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Lernen zuhause – So klappt’s mit Hausaufgaben, Homeschooling & Co

Kinder sind in der Regel von Natur aus neugierig und begeistert davon, Neues zu lernen und zu entdecken. Doch manchmal fällt ihnen das Lernen zuhause nicht sehr leicht. Zu groß ist die Ablenkung durch Spielsachen und das Interesse an anderen Aktivitäten. 

Damit ihnen ihre natürliche Lernmotivation erhalten bleibt, ist es wichtig, dass ihr auf die Lernumgebung eurer Kids Acht gebt. Denn diese ist entscheidend für die Konzentration und Leistungsfähigkeit eurer Lernmäuse.
 
Ob ein vernünftig aufgestellter Arbeitsplatz, Ordnung auf dem Schreibtisch sowie im Kinderzimmer und die Motivation an sich – JAKO-O erklärt euch auf dieser Seite, wie ihr das Lernen für eure Kinder zuhause angenehmer macht. Neben Tipps und Tricks zur Gestaltung einer schönen Lernumgebungerhaltet ihr hilfreiche Ideen, wie ihr eure Sprösslinge auch emotional unterstützen und fördern könnt. So wird das Lernen zuhause zum großen Spaß – und das für Klein und Groß.

Lerntipps: So fällt euren Kindern das Lernen leichter

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Lernen zu Hause wird durch viele Faktoren beeinflusst. Oft erleiden Kinder Konzentrationsschwierigkeiten, da zu viel Ablenkung herrscht und sie den Spielspaß im eigenen Kinderzimmer dem Lernstoff vorziehen. Zudem ist ihre Aufmerksamkeitsspanne erst einmal sehr gering. Kinder müssen erst noch lernen, sich regelmäßig und für längere Zeit am Stück auf eine Sache zu konzentrieren. Die Lernmotivation scheint zu sinken, je mehr Zeit verstreicht.

Um dem vorzubeugen, solltet ihr in euren Lernstunden eine Sache ganz besonders in den Vordergrund stellen: Spaß! In erster Linie ist es wichtig, dass eure Kinder beim Lernen Glücksgefühle empfinden und sich über neues Wissen freuen. So besteht eine viel größere Chance, dass sie langfristig motiviert bleiben und freiwillig lernen. Schafft eine Wohlfühlatmosphäre, in der unnötige Ablenkung vermieden wird und der Lernspaß im Vordergrund steht.

Macht euren Lieben außerdem immer deutlich, weshalb sie lernen. Denn vor allen Dingen machen sie das nur für sich selbst. Definiert kleine Ziele zusammen und bringt sie mit besonderen Belohnungen in Verbindung, die eure Kinder ganz von selbst motivieren werden. Erklärt ihnen beispielsweise, dass sie Schreiben lernen, um der geliebten Oma eine Grußkarte zu schicken und die sich darüber freuen wird. Teilziele erleichtern es euren Kids, den Fokus nicht zu verlieren.

Generell hilft es, Lernstoff mit alltäglichen Situationen zu verknüpfen (z. B. Mathe beim Errechnen der Zutaten für leckere Rezepte). Wichtig ist außerdem auch, dass ihr euren Kids als gutes Beispiel vorangeht. Macht euch mit den Lernmaterialien der kleinen Schülerinnen und Schüler vertraut, zeigt Interesse und eignet euch ausreichend Wissen an. Denn Unwissen der Eltern kann ebenso eine große Herausforderung beim Lernen zu Hause sein – genau das gilt es zu vermeiden.

Setzt euch gemeinsam an den Tisch und lasst euch von euren Kindern erklären, woran sie arbeiten. Helft ihnen allerdings nur, wenn sie explizit danach fragen. Schlüpfen eure Sprösslinge in die Rolle der Lehrenden, erfüllt sie das mit Stolz und sie verbinden positive Gefühle mit dem Lernstoff. Das motiviert ungemein. Euer Lob bewirkt dazu noch größere Erfolgserlebnisse und funktioniert ebenso als Motivation.

Ihr könnt eure Kids auch unterstützen, indem ihr gemeinsam verschiedene Lernmethoden austestet. Die, die am besten für euch funktioniert, integriert ihr in einen Lernplan, sodass ihr die perfekte Balance zwischen Lernstunden und normalem Alltag mit Spielspaß findet. Setzt eure Schulkinder dabei nie unter Druck, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Sobald das geschieht, verlieren sie den Spaß an der Lernerei. Viel eher verbinden sie den Lernprozess nur noch mit negativen Gefühlen – Leistungsabfall ist oft die Folge.

Damit Kinder gerne zu Hause lernen, ist auch eine ruhige, entspannte und aufgeräumte Lernumgebung das A und O. Denn sind eure Lernmäuse weder von äußeren Reizen noch von einem unruhigen Umfeld beeinflusst, packen sie ganz von allein und freiwillig ihre Lernmaterialien aus, um etwas für die Schule zu machen. 

Herausforderung Distanzunterricht

In der aktuellen Corona-Zeit sind Homeschooling und Homeoffice die neue Norm. Die Situation stellt viele Familien vor neue Herausforderungen. Neben den unzähligen Stunden, die ihr zusammen verbringt, ist auch die Gewöhnung an den Distanzunterricht etwas, das Geduld und Kraft erfordert. Das kann zwar zu einem Lagerkoller führen, muss es allerdings nicht. 
 
Denn mit einem geregelten Tagesablauf, der Distanzlernen und Homeoffice miteinander kombiniert, sind auch Pausen inklusive Bewegung und Spielmomenten ausschlaggebend für das Wohlbefinden der ganzen Familie. Habt ihr euren Rhythmus gefunden, ist das Lernen zuhause außerdem auch eine große Chance, während Corona positive Lerneffekte zu erzielen. So fördert das digitale Lernen die Selbstständigkeit eurer Kinder sowie den Umgang mit besonderen Situationen. Nicht zuletzt geht ihr viel gestärkter und mit viel Hoffnung in Richtung noch bessere Tage nach Corona. 
 

Die richtige Lernumgebung: Arbeitsplatz für Kinder gestalten

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Im Kindergarten heißt es Toben, Rennen, Spielen. Der Wechsel in die Schule bedeutet Umgewöhnung: volle Konzentration, sitzen bleiben und tolle neue Sachen lernen. Um das Gelernte auch nach der Schule umzusetzen, benötigen eure Kleinen einen geeigneten Lernplatz zuhause. Nur so ist es ihnen in der Regel möglich, erst so richtig produktiv und fokussiert ihre Hausaufgaben und Co. zu erledigen. 

Das Thema Rückengesundheit und die richtige Sitz- und Lernposition am Schreibtisch spielen dabei eine ganz wesentliche Rolle. Denn Schulkinder verbringen durchschnittlich circa neun bis zehn Stunden am Tag im Sitzen: auf dem Weg zur Schule, im Klassenzimmer, beim Essen, beim Hausaufgabenmachen sowie vor dem Computer oder Fernseher. Dadurch entstehen oft Verspannungen und ein sogenannter „Schulkopfschmerz“. 

Die richtige Lernumgebung wirkt dem entgegen. Erfüllt ihr folgende Punkte, steht dem Erfolg beim Lernen nichts im Weg: 

  • Gestaltet die Lernumgebung hell, ruhig und mit ansprechenden Farben. Sanfte Farbtöne wie Hellblau eignen sich besonders gut.
  • Trennt Lern- und Spielbereich optisch voneinander. Entweder stellt ihr Regale als Raumtrenner auf oder macht die Bereiche durch verschiedene Wandfarben kenntlich.
  •  Setzt eure Kids nicht mit dem Rücken zur Tür oder mit dem Gesicht direkt vors Fenster – das birgt nur Ablenkungsgefahr.
  •  Platziert den Schreibtisch idealerweise seitlich zum Fenster, sodass genügend Licht von draußen hereinkommt. Denn nichts geht über Tageslicht.
  • Achtet auf die persönlichen Anforderungen eurer Kids. Bei Rechtshändern sollte das Licht von links, bei Linkshändern von rechts auf die Arbeitsplatte fallen.
  • Wenn es dunkel ist, weicht ihr auf eine ausrichtbare Schreibtischbeleuchtung aus. Energiesparlampen sind dafür oft zu schwach, weshalb ihr am besten auf LED-Leuchten mit natürlichem Farbspektrum setzt.
  • Gewusst? Eine helle und matte Arbeitsplatte erleichtert den Augen die Arbeit.
  • Räumt Fernseher und Spielekonsolen aus dem Blickfeld und schafft somit Ablenkungen aus dem Weg.
  •  Richtet den PC-Bildschirm in Blickrichtung eurer Kinder aus. Die Oberkante sollte dabei in etwa auf Halshöhe platziert sein. Ein Abstand von circa 50 Zentimetern zwischen Monitor und Augen ist ideal.
  • Legt einen großen Wert auf Ergonomie. Auf einem geeigneten Kinderschreibtischstuhl sitzen eure Kinder am besten aufrecht mit beiden Füßen auf den Boden. Diese Sitzposition schont den Rücken.
  • Stellt den Kinderschreibtisch in der richtigen Höhe ein. Das unterstützt die aufrechte Sitzhaltung eurer Kids. Überprüft regelmäßig, ob die Einstellungen noch passen. 

Die passende Ausstattung für den idealen Lernplatz

Um Rückenschmerzen und Fehlhaltung im Kindesalter vorzubeugen sowie das beste Lernerlebnis möglich zu machen, zeigt JAKO-O euch hier, wie ihr den Lernplatz von Schülerinnen und Schülern zuhause gestalten könnt. Von den mitwachsenden Schreibtischen, die sich auf eure schnell wachsenden Kids anpassen lassen, bis hin zu der richtigen Beleuchtung – hier werdet ihr sicherlich fündig. 

Kinderschreibtische für Kinder von JAKO-O

Kinderschreibtische ermöglichen es Neugiernasen in ihre Welt bestehend aus neuem Wissen abzutauchen. Hier können sie sich so richtig konzentrieren und ihren Hausaufgaben nachgehen. Das Beste: Auf den Schreibtischen lassen sich nicht nur schulische Aufgaben erledigen, sondern auch tolle Bastelprojekte anfertigen.

Das JAKO-O Sortiment bietet eine vielseitige Auswahl an Kinderschreibtischen. Stöbert durch das Angebot und sucht euch den zu euren Kids passenden Kreativplatz aus. 

Schreibtischstühle für Kinder von JAKO-O

Wenn eure Kinder am Schreibtisch arbeiten, ist die optimale Sitzhaltung besonders wichtig. Mit den richtigen Schreibtischstühlen fördert ihr die Haltung eurer Sprösslinge. Das kommt sowohl der Rücken- als auch Nackenmuskulatur zugute. Ob Drehstuhl – oder Hocker – ihr werdet das für euch passenden Modell finden. 

In dem JAKO-O Sortiment warten tolle Schreibtischstühle in verschiedenen Formen und Farben auf euch. Entdeckt jetzt die riesige Auswahl!

Sitzen, sitzen, sitzen ...

Neun bis 10 Stunden am Tag, so lange sitzen Schulkinder – auf dem Weg zur Schule, im Klassenzimmer, beim Essen, beim Hausaufgabenmachen, vor PC und TV. Verspannungen entstehen und ein „Schulkopfschmerz“ kann die Folge sein. Mit den richtigen Stühlen, Tischen, Bewegung und Entspannung könnt ihr eurem Kind dynamisches Sitzen ermöglichen, welches gleichzeitig die Konzentration fördert.

Kinder sprießen schneller in die Höhe, als man gucken kann. Deshalb ist es wichtig, dass man auf die ideale Sitzposition am Schreibtisch acht gibt. Unsere mitwachsenden Schreibtische sind da die besten Hausaufgaben- und Lernbegleiter.

Der perfekte "Thron"

Bei den Stühlen haben wir bei jedem Einzelnen drauf geachtet, die besten Materialien, ergonomische Grundvoraussetzungen, bunte Farben und verschiedene Formen testen zu lassen – von Kindern! Schaut euch doch einfach mal unsere Drehstühle, Sitzhocker oder Bürostühle für kleine und größere Kids an und findet den passenden Stuhl für euer Kind.

Schreibtischleuchten für Kinder von JAKO-O

Wenn es draußen dunkler ist, das Tageslicht schwindet oder ihr in den Morgenstunden schon kleine Lerneinheiten angehen möchtet, sind Schreibtischleuchten unverzichtbar. Ob im klassischen Stil mit flexiblen Hals und kegelförmigen Lampenschirm oder doch modernere Modelle – es gibt viele tolle Lampen, die euren den Lernplatz eurer Kids ausreichend beleuchten.

Auf der entsprechenden Produktseite findet ihr ein vielseitiges Sortiment an Schreibtischleuchten von JAKO-O. Sucht gleich eine passende für euren Tisch aus.

Materialien & Schreibtischzubehör

Ein aufgeräumter Schreibtisch ist die halbe Miete für großen Lernerfolg. Die Ordnung ermöglicht es euren Kids, sich vollends auf ihre Schulmaterialien zu fokussieren. Ob stabiler Stehsammler, praktischer "Landeplatz" für lose Blätter oder clevere Klapp-Papierkörbe: Unsere schlauen Helfer bringen Ordnung in eure Lernsachen. 

Im JAKO-O Sortiment erwartet euch eine bunte Vielfalt an tollen Schreibunterlagen, Stifthaltern und Sammelordnern für all eure wichtigen Lernmaterialien.

Nicht viel Platz? Tipps für einen Lernplatz ohne eigenes Zimmer

Wenn der Platz in der Wohnung nicht für einen eigenen Lernplatz reicht oder sich die Geschwister ihr Zimmer teilen, müssen andere Lösungen her. Ob Ess-, Wohnzimmer oder Küche – all diese Räume können zu Lernorten umfunktioniert werden. 

Damit eure Kinder dort auch ungestört ihren Lernstoff aus dem Unterricht durchgehen können, ist es wichtig, dass ihr die Lernstunden in einem Wochenplan festhaltet. Feste Zeiten sind notwendig, um allen Familienmitgliedern klarzumachen, dass in den eigetragenen Lernstunden keine Störung erlaubt ist. Es herrscht volle Konzentration. 

Bevor ihr dann mit dem Lernen in Wohnzimmer, Küche und Co. startet, ist es empfehlenswert, dass ihr euch all eure benötigten Materialien bereitlegt. Auch hier gilt wie auf einem Schreibtisch: Ordnung ist das halbe Leben. Mit den richtigen Aufbewahrungskästen und Schreibutensilien fällt auch das anschließende Aufräumen leichter. 

Generell solltet ihr alle Unterrichtsmaterialien an einem gesonderten Ort (z. B. in einem Regal nur für Schulsachen) lagern. So könnt ihr euren umfunktionierten Lernplatz wieder für die alltäglichen Dinge nutzen und habt außerdem noch eine gewisse „räumliche Trennung“ zu eurem Lernmaterial geschaffen. Das ist wichtig für die Balance zwischen Schulstress und Alltagsgeschehen zu Hause. 

Anleitung: Die richtige Sitzposition finden

Eine aufrechte Sitzhaltung ist unglaublich wichtig für die Gesundheit eurer Kinder. Achtet regelmäßig darauf, dass eure Lernmäuse nicht krumm gebeugt an ihren Schulaufgaben sitzen. Denn bei schlechter Sitzhaltung am Kinderschreibtisch und einer falschen Höheneinstellung des Tisches und Stuhls können längerfristig Haltungsschäden, Rückenbeschwerden und Muskelverspannungen hervorgerufen werden.

Um gesundes Sitzen zu fördern, hat euch JAKO-O hier beschrieben, wie die richtige Sitzposition aussieht

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So sitzen eure Kids rückenschonend: 

Die Sitzposition ist maßgeblich von der Abstimmung der Tisch- und Sitzhöhe auf die Körpergröße eurer Sprösslinge abhängig. Ist alles richtig eingestellt, ergibt sich die Sitzhaltung fast von selbst. Überprüft jedoch hin und wieder, ob die Einstellungen noch stimmig sind, denn eure Sprösslinge wachsen schnell. 

Unser Tipp: Kontrolliert jedes halbe Jahr die Einstellung von Schreibtisch und Schreibtischstuhl und bessert gegebenenfalls nach.

Generell ist folgende Faustregel als Orientierung hilfreich: Die Sitzhöhe entspricht der Kniehöhe und die Tischplatte befindet sich bei aufrechter Sitzhaltung auf der Höhe der Ellbogen.

Ist der Arbeitsplatz richtig eingestellt, sollten eure Kids jetzt folgende Haltung eingenommen haben: Die Oberschenkel liegen auf der Sitzfläche auf, beide Füße stehen flach auf dem Boden, die Beine bilden einen Winkel von etwa 90 Grad oder ein wenig mehr. Auch der Winkel zwischen Ober- und Unterarmen sollte beim Auflegen auf der Tischplatte mindestens 90 Grad betragen.

Bei einer geneigten Tischplatte befinden sich die Ellenbogen idealerweise zwei bis drei Zentimeter unterhalb der Tischkante. Der Rücken schmiegt sich an die Rückenlehne. So werden Lenden- und Schulterbereich unterstützt und geschont.

 Anleitung & Merkzettel zum richtigen Sitzen

Nach einer gewissen Zeit können auch die aufmerksamsten Kinder Konzentrationsschwierigkeiten haben. Der Körper verlangt nach Bewegung und jede Kleinigkeit scheint auf einmal interessanter als der eigene Lernstoff. Doch was ist, wenn die innerliche Unruhe, Konzentrationsschwäche und Unlust am Lernen zum Dauerbrenner wird? 

Oft vermuten Eltern direkt eine Aufmerksamkeits- oder Hyperaktivitätsstörung. Das solltet ihr in erster Linie immer mit einem Arzt abklären. Je nach Diagnose ist dann eine Therapie oder Medikation hilfreich. Neben Hyperaktivität könnten auch Mangelerscheinungen der Grund für die Unaufmerksamkeit sein. Auch besprecht ihr am besten mit Experten.  

Generell ist es normal, wenn eure Schulkinder nach einer gewissen Zeit unaufmerksam werden. Für die ein oder andere Übung ist Bewegung sogar eine gute Maßnahme, um sich doch noch ein paar Vokabeln zu merken. Wenn eure Kids die innere Unruhe plagt, hilft es jedoch, die Unterrichtsmaterialien aus der Schule kurzfristig liegen zu lassen. 

Unser Tipp: Pausen machen! Schon nach 20 Minuten rauchen die kleinen Kinderköpfe und brauchen einen kleinen Bewegungsausgleich. Einfach mal den Zappelphilipp rauslassen, aufstehen, frische Luft schnappen, viel trinken und gesunde Knabbereien bereitstellen. So lernt es sich gleich viel leichter!

Aufräumen & Organisation: Ordnung für ein besseres Lernerlebnis

Eine ordentliche Lernumgebung ist förderlich für bessere Lernerfolge. Ist der Schreibtisch aufgeräumt und herrscht auch in den kleinsten Fächern Ordnung, werden eure Kinder nicht so schnell von der eigentlichen Sache abgelenkt. Außerdem haben sie einen guten Überblick über alle Materialien und Utensilien. Das erspart Zeit: Ihr nutzt eure Lernzeit effektiv und könnt euch im Anschluss auf tolle Freizeitaktivitäten freuen.

Wie ihr eure Kinder zum Ordnung halten motivieren könnt? Schafft kleine Anreize und bringt etwas Spaß in eure Aufräumaktionen mit ein. Da eure Kids nur durch Wiederholungen lernen, integriert ihr das Aufräumen am besten in eure Routine. Zu festen Zeiten setzt ihr euch dann zunächst zusammen an die Arbeit. Ihr könnt Hefter und andere Materialien sowie Spielsachen im Kinderzimmer nach Farben sortieren, altes Aussortieren oder einen kleinen Aufräumwettbewerb starten.

Um Ordnung in eure Schulmaterialien zu bekommen, helfen auch folgende Ideen: 

Vorrat an Schulbedarf anlegen

Besitzt ihr keine Hefte mehr zu Hause, dabei seid ihr gerade mitten im Lernfieber, verhelft ihr euch bestimmt mit losen Blättern. Bevor dadurch ein wildes Chaos entstehen kann, ist es hilfreich für ausreichend Vorrat an Schulutensilien zu sorgen. Hefte, Blöcke und Stifte lohnt es sich im Haus zu lagern. Im Regal oder Schrank platziert, ist der Vorrat jederzeit griffbereit. Euren Lernstunden steht nichts mehr im Wege. 
 

Hobby und Schule trennen

Der Kinderschreibtisch kann natürlich neben dem Lernen auch für kreative Hobbys genutzt werden. Dabei ist es allerdings hilfreich, Bastelsachen oder anderen Materialien separat aufzubewahren. So geht ihr sicher, dass sich eure Kinder während des Lernens nicht ablenken lassen. Erst nach dem Lernen kommt das Vergnügen. Umso größer ist dann auch die Freude, wenn eure Kids die Bastelsachen nach dem Lernen hervorholen dürfen. 

 

Schulsachen sortieren

Gut sortiert ist halb gelernt: Denn wer nicht lange nach Heften, Stiften & Co. suchen muss, ist schneller fertig mit den Hausaufgaben. Bestimmt zum Beispiel für jedes Schulfach einen festen Platz sowie eine Farbe. Wenn Mathe rot und Deutsch gelb ist, wisst ihr schon bereits auf einem Blick, welche Mappe ihr wo platziert habt. So habt ihr direkt einen Überblick, der euch effizienter lernen lässt. Außerdem wirkt Ordnung beruhigend auf Kinder, was die Konzentration fördert. 

 Weitere Tipps zum Thema

Zeitliche Organisation

Damit das Gelernte auch in den Köpfen eurer Kinder bleibt, ist Wiederholung und Regelmäßigkeit das A und O. Ein Lernplan kann euch dabei helfen, Lernzeiten zu planen und dementsprechend effektiv zu nutzen. Berücksichtigt dabei das individuelle Lerntempo eurer Kids. Außerdem fühlen sie sich nicht mehr von einem ganzen Berg an Aufgaben überfordert. Sie lernen alles in Etappen abzuarbeiten. 

 Wochenplan für Schüler

Motivation & Konzentration: Was tun wenn’s mal nicht gut läuft

Wenn eure Kinder Schwierigkeiten bei ihren Hausaufgaben haben und sich nur schwer mit dem Homeschooling arrangieren können, ist das oft ein Zeichen dafür, dass ihnen Motivation oder Konzentration fehlt. Wie könnt ihr euren Sprösslingen da bloß am besten zu Seite stehen? 

JAKO-O hat hier einige Ideen und Tipps für euch bereitgestellt, die euch gemeinsame Lernstunden erleichtern und eure Kids motivieren sowie mit Lernbegeisterung erfüllen werden. 

 

Konzentrationsübungen für Zwischendurch

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Um das straffe Lernprogramm bewältigen zu können, sind erholsame Pausen besonders wichtig. Mit verschiedenen Konzentrations- und Entspannungsübungen nutzt ihr kleine Verschnaufpausen effektiv, um die Leistungsfähigkeit und Motivation aufrecht zu erhalten. 

Möchtet ihr, dass eure Lieben zur Ruhe kommen, ist diese Atemübung bestimmt etwas für euch: 

  1. Setzt, legt oder stellt euch dazu hin. Für Kinder ist oft der Schneidersitz eine bequeme Wahl.
  2. Atmet durch die Nase kräftig ein und durch den Mund wieder aus. 
  3. Habt ihr das zwei, drei Mal gemacht, fühlt ihr jetzt bei jedem weiteren Atemzug mit den Händen auf eurem Bauch, wie er sich durch das Atmen auf- und ab bewegt.
  4. Ihr könnt eure Kids die Bauchatmung auch spielerisch entdecken lassen oder sie bewusst anleiten. Entscheidet ihr euch für Letzteres, lasst ihr eure Lernmäuse mal langsamer oder schneller ein- und ausatmen. Zählt eure Atemzüge, sodass ihr euch gezielt auf euch fokussiert und euch von nichts anderem ablenken lasst.  

 Rituale einführen

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Macht gemeinsame Lern- und Arbeitszeiten zum Ritual, in dem ihr feste Zeiten bestimmt. In diesen folgt ihr selbst bestimmten Verhaltensregeln, die effizientes Arbeiten und Lernen möglich machen. Legt Handys, Tablet und Co. beiseite und fokussiert euch einzig und allein auf Hausaufgaben und andere To-Dos. Es motiviert eure Kinder ungemein, wenn ihr als Eltern mit von der Partie seid. Sie fühlen sich nicht allein in ihrer Lernsituation und sehen, dass auch ihr konzentriert arbeiten könnt.

Außerdem ist es hilfreich, wenn ihr eine feste Tagesstruktur habt, an der ihr euch langhangelt. So sind regelmäßige Pausen und kleine Bewegungseinheiten wichtig, um die Konzentration dauerhaft aufrecht zu erhalten und sogar zu steigern. Auch das gemeinsame Mittagessen oder das Ausräumen der Schultasche sind kleine Rituale, die einen guten Lernrhythmus fördern.  

 Lernen (er)lernen

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Um Lernerfolge zu erzielen, brauchen eure Kinder erst Zeit, das Lernen zu erlernen. Nicht alle Kinder sind nach den ersten Lernstunden gleich prüfungsbereit oder fit für die nächsten Lerninhalte. Bereitet eure Lernstunden daher immer gut vor. Bestimmt gemeinsam, die Aufgaben, an die sich eure Kinder setzen möchten und definiert kleine Teilziele. Nicht alle Aufgaben lassen sich an einem Tag abarbeiten. Das löst nur Überforderung aus, die ihr eigentlich vermeiden möchtet.

Jedes Kind lernt anders. So sollet ihr euch erst an leichte Aufgaben herantrauen und euch dann Schritt für Schritt steigern. Geht dabei ganz nach dem Lerntempo eurer Kids. Außerdem liegen nicht allen Lernmäusen alle Fächer. In dem ein oder anderen Schulfach brauchen sie eben etwas länger. Das gilt es mit Geduld zu akzeptieren und zu verbessern. Wechselt generell in euren Lernstunden nach mehreren Minuten die Fächer. Ähnliche Lerninhalte sollten nicht direkt hintereinander gelernt werden, sonst vermischen eure Kids die Details. 

Grundsätzlich gilt: Verbindet Lern- mit Spielspaß – das steigert die Motivation ungemein! 

 Richtig loben

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 Lob für Bemühungen und Anstrengungen ist wichtig. Wenn Kinder für Dinge gelobt werden, die sie selbst beeinflussen können (z. B. das rechtzeitige Lernen, ihr Durchhaltevermögen und Ehrgeiz) gibt es ihnen eine riesige Portion Motivation, um am Ball zu bleiben und auch schwierige Lernaufgaben zu bewältigen. 

Erfolgserlebnisse steigern die Lernmotivation – ebenso das richtige Lob durch euch als Eltern. Vor allem den Fleiß und das Engagement eurer Kinder solltet ihr hervorheben und wertschätzen. Das ist viel wichtiger als die Noten in den Vordergrund zu stellen. 

Lobt eure Kinder also immer dann, wenn …

  • … sie sich angestrengt haben – besonders in Fächern, die ihnen schwer fallen. 
  • … sie sich darum bemühen, frühzeitig mit dem Lernprozess zu beginnen und sich auf Tests und Klassenarbeiten vorzubereiten. 
  • sie selbstständig gelernt und ihre Hausaufgaben erledigt haben. 
  • … sie nach Unterstützung fragen, weil ihnen die ein oder andere Aufgabe mal nicht so leichtfällt. Sie haben es sich eingestanden und sind demnach offen für neues Wissen, dass sie so noch nicht kannten.
  • … sie bei schlecht empfundenen Noten eigenständig überlegen oder auch nach Feedback fragen, um sich aus eigener Kraft zu verbessern. 

Vermittelt euren Kindern in erster Linie, dass auch Fehltritte erlaubt sind und sie deshalb nicht gleich weniger gut sind. Aus Fehlern, schlechten Noten und auch mal Desinteresse lernen sie nämlich ebenso fürs Leben dazu. 

Tipps fürs Lernen zuhause

  • Der Spaß sollte in den Lernstunden immer an erster Stelle stehen.

  • Schafft eine Wohlfühlatmosphäre und trennt den Lernbereich vom alltäglichen Geschehen sowie den Spielsachen im Kinderzimmer. Das fördert die Konzentration ungemein. 

  • Definiert Teilziele, um in euren Lerntagen den Fokus auf verschiedene Dinge legen zu können und eure Kinder nicht zu überfordern. 
  • Macht euch als Eltern mit dem Lernstoff eurer Kids vertraut. Lasst eure Lernmäuse gerne in die Rolle der Lehrenden schlüpfen und euch die Inhalte erklären. Das erfüllt sie mit Stolz. 
  • Probiert gemeinsam verschiedene Lernmethoden aus und findet die für euch passende. 
  • Stellt einen Lernplan mit festen Zeiten und Inhalten auf. Verteilt mindestens zwei Lernfächer, die sich voneinander unterscheiden, auf einen Tag. So sorgt ihr für Abwechslung und vermeidet Überforderung. 
  • Integriert gemeinsame Lernstunden in eure Routine und setzt euch gerne zu festen Zeiten gemeinsam an eure jeweiligen Aufgaben. Kinder motiviert es, wenn sie sehen, dass ihre Eltern auch fokussiert an ihrer Arbeit sitzen. 
  • Setzt eure Kinder nicht unter Druck und lobt sie regelmäßig für ihre Bemühungen. 
  • Eine ruhige, entspannte Lernumgebung zuhause ist das A und O für schulische Erfolge. Lern- und Spielbereich sollten dabei optisch voneinander getrennt sein. 
  • Platziert den Kinderschreibtisch seitlich zum Fenster. So fällt genügend Tageslicht auf den Tisch und eure Kids werden nicht vom Geschehen draußen vor dem Fenster abgelenkt. 
  • Setzt großen Wert auf Ergonomie am Schreibtisch. Die richtige Sitzposition ist wichtig für die Rückengesundheit, Konzentration und fortschreitende Entwicklung eurer Sprösslinge. Idealerweise eignen sich höhenverstellbare Schreibtische und Stühle. 
  • Ordnung auf dem Schreibtisch und im Kinderzimmer ist wichtig und wirkt sich auf die Konzentrationsfähigkeit eurer Kids aus. 
  • Macht regelmäßig Pausen und sorgt für Entspannung, damit ihr ausreichend Energie für euer Lernpensum gewinnt.

Häufige Fragen rund um das Thema Lernen zu Hause

  1. Wie können wir die Lernstunden zu Hause gestalten?
    In eurem Lernplan haltet ihr am besten immer zu Beginn eines Schulhalbjahres oder Quartals fest, welche Lehrinhalte ihr die nächsten Tage und Wochen angehen solltet. Teilt euch pro Lerntag mehrere Fächer ein – am besten mindestens zwei, um für genügend Abwechslung zu sorgen. Die Inhalte sollten sich jedoch nicht zu stark ähneln.

    Bereitet eure Lernstunden immer gut vor, indem ihr alle wichtigen Materialien gesammelt auf eurem Schreibtisch bereitlegt. Dann kann es so richtig losgehen. Lasst eure Kinder zunächst ihre Aufgaben allein angehen. Wenn sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, werden sie euch schon um Hilfe bitten. Hangelt euch am besten von leichten zu schweren Aufgaben. Das hält die Motivation konstant. Nach circa 40 bis 45 Minuten könnt ihr dann eine Pause machen und gegebenenfalls das Fach wechseln.
  2. Wie kann das Lernen zu Hause mit dem Lernen in der Schule verbunden werden?
    Damit die Lehrinhalte, die ihr zu Hause durchgeht, auch genau zu denen passen, die in der Schule durchgenommen werden, ist es wichtig, dass ihr immer darüber im Klaren seid, was gerade aktuell ansteht. Dazu könnt ihr euch mit den Lehrkräften kurzschließen. Bringt allerdings auch eure Lernmäuse mit ein und fragt sie, was sie in der Schule besprochen haben und welche Aufgaben sie bekommen haben. Setzt euch dann gemeinsam an einen Lernplan, in dem ihr festhaltet, wann ihr für welches Schulfach lernt und die anfallenden Hausaufgaben erledigt.
  3. Wie können wir die Pausen beim Lernen zu Hause aktiv gestalten?
    Beim Lernen zu Hause sind Pausen unverzichtbar. Ob Entspannung durch ruhige Aktivitäten oder doch eher die actionreiche Variante – es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Pausen aktiv zu nutzen und somit Energie zu tanken.

    Beliebt bei Kindern sind Sportübungen, die sie herausfordern und Spaß zugleich machen. Bewegungsspiele wie auch kleinere Workouts schaffen den perfekten Ausgleich zu den Schulübungen und dem langen Sitzen. Generell ist Bewegung gesund für Körper und Geist.

    Für Kids, die es lieber entspannter angehen möchten, sind kleine Spaziergänge an der frischen Luft sinnvoll. Ihr könnt allerdings auch kreative Aktivitäten angehen. Vielleicht malt ihr gemeinsam farbenfrohe Kunstwerke, die aus Lust und Laune entstehen und keiner Bastelvorlage entspringen. Aber auch andere Bastelprojekte bieten einen guten Ausgleich zum Schulalltag.

    Gestaltet eure freie Zeit, so wie es sich für euch am besten und richtig anfühlt. Ihr werdet sicherlich tolle Familienzeit zusammen verbringen.

Bildnachweise „Lernen zu Hause“

Glückliches Kind sitzt am Schreibtisch © Syda Productions stock.adobe.com

Mutter und Tochter packen Schultasche © gpointstudio- stock.adobe.com

Mutter lobt Kind beim Hausaufgaben machen © picsfive - stock.adobe.com