Wildtiere im Wald

Den Wildtieren auf der Spur

Die Begegnung mit Wildtieren ist für Groß und Klein ein besonderes Erlebnis. Ein Rascheln im Unterholz, ein Knistern im Geäst – welches Tier kann sich dahinter nur verbergen? Die Aufregung ist groß, wenn Ihnen beim Waldspaziergang mit Kindern plötzlich ein majestätisches Reh in die Augen schaut oder ein flinkes Eichhörnchen den nächsten Baum hinaufhuscht.

Kleine Entdecker lieben es, die Umwelt mit all ihren Bewohnern zu erkunden und mehr über die Mitbewohner auf unserem Planeten zu erfahren. Lassen Sie sich von der kindlichen Neugier anstecken und erforschen Sie zusammen mit Ihren Kindern die Geheimisse der Tiere des Waldes. Die bewusste Auseinandersetzung fördert den achtsamen Umgang mit der Natur in all ihren Facetten und macht dazu riesigen Spaß! Und auch wir können etwas dazu lernen. Denn sind wir mal ganz ehrlich: Wissen Sie, welche Laute Füchse machen oder welcher Bär der größte ist?

Später können wir dann weiter von der Schönheit der Tiere schwärmen, beispielsweise im süßen Schlafanzug mit Reh Motiv oder beim Ausmalen unserer niedlichen Malvorlage mit Waldtieren.

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Steckbrief

Reh

Das elegante Reh ist die in Europa am weitesten verbreitete und kleinste Art der Hirsche. Mittlerweile ist es nicht nur im Wald, sondern auch auf offener Feldflur anzutreffen.

  • Lebensraum: Wälder, Waldrandzonen und Felder in weiten Teilen von Europa
  • Alter: bis zu 12 Jahre
  • Größe: 54 bis 84 cm Schulterhöhe
  • Gewicht: 15-22 kg
  • Nahrung: Gräser, Kräuter, Blätter und Knospen
Wildtiere: Reh

Wie leben Rehe?

Die Lebensweise unterscheidet sich in den verschiedenen Jahreszeiten. Im Sommer leben Rehe meist einzeln. Vor allem nach der Geburt des Kitzes verbringen weibliche Tiere, auch Ricken genannt, die Zeit allein auf kleinem Aktionsraum. Männliche Tiere zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten und besetzen ihr Revier meist über mehrere Jahre.

Zu Beginn des Herbstes schließen sich die Rehe zu kleinen Verbänden zusammen. Das friedliche innerartliche Zusammenleben vereinfacht den Tieren das Leben in den Wintermonaten. Im Spätwinter beginnen sich die Verbände wieder aufzulösen. Zur Geburt des Nachwuchses im Mai ist die Auflösungsphase vollständig abgeschlossen.

Wann werden Rehkitze geboren?

Rehkitze kommen in den günstigen Frühsommermonaten Mai und Juni zur Welt. Sie werden meist einzeln oder als Zwillinge, in seltenen Fällen auch als Drillinge, geboren. Etwa drei bis vier Wochen nach der Geburt bleiben Kitze auf dem Boden geduckt auf einem geschützten Liegeplatz mit reichem Unterwuchs zurück.

Das Muttertier sucht ihr Junges nur zum Säugen auf. Dies spart den ruhenden Kitzen Energie und bietet ihnen gleichzeitig die bestmögliche Deckung. Erst ab einem Alter von etwa vier Wochen beginnen die Kleinen ihre Mutter zu begleiten.

Wie sieht ein Reh aus?

Das Reh ist mit seiner keilförmigen Körperform und seinen langen Beinen perfekt an das lautlose Durchwinden dichter Vegetation angepasst. Mit seinen Körpermerkmalen wird das Reh dem sogenannten „Schlüpfertypus“ zugeordnet. Das bedeutet, bei Bedrohung sucht es mit wenigen schnellen Sprüngen Schutz im Dickicht, anstatt wegzulaufen.

Im Sommer hat das Fell der Tiere eine braun-rote bis fahlgelbe Farbe. Das Winterfell ist eher hell- bis dunkelgrau und bietet eine bessere Isolierung gegen die Kälte. Rehkitze tragen zur optimalen Tarnung am Boden ein weiß getüpfeltes Fell. Die Flecken verschwinden mit dem ersten Wechsel zum Winterfell jedoch vollständig.

Tragen Rehe ein Geweih?

Nur die männlichen Tiere, also die Rehböcke, tragen ein Geweih. Dieses wird vor allem bei Kämpfen gegen Artgenossen eingesetzt, um die Rangordnung auszufechten. Es besteht im Normalfall aus drei Enden bzw. Verzweigungen an jeder Geweihstange und ist bei einem ausgewachsenen Rehbock etwa 15 bis 20 Zentimeter hoch.

Bei Böcken, die mindestens das erste Lebensjahr abgeschlossen haben, fällt das Geweih jährlich in der Zeit von Oktober bis November ab. Es wächst unter der nährenden Basthaut wieder neu. Die Wachstumsphase dauert etwa 60 Tage und endet im Januar. Nach Ende der Geweihbildung wird die abgestorbene Basthaut in der zweiten Märzhälfte an Büschen und Bäumen abgestreift.


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Wolf

Der Wolf galt in Deutschland lange Zeit als ausgestorben. Heute lassen sich die Rudeltiere wieder in einzelnen Waldgebieten vorfinden.

  • Lebensraum: Vor allem Waldgebiete in Osteuropa, Russland sowie Kanada und Alaska
  • Alter: bis zu 13 Jahre
  • Größe: ca. 60- 80 cm Schulterhöhe
  • Gewicht: 30-50 kg
  • Nahrung: Pflanzenfressende Säugetiere des jeweiligen Verbreitungsgebiets
Wildtiere: Wolf

Sind Wölfe in Deutschland ausgestorben?

Einst zählten Wölfe zu den meistverbreiteten Säugetieren weltweit – sie waren auf der gesamten Nordhalbkugel anzutreffen. In vielen Teilen von Europa wurde der Wolf jedoch vom Menschen verdrängt – in Deutschland galt er seit dem 18. Jahrhundert als ausgerottet.

Im Jahr 2000 konnte jedoch ein aus Naturschutzsicht großer Erfolg vermeldet werden: Die ersten freilebenden Wolfswelpen nach rund 150 Jahren wurden in Deutschland geboren. Seitdem erobern die Wölfe langsam ihren alten Lebensraum zurück. Im Erfassungszeitraum 2017/2018 waren 73 Rudel, 31 Paare und drei territoriale Einzeltiere in sechs Bundesländern registriert.

Wie schnell läuft ein Wolf?

Der Wolf ist ein ausgezeichneter Läufer. Bei kurzen Sprints schafft er es auf Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 50 Stundenkilometern. Aber der Wolf ist nicht nur ein guter Sprinter, sondern auch ein echter Ausdauerläufer.Häufig bewegt er sich innerhalb seines Territoriums bis zu 20 Kilometer, manchmal sogar 80 Kilometer am Tag. Dabei läuft er im Trab mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 10 bis 12 Stundenkilometern.

Woraus besteht ein Wolfsrudel?

Ein Wolfsrudel ist eine Art Familienverband. Es besteht aus einem Elternpaar und dessen Nachwuchs. Wölfe sind sehr soziale Tiere mit einer starken Bindung – ein Wolfspaar bleibt meist ein Leben lang zusammen.

Die Jungen verlassen mit Eintritt der Geschlechtsreife nach ein bis zwei Jahren das Rudel, um selbst eine Familie zu gründen. Jedes Wolfsrudel lebt in seinem eigenen Territorium. Die Größe variiert je nach Zahl der Beutetiere stark und kann zwischen 75 und 2.500 Quadratkilometern liegen.

Wie viel Wolf steckt im Hund?

Unsere heutigen Haushunde sind domestizierte, also gezüchtete, Formen des Wolfes. Sie gehören der gleichen Art (Canis lupus) an. Wölfe weisen einige charakteristische Merkmale auf, welche sie vom Hund unterscheiden. So sind die Schnauze und die Beine beispielsweise länger, die stets aufrechten Ohren in der Regel kleiner als beim Haushund.

Auch haben Wölfe häufig einen hellen Fleck über den Augen, die Augen selbst sind gelb bis gelbgrün und stehen schräg. Das Ausmaß der Unterschiede variiert je nach Hunderasse stark. Wie viel Wolf in einem Hund steckt, ist nur über eine DNA-Analyse zweifelsfrei festzustellen.


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Eichhörnchen

    Eichhörnchen haben sich zu Kulturfolgern entwickelt und leben mittlerweile häufig auch in Städten, Gärten und Parkanalagen. Für die Winterzeit legen sie sich Nahrungsdepots an.

  • Lebensraum: Wälder und Parks in weiten Teilen von Amerika, Europa und Asien
  • Alter: bis zu 10 Jahre
  • Größe: ca. 30 cm
  • Gewicht: ca. 200-400 g
  • Nahrung: Samen, Kerne, Nüsse, Baumfrüchte, Blätter, Triebe
Wildtiere: Eichhörnchen

Welche Arten gibt es?

Aktuell werden 29 Arten von Eichhörnchen unterschieden. In Mitteleuropa verbreitet ist das Europäische Eichhörnchen, mit wissenschaftlichen Namen Sciurus vulgaris. Zu erkennen ist es an seiner rötlichen Fellfarbe.

Konkurrenz bekommt es vom robusten und anpassungsfähigen Grauhörnchen, welches Ende des 19. Jahrhinderts in Großbritannien eingebürgert wurde. Inzwischen hat das Grauhörnchen das Europäische Eichhörnchen auf der britischen Insel fast komplett verdrängt. In Deutschland hat das Grauhörnchen jedoch noch nicht Fuß fassen können.

Halten Eichhörnchen Winterschlaf?

Entgegen der häufigen Meinung halten Eichhörnchen keinen echten Winterschlaf, sondern nur eine Winterruhe. Hierfür legen sie im Herbst Wintervorräte an. Diese vergraben sie im Boden, wo sie sie vor allem mithilfe ihres Geruchssinns wiederfinden können. In den Wintermonaten nutzen die Eichhörnchen eine tägliche Aktivitätsphase von ein bis zwei Stunden, um Nahrung aus ihrer Vorratskammer zu holen. Danach kehren sie in ihr Schlafnest zurück und stellen ihre Aktivität wieder ein.

Wie weit kann ein Eichhörnchen springen?

Eichhörnchen sind wahre Meisterspringer. Für sie ist es kein Problem, fünf Meter weit zu springen. Ihr besonderer Körperbau macht es ihnen möglich, eine enorme Sprungkraft zu entwickeln. Ihre großen Füße können sie zudem um 180 Grad nach hinten drehen und so sicher kopfabwärts am Baum herabklettern. Ihre langen, scharfen Krallen geben ihnen dabei einen sicheren Halt.

Wie sieht das Nest eines Eichhörnchens aus?

Eichhörnchen bauen sich in den Astgabeln kugelförmige Nester, die Kobel heißen. Diese fertigen sie aus Zweigen und Blättern an. Ausgepolstert wird der Kobel mit weichen Materialien wie Gras und Moos.

Ein Kobel hat einen Außendurchmesser von 30-50 Zentimetern und misst im Innendurchmesser etwa 15-20 Zentimeter. Meist verfügt er über mindestens zwei Zugangslöcher für eine schnelle Flucht und ist nach außen wasserdicht und gut wärmeisoliert. Ein idealer Ort, um die zunächst nackten und blinden Jungtiere großzuziehen.


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Fuchs

Der Fuchs geht vorwiegend in der Dämmerung und in der Nacht auf Jagd. Er verfügt über einen ausgezeichneten Geruchssinn, der 400-mal besser ist als der des Menschen.

  • Lebensraum: Wälder, Grasland und Äcker in Europa, Asien und Nordamerika
  • Alter: bis zu 15 Jahre
  • Größe: ca. 50 cm Schulterhöhe
  • Gewicht: ca. 6 kg
  • Nahrung: Kleintiere, Früchte, Aas, Kleinvögel – Allesfresser
Wildtiere: Fuchs

Welche Fuchsart lebt in Europa?

Der Rotfuchs ist die einzige Fuchsart, die in Mitteleuropa vertreten ist. Spricht man hierzulande vom „Fuchs“ ist meistens der Rotfuchs gemeint. Der Rotfuchs ist an seinem orange bis rotbraunen Fell einfach zu erkennen. Er besitzt einen schlanken und leichten Körper, wirkt aber durch sein dichtes Fell und seinen buschigen Schwanz oft größer, als er ist.

Sieht man Füchse auch in der Stadt?

Der Fuchs ist ein fantastischer Überlebenskünstler. Sein natürlicher Lebensraum liegt zwar zwischen Wiesen und Wäldern, in den letzten Jahrzehnten hat er jedoch mehr und mehr auch menschliche Siedlungsgebiete erobert. Hier findet er als anspruchsloser Allesfresser vor allem eins: einen reich gedeckten Tisch.

Sowohl die hohe Anzahl an Ratten und Mäusen als auch Essensreste aus Mülltonnen und Komposthaufen kommen ihm sehr entgegen. Zudem findet der Fuchs in städtischen Gebieten zahlreiche Versteckmöglichkeiten, beispielsweise in alten Gartenschuppen oder trockenen Wasserrohren. Zwar sind Füchse scheu und gehen hauptsächlich nachts und in der Dämmerung auf Nahrungssuche. Dennoch ist es aber nicht unwahrscheinlich, einem Fuchs auch in der Stadt zu begegnen.

Wie ziehen Füchse ihre Jungen groß?

Einmal im Jahr bringt die Fähe, das Fuchsweibchen, drei bis sechs Junge zur Welt. Der Nachwuchs wird im März oder April geboren und ist zunächst blind und taub. Erst nach etwa zwei Wochen beginnen sich die Augen zu öffnen. Deswegen verlassen die Kleinen zunächst nicht den Fuchsbau. Dieser ist tief unter der Erde angelegt und bietet den Welpen Schutz. Hier werden sie von der Mutter gesäugt und umsorgt.

Den Bau verlassen die Jungtiere das erste Mal nach etwa einem Monat. Dann geht alles recht schnell: Bereits nach vier Monaten sind die jungen Füchse selbstständig und gehen ihre eigenen Wege.

Welche Laute machen Füchse?

Füchse verfügen über eine ganze Reihe an Lauten, über die sie in unterschiedlichen Situationen miteinander kommunizieren. Ein drei- bis fünfsilbiges Bellen, das sogenannte Ranzbellen, hört man oft zur Paarungszeit von Dezember bis Februar. Hier kommt es auch zu Auseinandersetzungen zwischen Rüden, welche von keckernden Lauten (tonlos k-k-k-k) begleitet werden.

Ein leises, raues Geräusch ähnlich einem Pusten wird zur Begrüßung verwendet. Bei Gefahr nutzen die Füchse wiederum ein Alarmbellen. Dieses klingt für den Nahbereich wie ein gedämpftes Husten, bei einer Warnung über größere Distanz wie ein scharfes Bellen.


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Bär

Je nach Art variiert beim Bären Aussehen, Fellfarbe und Verbreitungsgebiet. Alle Bären haben einen stämmigen Körperbau und kurze, kräftige Gliedmaßen gemeinsam.

  • Lebensraum: Vor allem in Eurasien und Amerika
  • Alter: bis zu 30 Jahre
  • Größe: je nach Art bis zu 1,50 m Schulterhöhe
  • Gewicht: je nach Art 25-800 kg
  • Nahrung: Kleintiere, Fische, Früchte, Insekten – Allesfresser
Wildtiere: Fuchs

Was für Bärenarten gibt es?

Zur Familie der Bären zählen acht Arten: Der Amerikanische Schwarzbär, der Kragenbär, der Braunbär, der Eisbär, der Lippenbär, der Malaienbär, der Brillenbär und der Große Panda. Einige dieser Arten unterteilen sich in weitere Unterarten.

Der Braunbär ist in unseren Breiten einer der bekanntesten Bären. Hören wir den Begriff „Bär“, haben wir wohl als Erstes das Bild eines gemütlichen, großen Braunbären im Kopf. Der Braunbär hat einen stämmigen und kraftvollen Körperbau und einen muskulösen Buckel über den Schultern. Obwohl er früher weit verbreitet war, gibt es in West- und Mitteleuropa nur noch kleine Restpopulationen.

Sind Bären für den Menschen gefährlich?

Vor einem Bären muss sich niemand fürchten. Zwar kann ein Bär aufgrund seiner enormen Kraft einen Menschen mit einem Biss oder Prankenhieb schwer verletzen. In der Regel fliehen Bären jedoch, wenn sich ein Mensch nähert. Kommt es zu einem Angriff, ist dies meist auf eine Provokation oder auf ein unvorsichtiges Verhalten seitens des Menschen zurückzuführen.

Viel gefährlicher als der Bär für den Menschen ist, ist der Mensch für den Bären. Noch immer wird in einigen Regionen Jagd auf Bären gemacht. Zudem werden Bären durch den Menschen aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt.

Hält ein Bär Winterschlaf?

Tatsächlich halten viele Arten von Bären während der kalten Jahreszeit eine Winterruhe. Es handelt sich hierbei nicht um einen echten Winterschlaf, da die Körpertemperatur nur wenig sinkt und die Bären relativ einfach aufzuwecken sind. Die Atemfrequenz und der Herzschlag werden nur soweit zurückgefahren, dass der Bär trotzdem noch jederzeit seine Höhle verteidigen kann. Vor der Winterruhe im Spätsommer und Herbst futtern sie sich eine ordentliche Fettschicht an. Während der Winterruhe verlieren sie dann etwa ein Drittel ihres Körpergewichts.

Wie lange die Winterruhe andauert, ist nicht über alle Bären verallgemeinerbar. Bären sind außerordentliche Individualisten.

Welcher Bär ist der größte?

Der größte Bär ist der Kodiakbär. Er gehört als Unterart zu den Braunbären und lebt auf den Kodiak-Inseln vor der Südküste von Alaska. Der Kodiakbär erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 3 Metern und eine Schulterhöhe von 1,50 Metern. Er gilt neben dem Eisbären und dem Kamtschatkabären als das größte an Land lebende Raubtier der Erde.


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Igel

Der Igel ist in der Lage, sich bei Gefahrensituationen zu einer stachligen Kugel zusammen zu rollen. Bereits bei der Geburt sind die Stacheln angelegt, jedoch noch nicht vollkommen ausgehärtet.

  • Lebensraum: Wälder, Gärten und Grünanlagen in Eurasien und Afrika
  • Alter: bis zu 7 Jahren
  • Größe: ca. 20 cm
  • Gewicht: 350-1.500 g
  • Nahrung: Insekten, Regenwürmer, Spinnen, Schnecken
Wildtiere: Igel

Welche Igelart ist bei uns beheimatet?

In Europa leben zwei Arten von Igeln: der Braunbrustigel und der Nördliche Weißbrustigel. In Deutschland sowie in großen Teilen von West- und Mitteleuropa ist typischerweise der Braunbrustigel anzutreffen. Mit Verlust des natürlichen Lebensraums ist er immer öfter auch in Siedlungsgebieten vom Menschen – in Hecken, naturnahen Gärten und Parks – zu finden.

Hält der Igel Winterschlaf?

Da der Igel in der kalten Jahreszeit wenig Nahrung findet, legt er sich lieber schlafen. Im November macht er sich hierfür auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier. Dieses darf weder zu kalt noch zu feucht werden und sollte natürlich auch sicher geschützt sein. Beliebt ist beispielsweise ein großer Blätterhaufen.

Während des Winterschlafs fährt der Igel seinen Stoffwechsel bis auf ein Minimum herunter. Dabei reduzieren sich Atmung, Körpertemperatur als auch der Herzschlag deutlich. Die Tiere zehren in dieser Phase von den Fettreserven, welche sie sich vor dem Winter angefressen haben. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen, erwacht der Igel wieder aus seinem Schlaf.

Warum hat der Igel Stacheln?

Der Igel verteidigt sich mit seinen Stacheln gegen Fressfeinde. Droht Gefahr, so rollt er sich blitzschnell zu einer Kugel zusammen. Damit schützt er seine weiche Bauchunterseite und macht sich fast unangreifbar. Ein erwachsener Igel hat 5.000 bis 8.000 Stacheln. Diese haben eine braune und beige Farbe, welche den Igel im dichten Laub zusätzlich tarnt.

Kann man einem Igel im Winter helfen?

Wenn Sie im Winter bei sich im Garten oder im Wald einen Igel herumlaufen sehen, muss das nicht unbedingt ein Alarmsignal sein. Wenn Ihnen keine Verletzungen oder Krankheitssymptome auffallen, ist es wahrscheinlich, dass der Igel seinen Winterschlaf aus natürlichen Gründen unterbrochen hat.

Es ist gut möglich, dass sein ursprüngliches Winterquartier beschädigt wurde. Das Tier wird sich dann einen neuen, geeigneten Ort suchen. Eventuell können Sie im Garten einen solchen Ort mit ein paar Zweigen, Laub oder Holzscheiten schaffen. Sind Sie unsicher, ob der Igel menschliche Hilfe benötigt, holen Sie sich Rat in der nächstgelegenen Igelstation.