Sprechen lernen:

Wie unterstütze ich mein Kind beim Spracherwerb?

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Das erste Wort ihres Kindes bleibt den meisten Eltern für immer in Erinnerung: Es ist ein ganz besonderer Moment, wenn aus den typischen Babylauten plötzlich verständliche Sprache wird. Dabei fängt das Sprechenlernen nicht mit den ersten Worten an – wenn wir das erste „Mama“ oder „Auto“ hören, ist der Spracherwerb eines Kindes schon längst in vollem Gange. Schon mit wenigen Monaten entwickeln Babys ein Gefühl dafür, wie Sprache verwendet wird und beginnen die Regeln ihrer Muttersprache zu lernen. Eltern können ihre Kinder von Anfang an beim Spracherwerb unterstützen. Wie das geht, verraten wir Ihnen hier.

Wann lernen Kinder sprechen?

Wörter deutlich zu artikulieren und erste Sätze zu bilden, lernen Kinder in der Regel innerhalb der ersten zwei Lebensjahre. Wann ein Kind zu sprechen beginnt, ist sehr unterschiedlich – einige sagen mit zehn Monaten die ersten Worte, bei anderen ist es erst mit 18 Monaten soweit.

„Sprachfehler“ gehören zum Sprechen lernen dazu

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Aller Anfang ist schwer: Einige Kinder sprechen am Anfang sehr langsam, andere enorm undeutlich. Viele lispeln etwas oder haben Schwierigkeiten, harte Konsonanten oder Rachenlaute wie das „ch“ zu bilden. All das ist völlig normal – meist hat es ohnehin nur Frust zur Folge, wenn Eltern versuchen, die vermeintlichen Sprachfehler in diesem Alter zu korrigieren.

Stottern: Viele Kinder verhaspeln sich, wenn sie die Worte nicht schnell genug finden, oder brauchen mehrere Anläufe, um einen Satz zu beenden. Das kann mitunter wie Stottern klingen, aber anders als beim echten Stottern kommen die Silben oder Wörter locker und unverkrampft. In der Regel geht das sogenannte „Entwicklungsstottern“ bis zum 5. Lebensjahr von allein vorüber.

Sprechen setzt Hören voraus: Wenn ein Kind nicht richtig sprechen lernt, dann kann ein Hörfehler die Ursache sein. In der Regel wird das Gehör bei den Früherkennungsuntersuchungen durch den Kinderarzt geprüft. Eltern, die sich unsicher sind, können einen separaten Hörtest beim Kinderarzt machen.