeliste hat. Ein Kompromiss ist dann meistens schnell gefunden.

Gäste einladen – so geht’s richtig.

Egal wie hübsch Ihre Einladung gestaltet ist, wenn sie zu spät kommt, hilft auch das schönste handgeschöpfte Papier nichts mehr. Gerade Familien mit kleinen Kindern verplanen ihre Wochenenden oft ein bis zwei Wochen im Voraus. Verschicken Sie die Einladung also mindestens zwei Wochen vor dem Datum der Geburtstagsfeier. So laufen Sie nicht Gefahr, dass die eine Hälfte der kleinen Gäste absagt und die andere Hälfte ein eilig besorgtes Last-Minute-Geschenk überreicht. Ob Sie die Einladung per E-Mail oder Post verschicken oder persönlich überreichen spielt dabei keine große Rolle, wichtig ist vor allem, dass sie alle relevanten Infos enthält. Deshalb sollten Sie die folgenden Punkte schon frühzeitig entscheiden:

Was: Eine Mottoparty oder ein Ausflug ins Schwimmbad, ist Verkleidung Pflicht oder muss die Sonnencreme eingepackt werden? Es gibt viele Möglichkeiten, den Geburtstag Ihres Kindes zu gestalten. Überlegen Sie frühzeitig gemeinsam, wie der Tag genau aussehen soll und was die kleinen Gäste im Gepäck haben sollten.

Wann: An welchem Tag findet die Feier statt? Um wie viel Uhr beginnt sie? Und steht auch schon ein Ende fest? Ist eine Übernachtung geplant? Vor allem wenn Sie kein festes Ende vorgeben möchten, sollten Sie darüber nachdenken, die Kinder persönlich nach Hause zu bringen oder einen Fahrdienst zu organisieren.

Wo: Wollen Sie zuhause feiern, eine besondere Location mieten oder gemeinsam den nächsten Vergnügungspark besuchen? Wichtig ist, dass ein Treffpunkt gefunden wird, der für alle Eltern gut zu erreichen ist – am besten auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Geben Sie in der Einladung außerdem Ihre Kontaktdaten für Rückfragen an und bitten Sie um eine Zusage bis spätestens eine Woche vor der Feier. Wenn Sie wissen, wie viele Gäste versorgt werden müssen, können Sie entspannter in die weitere Planung starten.

Das Programm steht. Zeit für die Details.

Kindergeburtstag_planen_(2)_123_650.jpg
© 123RF

Wenn die grundlegenden Fragen entschieden sind, können Sie in die Detailplanung gehen. Die wichtigste Frage ist hier sicherlich: Was soll es zu essen geben? Auf ausgefallene Menüs sollten Sie besser verzichten. Wählen Sie Gerichte, die bei den meisten Kindern beliebt sind und sich unkompliziert essen und zubereiten lassen. Sinnvoll ist es auch, ein oder zwei Alternativen anzubieten. So ist die Chance größer, dass vegetarisch lebende Kinder oder Kinder mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten auch etwas finden.

Sie wissen schon längst, was Sie auftischen wollen? Prima. Dann können Sie jetzt überlegen, welche Spiele in Frage kommen und wie sie dekorieren möchten. Nachdem Sie alles in unsere praktische Checkliste eingetragen haben, kann es auch schon zum Großeinkauf losgehen. Den sollten sie nämlich bereits eine Woche vor der Feier erledigen, damit Sie kurz vorher im besten Fall nur noch schnell verderbliche Lebensmittel besorgen müssen.

Und alles, was Sie beim ersten Einkauf vielleicht vergessen haben. Alles geschafft? Noch nicht ganz? Kleinigkeiten wie Preise für die Gewinner der Geburtstagsspiele und kleine Gastgeschenke fehlen gegebenenfalls noch. Prüfen Sie nach dem Großeinkauf ganz in Ruhe, ob Ihr Budget hier noch Spielraum lässt oder ob sie lieber darauf verzichten wollen.

Der Spaß beginnt – die richtige Vorbereitung.

Morgen ist der große Tag! Wie zu Beginn der Planung, ist auch jetzt das Wichtigste: einfach nicht stressen lassen. Schön ist, wenn für das Geburtstagskind der Spaß bereits mit den Vorbereitungen beginnt. Vieles können Sie gemeinsam tun: Deko basteln, Musik aussuchen und den Tisch decken. Und wenn der Nachwuchs dann erschöpft ins Bett fällt, backen Sie noch schnell den Geburtstagskuchen. Geschafft!