Die Bedeutung des Advents für Kinder erklärt

Wenn Häuser und Straßen im Dunkeln festlich leuchten, wenn es zu Hause verheißungsvoll nach Plätzchen duftet und endlich, endlich das erste Türchen am Adventskalender geöffnet werden darf, dann wächst die Vorfreude auf Weihnachten mit jedem Tag. Kinder genießen den Advent mit all seinen Bräuchen und Geheimnissen besonders. Aber was hat es damit eigentlich genau auf sich? Wir gehen gemeinsam mit euch auf Entdeckungsreise zu den Ursprüngen der Adventszeit. Kinder und auch Erwachsene finden die Bedeutung des Advents in diesem Artikel verständlich erklärt. Denn wer um die Bedeutung weiß, kann den Zauber dieser besonderen Zeit besser greifen und das gemeinsame Feiern der festlichen Traditionen mit der ganzen Familie bringt gleich noch mehr Freude.

Warum feiern wir den Advent?

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Der Advent ist die Zeit der Vorfreude. Wir freuen uns auf das näher rückende Weihnachtsfest. Auch in seiner ursprünglichen christlichen Bedeutung ist der Advent eine Zeit der Vorfreude. Das lateinische Wort „adventus“ bedeutet „Ankunft“ und meint die Vorbereitungen der Christen auf die nahende Geburt Jesu, die Ankunft von Gottes Sohn. Der Advent beginnt nach evangelischer und katholischer Tradition stets am Vorabend des ersten Adventssonntags und endet am Heiligen Abend. Es gibt immer vier Adventssonntage. An jedem Sonntag darf eine Kerze mehr am Adventskranz angezündet werden. Da der Beginn an einen beweglichen Sonntag gebunden ist, das Ende aber an einen festen Monatstag, unterscheidet sich die Länge der Adventszeit von Jahr zu Jahr. Sie kann zwischen 22 und 28 Tagen dauern. Das frühestmögliche Datum für den ersten Adventssonntag fällt auf den 27. November, das späteste Datum ist der 3. Dezember.
Der erste Advent markiert außerdem den Beginn des Kirchenjahres. Der Advent in seiner vierwöchigen Form geht auf Papst Gregor den Großen im 7. Jahrhundert zurück, der die Anzahl der Adventssonntage auf vier festlegte. Diese vier Sonntage standen nach damaliger Auffassung symbolisch für die 4.000 Jahre, die die Menschen nach dem Sündenfall im Paradies auf die Ankunft des „Erlösers“ warten mussten.

Traditionen & Bräuche: was den Advent mit Kindern ausmacht

Zur Weihnachts- und Adventszeit gibt es zahlreiche schöne Traditionen und Bräuche. Einige haben sich über die Jahrhunderte eingebürgert, andere über die Jahre innerhalb einzelner Familien. Sicherlich habt auch ihr einige Rituale, die den Advent mit euren Kindern zu etwas ganz Besonderem machen. Momente, die euch als Familie noch näher zusammenbringen. Es müssen keine spektakulären Aktivitäten sein. Viel wichtiger ist es, die Alltagshektik für einen Moment wegzuschieben und die Vorweihnachtszeit bewusst zu genießen.

Adventskranz:

Nach der Bibel ist mit Christus das Licht in die Welt gekommen, daher steht in den klassischen Adventsbräuchen das Licht im Mittelpunkt: Auf dem Adventskranz strahlt mit jedem Adventssonntag und jeder weiteren Kerze, die angezündet wird, das Licht etwas heller. Gestaltet die Adventssonntage ruhig etwas festlicher und versammelt euch als Familie bei einer leckeren Tasse Tee und Keksen um den Adventskranz.
 

Adventskalender:

Ohne den klassischen Adventkalender geht es wahrscheinlich nicht, das muss es aber auch nicht. Kinder lieben das Öffnen der 24 Türchen. Der Kalender bietet nicht nur jeden Tag eine süße Überraschung, er visualisiert auch das Warten auf Weihnachten und hilft, die Tage bis Heiligabend zu zählen. Bereits vor über 160 Jahren haben sich Kinder mit den ersten selbstgemachten Adventskalendern das Warten auf Weihnachten versüßt.
Adventskalender gibt es bei JAKO-O in einer großen Vielfalt zu kaufen, ihr könnt sie aber auch selbst basteln und individuell befüllen.

Adventskalender basteln

Einen Adventskalender selbst zu basteln ist gar nicht schwer. Ob mit Klopapierrollen oder Leinensäckchen – eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Auch beim Befüllen gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Sowohl Süßigkeiten als auch nette Kleinigkeiten – wie Sticker oder Mini-Spielzeuge – lassen Kinderherzen höherschlagen.
Am meisten Spaß macht das gemeinsame Basteln mit den Kids.

Krippenspiel oder Weihnachtsmärchen:

In der Adventszeit werden in vielen Städten und Kirchen Weihnachtsmärchen für Kinder aufgeführt. Oft sind das traditionelle Märchen oder Geschichten, aber es gibt auch viele moderne Aufführungen für Kinder in fast jedem Alter.
Ein ebenfalls beliebter Brauch ist das traditionelle Krippenspiel im Advent. Schon im Mittelalter wurde die Weihnachtsgeschichte als geistliches Schauspiel in der Kirche aufgeführt.
Eine Weihnachtskrippe könnt ihr mit kleinen Figürchen auch wunderbar bei euch zu Hause aufstellen.

Weihnachtslieder:

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Mit den passenden Liedern kommt auf jeden Fall Weihnachtsstimmung auf.
Schon vor Jahrhunderten wurden in Kirchen klassische Weihnachtslieder gesungen. Heute gibt es zahlreiche Weihnachtslieder aus unterschiedlichsten Genres. Auch wunderschöne Kinderlieder.
Setzt euch an einem dunklen Adventstag doch gemütlich zusammen und stimmt ein paar Lieder an. Häufig kennen Kinder die Texte und Melodien bekannter Weihnachtslieder schon aus der Schule oder dem Kindergarten.
Aber auch eine CD oder Playlist mit Weihnachtsliedern sorgt dafür, dass die Kleinen ihre Lieblingslieder bald mitsingen können.

Advent mit Kindern feiern – so steigt die Vorfreude

Der Advent ist ein willkommener Anlass, hin und wieder innezuhalten und ein paar gemütliche Stunden mit der Familie zu verbringen. Der Alltag ist stressig genug, insbesondere in der Vorweihnachtszeit – wir haben ein paar Ideen, wie ihr gemeinsam mit euren Kindern die Adventszeit festlich und mit viel Spaß erleben könnt.

Plätzchen backen: Das Weihnachtsgebäck gehört in fast allen Familien zu den ersten Weihnachtsvorbereitungen. Lasst euer Kind nach Herzenslust mitbacken und drückt ruhig ein Auge zu, wenn die Kekse nicht ganz so perfekt aussehen wie sonst. Dafür steigt die Vorfreude auf das Fest mit jedem ausgestochenen Plätzchen umso mehr.

Adventsbasteleien: Festlicher Weihnachtsschmuck gehört zum Advent einfach dazu. Ganz besonders schön ist es, die Weihnachtsdeko mit den Kindern selbst zu basteln>. Das können sowohl wunderschöne Weihnachtssterne> als auch weihnachtliche Windlichter für Kerzen sein. Vielleicht lassen sich auch kleine Geschenke für Freunde und Familie gestalten – so wächst die Vorfreude auf das Fest.

Wunschzettel schreiben: Geschenke sind für Kinder das Wichtigste an Weihnachten und so gehört auch der Weihnachts-Wunschzettel> fest zur Adventszeit dazu. Gestaltet gemeinsam mit den Kids einen schönen Wunschzettel und schickt ihn an den Weihnachtsmann. Am besten tut ihr das bereits früh in der Adventszeit, damit der Weihnachtsmann alles besorgen kann.

Weihnachtliche Lesestunde: Kuscheln und das Vorlesen einer Geschichte ist in der dunklen Jahreszeit besonders schön. Zündet ein paar Kerzen an, macht es euch gemütlich und lest gemeinsam Weihnachtsgeschichten oder -gedichte. Auch die christliche Weihnachtsgeschichte könnt ihr vorlesen, sodass euer Kind den eigentlichen Hintergrund von Weihnachten kennenlernt.

Spenden: Das Schenken gehört zu Weihnachten ebenso dazu wie das Beschenkt-Werden. Und es ist eine gute Gelegenheit, Kindern zu erzählen, dass nicht jeder an Heiligabend mit einem vollen Gabentisch rechnen kann. Sortiert gemeinsam mit eurem Kind nicht mehr benötigte Spielsachen und Kleidung aus und bringt sie zu einer der vielen Hilfsorganisationen. An Weihnachten geht es schließlich um Nächstenliebe.

Besinnlicher Advent mit Kindern in einer besonderen Zeit

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Der diesjährige Advent ist durch die besonderen Umstände sicherlich etwas anders als sonst. Viele Weihnachtsmärkte können nicht öffnen, auf Adventsbesuche im größeren Kreis soll verzichtet werden – so haben wir uns den Advent Anfang des Jahres sicherlich nicht vorgestellt. Dennoch bieten gerade diese Einschränkungen auch Chancen – innezuhalten und sich auf die wahren Werte im Leben, wie Liebe und Dankbarkeit, zu besinnen.

Ihr habt nun mehr Zeit, die großen und kleinen Weihnachtswunder zu Hause mit euren Kindern zu erleben. Nutzt die gemeinsame Zeit, um zu backen, zu basteln oder zu singen. Möchtet ihr Freunden und Verwandten eine Freude machen, die ihr dieses Jahr vielleicht nicht besuchen könnt, dann bastelt Weihnachtskarten> mit den Kindern und verschickt diese ganz klassisch mit der Post. Eine selbstgebastelte Weihnachtskarte im Briefkasten versüßt euren Lieben garantiert den Advent.