Mini-Beete auf der Fensterbank:

Kresse anpflanzen mit Kindern

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Kresse ist das Wunderkind unter den Gartenpflanzen. Die würzigen kleinen Blättchen gedeihen praktisch überall und quasi aus dem Nichts heraus: Eine Fensterbank, etwas feuchte Watte, ein paar Samen und schon sprießt es. Für Kinder ist es ein tolles Erlebnis, den eigenen Kressesamen beim Wachsen zuzuschauen. Noch schöner wird es, wenn die verwendete Pflanzschale eine lustige Form hat – zum Beispiel ein Ton-Kopf, aus dem Kresse-Haare sprießen oder ein kleiner Igel, dem in wenigen Tagen grüne „Stacheln“ wachsen. Wir haben Infos rund um die Gartenkresse für Sie zusammengestellt, dazu gibt es ein paar Tipps für das Kresse pflanzen mit Kindern: Viel Spaß beim Gärtnern auf der Fensterbank!

Kresse hat es in sich

Beliebtes Küchenkraut:

Die Kresse, die wir auf dem Butterbrot essen, heißt Gartenkresse und gehört zu den Krezblütengewächsen. Auch Kapuzinerkresse, Winterkresse und Brunnenkresse sind essbar, sie wachsen aber bei weitem nicht so schnell und so anspruchsloe wie Gartenkresse. Die winzigen grünen Blättchen sehen nicht nur hübsch aus, sie haben auch sonst eine Menge gute Eigenschaften.

Genügsame Pflanze:

Kressesamen brauchen nur einen saugfähigen Untergrund und täglich frisches Wasser, um zu keimen. Blumenerde, bestimmte Temperaturen oder Dünmnger sind nicht nötig- perfekt für einen schnellen, einfachen Mini-Garten auf der Fensterbank.

 Schnelle Erfolge:

Schon einen Tag nach der Aussaat zeigen sich die kleinen weißen Keimlinge an den Kressesamen, einen oder zwei Tage danach bilden sich die ersten Pflänzchen. Kleine Gärtner können der Kresse praktisch beim Wachsen zuschauen. Das ist für viele Kinder spannender, als Töpfe mit Blumenerde zu beobachten.

Selber ernten:

Selbst gepflanzte und geerntete Kräuter probieren sogar Kinder, die Grünzeug normalerweise verschmähen. Vom Säen über das tägliche Wässern bis zur Ernte mit der Bastelschere kann Ihr Kind alles selber machen.

Hoher Nährstoffgehalt:

Gartenkresse enthält sehr viel Vitamin C, Kalzium, Eisen und Folsäre. Insbesondere in der kalten Jahreszeit bietet das frische, leicht pfeffrige Kraut einen zusätzlichen Vitaminschub und etwas Abwechslung auf dem Essenstisch.

Was brauche ich zum Kresse anpflanzen?

Kressesamen:

Kleine Tütchen mit Gartenkresse-Samen gibt es ganzjährig im Gartencenter, häufig auch in Supermärkten. In der Regel reicht der Inhalt für viele Kressetöpfe. Wenn Sie mehrere Tütchen kaufen, können Sie wahrscheinlich das ganze Jahr über Kresse auf der Fensterbank ernten.

Pflanzgefäß:

Dafür eignet sich alles, was einigermaßen wasserfest ist: Untertassen, kleine Teller oder flache Plastikschüsseln, aber auch ausgespülte Joghurtbecher, Einweckgläser, kleine Blumentöpfe etc.

Watte, unbedruckte Küchentücher oder Papiertaschentücher: Watte eignet sich am besten, da sie die Feuchtigkeit lange speichert. Es geht aber auch weiches Papier.

Einen Platz mit Tageslicht, nicht zu heiß und nicht zu kühl: Bei hohen Temperaturen gedeiht Kresse schneller, aber die Gefahr ist höher, dass die feuchten Keimlinge schimmeln. Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad sind ideal, zum Beispiel auf der Fensterbank.

Kresse pflanzen mit Kindern – so funktioniert’s:

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  1. Lassen Sie Ihr Kind zuerst eine Schicht Watte oder Papiertücher im Pflanzgefäß auslegen. Achten Sie darauf, dass die Oberfläche möglichst eben ist, damit sich die Kressesamen gleichmäßig verteilen lassen.
  2. Dann kann Ihr Kind die Pflanzunterlage vorsichtig mit Wasser begießen, bis sie komplett durchgefeuchtet ist. In den ersten Tagen brauchen die Samen viel Feuchtigkeit, um aufzuquellen.
  3. Die Oberfläche ggf. noch einmal etwas glätten und die Kressesamen möglichst gleichmäßig ausstreuen. Am besten geht das, wenn Sie eine kleine Ecke vom Samentütchen abschneiden. Die Samen sollten dicht an dicht ausgesät sein, damit ein dichter „Kressewald“ entsteht.
  4. Die Saat muss jeden Tag vorsichtig gegossen werden, die Pflanzunterlage sollte immer gut feucht sein. Nach einem Tag beginnt die Kresse zu keimen, nach ca. einer Woche sind die Pflänzchen fertig und können mit der Schere „geerntet“ werden.

Bastelidee für Kinder: Herbstlicher Kresseigel

Auf der Fensterbank steht ein kleiner Igel, dem nach und nach grüße Stacheln wachsen. Mit einem Kresseigel macht das Kresse anpflanzen Kindern noch mehr Spaß. Die flachen, ovalen Schalen mit dem lustigen Igelkopf kann man fertig kaufen, man kann sie aber auch aus Ton oder Modelliermasse selbst gestalten. Das Gute an Kresse-Igeln ist, dass man sie immer wieder verwenden kann und die Schalen nicht nur auf der Fensterbank, sondern auch als Tischschmuck toll aussehen. 

Kresseigel mal anders – eine alte Socke als Pflanzgefäß

Auch aus alten Socken lässt sich ein Kresseigel selber basteln: Dazu wird die Socke etwa zur Hälfte mit Blumenerde gefüllt oder mit Watte ausgestopft und zusammengebunden. Das überstehende Ende wird abgeschnitten und an die Spitze werden mit Knöpfen oder Bastelperlen eine spitze Igelnase und zwei Augen angebracht. Dann wird der Socken-Igel auf einen Teller gesetzt und sein Rücken gut durchfeuchtet damit man Kressesamen darauf säen kann. Der Socken-Igel kann nur einmal bepflanzt werden und sollte nicht zu warm stehen, da er sonst schnell schimmelt.